61. Auktion
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Auktion: Montag, 02. Mai 2011
Dienstag, 03. Mai 2011
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Artikel / Informationen
SCHWERTER, DEGEN UND RAPIERE

Los Nr.3641
Degen,
französisch-deutsch, 3. Viertel 17. Jh., sog. "épée wallonne" bzw. "forte-épée de cavalerie". Eisengefäß, kurzer Birnknauf, Vernietknauf, Griffbügel im Knauf verschraubt, mündet in Parierstange, beidseitig große eiserne, punkt- und sternförmig durchbrochene Stichblätter in Spangenfassungen, Daumenbügel. Feine Eisendrahtwicklung, Türkenbünde. Zweischneidige Klinge (L 92,9 cm), im oberen Drittel Hohlschliff, darin Wolfszeichen, "ME FECIT MH", Marke "P" unter Krone, Meistermarke in Form von drei übereinander stehenden, schräg gestellten Kreuzen, die von einer Krone überhöht werden. Gesamtlänge 108,2 cm.
Ein Klingenzeichen, das dem Wappen der Stadt Amsterdam gleicht, verwendeten im späten 17. und frühen 18. Jhdt. die Solinger Klingenschmiede und Kaufhändler Hölterhoff. Diese Pseudo-"Amsterdamermarke" wurde von Johann Hölterhoff 1736 gegen ein anderes Zeichen eingetauscht. Wie in anderen bekannten Fällen hat man bei diesem Zeichen die Ähnlichkeit mit allgemein bekannten Zeichen oder Wappen aus Gründen der besseren Verkäuflichkeit angestrebt. Das Epée Wallonne diente zur Zeit Ludwig XIV. vor allem der französischen Armee als Reiterwaffe. Vgl. Pétard, Des Sabres et des Epées, Tome premier, 1999, S. 26 - 27. Erika Schlesinger, Solinger Handwerkszeichen, Die Zeichen der Messermacherrolle von 1684 und ihre Besitzfolge bis 1875, Duisburg 1978, S. 53, 116 - 117.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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verkauft

 


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