53. Auktion
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Auktion: Mittwoch, 17. Oktober 2007, ab 11 Uhr - Losnr. 2001 - 2498
Vorbesichtigung: Montag, 08. Oktober - einschließlich Sonntag, 14. Oktober 2007
täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr
| vorgemerkte Objekte |


Artikel / Informationen
STANGENWAFFEN

Los Nr.2200
Sempacher Helmbarte
Schweiz, 17.Jhdt.
Kräftige, zweischneidige Stoßklinge mit vierkantig verstärkter Spitze. Blatt mit leicht gekrümmter Schneide und kreuzförmigem Durchbruch. Kräftiger Reißhaken mit einseitig geschlagener Lilienmarke. Kantige Tülle mit zwei langen Schaftfedern. Originaler achtkantiger Hartholzschaft mit eingebrannter Marke der Stadt Baden und Inventarnummer des Zeughauses in Zürich. Länge 230 cm.
Obwohl die Helmbarte eher dem spätgotischen Typus entspricht, lässt sich belegen, dass verschiedene Schweizer Zeughäuser noch im 17.Jhdt. größere Mengen dieser Helmbarten zur Bewaffnung der Mannschaften bestellten. Die hier geschlagene Lilienmarke wird dem Waffenschmied Lamprecht Koller in Würenlos im Kanton Aargau zugeschrieben, der 1663 - 1681 das Züricher Zeughaus mit insgesammt 1117 Helmbarten des Sempacher Typus belieferte. Vgl. Jürg A. Meier, Waffen im 17.Jahrhundert, S. 3 ff.
Provenienz: Auktion Ineichen in Zürich 1980, Losnr. 305.

Zustand: II+ Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3400 EURO


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