ONLINE-KATALOG 49. Auktion
 
Auktion: 19. Oktober 2005
Vorbesichtigung: 12. Oktober bis 18. Oktober, jeweils täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr
19. Oktober bis 21. Oktober, jeweils täglich von 09:00 bis 11:00 Uhr


Artikel / Informationen

Los Nr. 1
Jagdschwert
17.Jhdt.
Gekehlte Rückenklinge mit zweischneidiger Spitze, leicht fleckig. Klingenrücken mit Sägezahnung. Beidseitig im oberen Klingendrittel geätzte Jagdszenen. Einfaches, eisernes Bügelgefäß mit muschelförmigem Stichblatt und Hirschhornauflagen, teilweise ergänzt. Floral geschnittene Griffzwinge, Griffschalen aus Hirschhorn mit großen, halbkugeligen Nieten, eine ergänzt. Länge 84 cm.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 2
Jagdlicher Säbel
deutsch um 1650
Leicht geschwungene Rückenklinge mit beidseitiger, schmaler Kehlung. Eisernes Gefäß mit muschelförmigem Stichblatt und graviertem Faustbügel. Griff aus Hirschhorn mit schauseitig vier eisernen Ziernieten. Eiserne Griffkappe. Länge 86 cm.

Zustand: II- Limit: 2300 EURO
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Los Nr. 3
Silbermontiertes Jagdmesser
Frankreich(?), 18.Jhdt.
Zweischneidige (vermutlich wiederverwendete) Degenklinge mit geschlagener Signatur "TOMAS AIALE" in der beidseitigen Kehlung. Fein durchbrochenes, mit Rocaillen verziertes Silbergefäß mit schlankem Ebenholzgriff. Länge 41,5 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 4
Silbermontierter Hirschfänger und Besteck
Biberach, 2.Hälfte 18.Jhdt.
Gerade Keilklinge, leicht fleckig. Im oberen Drittel beidseitige, leicht verputzte, florale Ätzung mit Hund- und Wilddarstellungen. Silbernes Regenblech und Stichblatt mit sparsamer Randlinienverzierung. Parierstange, Griffschiene und Ziernieten ebenfalls aus Silber, Hirschhorngriffschalen (etwas gelockert). Scheide aus braunem Leder, kleiner Riss. Mund und Ortblech aus Silber, zugehöriges Beimesser und kleine, zweizinkige Gabel. Stichblatt und Scheidenbeschläge jeweils mit Biberacher Beschauzeichen und Silberschmiedepunze "LAZ". Länge 71 cm.
Die komplette Silbermontierung unterstreicht die herrschaftliche Herkunft dieses Stückes.

Zustand: II Limit: 3200 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 5
Barocke Saufeder
deutsch um 1770
Kurzes, kräftiges Blatt auf konischer Tülle. Einseitig geätztes, bekröntes Monogramm "CT" (Carl Theodor von der Pfalz), an der Tülle schwer leserliche, gravierte Inschrift. Beweglicher, eiserner Knebel. Originale Weichholzschäftung (gekürzt) mit Lederwicklung und Zierbenagelung. Länge 158 cm.
Seltene, aus einer fürstlichen Jagdkammer stammende Waffe. Carl Theodor von der Pfalz (1724-99) war Kurfürst der Pfalz, ab 1777 auch Kurfürst von Bayern.

Zustand: II- Limit: 1100 EURO
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Zuschlag 1600 EURO

Los Nr. 6
Jagdliches Pulverhorn
deutsch, Mitte 19.Jhdt.
Geschnitztes Pulverhorn aus massivem Hirschhorn. Schauseitig fein geschnitztes Halbrelief mit von Hunden verfolgtem Rotwild. Angesetzte Trageösen aus Elfenbein, Verschlussstöpsel aus Birnholz. Länge 27 cm.

Zustand: II+ Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 7
Zwei jagdliche Taschen
deutsch, 17.Jhdt.
Großer, doppelter Falknerbeutel mit eisengeschnittener Spange. Beutel aus Damast mit Leinenfutter. Umlaufender Fransenbehang, die Verschlussraffung mit intakten Zugbändern und anhängenden, geflochtenen Endknöpfen aus vergoldetem Messingdraht. Dazu Geldkatze aus Wildleder mit Leinenfutter. Eiserne Gürtelspange, die zwei Innenfächer mittels Verschlusslaschen aus Messing verriegelt. Höhe 25 und 16,5 cm.

Zustand: II/II- Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 8
Jagdliches Stillleben
deutsch, 2.Hälfte 18.Jhdt.
Barock geschweifte, hölzerne Sockelplatte mit vergoldetem Rahmen. Das Feld mit originaler, reich bestickter Seidenbespannung. Darauf fixiert verschiedene jagdliche Utensilien. Ein lederner Jagdbeutel, ein Signalhorn (Kröte) für Treiber aus Messing. Ein Messer und eine Gabel (unterschiedlich), die Griffe mit Perlmutteinlagen, silbermontiert. Hundehalsung aus Messing, seitlich bezeichnet "Mössmang in Kempten". Darüber Miniatur-Hirschtrophäe aus Messing. Höhe der Sockelplatte 72 cm.
Dekoratives, jagdliches Ensemble.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 9
Barocke Hirschtrophäe
deutsch um 1720/30
Vollplastisch aus Lindenholz geschnitzter Hirschkopf mit originaler Farbfassung und montiertem 10-Ender Geweih. Auf Sockelplatte in Form einer reich geschnitzten Barockkartusche. Rückseitig eiserne Hängeöse. Höhe ca. 115 cm.

Zustand: II Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 2200 EURO

Los Nr. 10
Barocke Hirschtrophäe
deutsch, Mitte 18.Jhdt.
Detailreich geschnitzter, vollplastischer Hirschkopf mit montiertem, kräftigem Zehnender-Geweih. Maul mit heraushängender Zunge, um den Hals Halsband mit Hängeöse. Auf reich profilierter Wandplatte. Farbfassung restauriert. Höhe ca. 120 cm.

Zustand: II Limit: 1900 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 11
Bärenkopf-Trophäe
deutsch, 19.Jhdt.
Naturalistisch modellierter und schwarzbraun gefasster Keramik(?)-Kopf mit eingesetzten Glasaugen. Auf vergoldeter, mit Eichenlaub gefasster Holzplinthe mit unterseitig vakantem Wappenschild. Höhe 60 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 12
Jagdlicher Zwischengold-Flakon
Böhmen um 1720
Konisch zulaufender Flakon aus entfärbtem Glas mit facettierter Wandung. Facettierter, teilvergoldteter Schliffstöpsel. Umlaufender, jagdlicher Dekor in Zwischengoldtechnik. Jäger zu Pferd und zu Fuß mit Hunden bei der Hasenjagd. Im Boden Medaillon mit Hasendarstellung. Höhe 12 cm.

Zustand: II- Limit: 2800 EURO
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verkauft

Los Nr. 13
Fayence-Walzenkrug
Erfurt, Dorotheenthal, datiert 1748
Hellgrau glasierte Fayence mit mehrfarbiger Scharffeuer-Bemalung, Jäger mit Hund zwischen zwei Bäumen. Zinnmontierung mit scharniergelagertem Deckel (am Kugeldrücker eingerissen und leicht verbogen), bezeichnet "W.G.M. 1748". Höhe 21,5 cm.

Zustand: II- Limit: 2200 EURO
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Los Nr. 14
Professor Manfred Schatz (1925-2004)
Wildschweine in Winterlandschaft
Öl auf Leinwand und Keilrahmen, um 1960/70. Drei Wildschweine traversieren eine karge, verschneite Lichtung. Rechts unten signiert "Schatz". In vergoldetem Rahmen. Bildgröße 60,5 x 80,5 cm, gerahmt 79 x 99 cm.
Professor Manfred Schatz besuchte 1940 - 43 die Kunstgewerbeschule Stettin und die Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1949 kehrte er aus Kriegsgefangenschaft zurück und widmete sich der Tiermalerei. Auf den Int. Kunstausstellungen in Florenz 1964 erhielt er eine Silbermedaille, in Toronto 1975 wurde er zum bedeutendsten Maler wildlebender Tiere erkoren und in Nürnberg 1985 gewann er eine Goldmedaille. 1987 wurde er Professor der St. Ambrose University in Davenport/USA.

Zustand: I- Limit: 2500 EURO
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Los Nr. 15
Jagdliche Pfeife
süddeutsch, vermutlich Lebrecht Schulz in Meiningen um 1840
Pfeifenkopf aus geschnitztem Hirschhorn mit Silbermontierung. Im Halbrelief Darstellung zweier Jäger auf der Pirsch, gegenseitig liegender Hirschbulle. Pfeifendeckel mit Jagdhundedarstellung, Rohr aus gedrechseltem Horn mit eingeschobener Hirschhornrosette. Anhängende, silberne Erbskette. Größe 28 cm.

Zustand: II Limit: 2300 EURO
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Los Nr. 16
Jagdlicher Elfenbein-Sturzbecher
England um 1820
Vollplastisch geschnitzter Becher in Form eines Jagdhundkopfes mit angelegten Ohren und fein modelliertem Halsband. Kleiner Chip am Rand. Länge 16,5 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 17
Großer Ammonit
Kreidezeit, Alter ca. 120 Mio. Jahre
Versteinertes Gehäuse eines mächtigen Ammoniten. Nahezu vollständig erhaltenes, schön ausgebildetes Fossil, teils mit Resten des umgebenden Gesteins. Durchmesser des Ammoniten ca. 49 cm.

Zustand: II- Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 18
Kieferfragment eines Raubsauriers
ca. 80 Mio. Jahre v.Chr.
Sandstein-Fossil mit großem Kieferfragment und zahlreichen kleineren Kieferbruchstücken. Deutlich erkennbarer, versteinerter Kieferknochen mit kräftigen, dunklen, kegelförmigen Zähnen (teils gebrochen bzw. bestoßen). Auf eisernem Ständer. Maße ca. 28 x 53 cm.

Zustand: II-III Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1600 EURO

Los Nr. 19
Ei eines Aepyornis Maximus
Madagaskar vor 1600
Auch als Madagakarstrauß, Elefantenvogel oder "Vogel Rock" bekannte, straußenähnliche Laufvogelart, die vor gut 400 Jahren ausgerottet wurde. Der Madagaskarstrauß gilt mit ungefähr drei Metern Höhe als größter jemals existierender Vogel. Die Schale seiner Eier ist so stabil, dass die Ureinwohner Madagaskars sie als Wasserbehälter nutzten (Füllmenge ca. 7,5 Liter). Gut restaurierter Bodenfund. 32 x 23 cm.

Zustand: III Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2300 EURO

Los Nr. 20
Narwalzahn
18./19.Jhdt.
Hohler Stoßzahn mit typischer, spiralig gewachsener Struktur, am unteren Rand, ca. 8 cm langer Sprung. Auf runder Plinthe mit quadratischem Sockel montiert. Höhe ohne Standfuß 164 cm.

Zustand: II Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 21
Seychellennuss-Behälter
Indischer Ozean um 1900
Seltene Doppelnuss der Fächerpalme Lodoicea seychellarum mit einseitig klappbarem Deckel. Spätere Doppelscharniere aus versilbertem Messing mit zwei verschraubten Elfenbeinknöpfen. Nuss teilweise mittig geklebt. Höhe 30 cm.
Geschützte Doppel-Kokosnuss, die nur auf einer im indischen Ozean liegenden Inselgruppe vorkommt und nicht mehr exportiert werden darf.

Zustand: II- Limit: 1300 EURO
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Zuschlag 1600 EURO

Los Nr. 22
Nilkrokodil
Nordafrika, 19.Jhdt.
Hochwertiges Präparat mit drohend aufgesperrtem Rachen. Eingesetzte Glasaugen, schöne Patina. Schwanzspitze und Klauen teils beschädigt. Länge 197 cm.

Zustand: II-III Limit: 1600 EURO
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Los Nr. 23
Nilkrokodil
Nordafrika, 18./19.Jhdt.
Qualitätvoll präparierter Schädel mit Unterkiefer, Zähnen und eingesetzten Glasaugen. Die Haut flach ausgebreitet, kräftig ausgebildete Panzerung mit bräunlicher Färbung. Schwanzspitze und Klauen teils beschädigt. Länge 263 cm.

Zustand: II- Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 24
Rhinozeros-Schädel
Deutsch-Ostafrika, datiert 1908
Jagdtrophäe eines kapitalen Spitzmaulnashorns. Vollständiger, skelettierter Schädel mit Unterkiefer und erhaltenem Gebiss. Schönes, kräftiges Horn, Länge 47 cm. Auf hölzerner Sockelplatte mit geschnitztem Astwerk montiert, bezeichnet "Ost-Afrika 1908". Länge des Schädels ca. 62 cm.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 25
Gorillaschädel
eines kapitalen Männchens, 19.Jhdt.
Gut erhaltener Schädel ohne Unterkiefer. Dunkle Patina, komplett erhaltenes Gebiss mit kräftigen, kegelförmigen Reißzähnen. Auf Holzsockel montiert. Länge 31 cm.

Zustand: II Limit: 1600 EURO
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Zuschlag 3800 EURO

Los Nr. 26
Kapitale Kudu-Trophäe
Süd-/Ostafrika um 1960
Hochwertig präparierte Kopftrophäe eines außergewöhnlich großen Kudus (Tragelaphus strepsiceros). Kräftige, jeweils ca. 99 cm lange Hörner (Spirallänge ca. 132 cm), eingesetzte Glasaugen. Auf hölzerner Wandtafel montiert. Höhe ca. 164 cm.

Zustand: II- Limit: 1300 EURO
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Los Nr. 27
Haut einer kapitalen Python
Südamerika um 1930
Komplette, gegerbte Haut einer ungewöhnlich großen Schlange der Gattung Python Regius. Länge der Haut ca. 7,50 Meter, Breite bis 62 cm.

Zustand: II Limit: 750 EURO
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Zuschlag 750 EURO

Los Nr. 28
Bronze-Faun
im antiken Stil, 17./18.Jhdt.
Tanzender Faun mit gelocktem Haar und zwei Zimbeln in den Händen. Auf späterem, mit Flammleisten gefasstem, achteckigem Holzsockel. Gesamthöhe 20 cm.

Zustand: II- Limit: 800 EURO
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Los Nr. 29
Viersichtiger Wendekopf
Perle eines Rosenkranzes, Frankreich, datiert 1741
Fein geschnitzter Doppelkopf aus Bein mit zentraler, vertikaler Lochung. Die Gesicher mittig geteilt. Auf der einen Seite zwei unterschiedliche junge Männer, die Gegenseite mit dem Gesicht eines alten Mannes bzw. einem Schädel. Restaurierte Altersrisse. Unterseitig signiert "Frère" und datiert 1741. Höhe 26 mm.
Schönes Kunstkammerobjekt mit Memento Mori Symbolik. Dem jugendlichen Antlitz wird das Alter bzw. der Tod gegenübergestellt.

Zustand: II- Limit: 1750 EURO
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verkauft

Los Nr. 30
Silbergefasstes Pektoralkreuz
süddeutsch um 1700
Seitlich und schauseitig schildpatteingelegter Ebenholzkorpus mit fein modelliertem Christus aus Silber über dem Schädel Adams. Vakantes Schriftband. An den Kreuzenden jeweils rechteckige Silberabschlüsse mit obenliegender Trageöse, die Rückseite mit fünf blütenförmigen Vernietscheiben. Höhe 27,5 cm.
Seltenes Kreuz in hochwertiger Ausführung.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1250 EURO

Los Nr. 31
Elfenbeinskulptur der Venus
deutsch oder böhmisch, Mitte 18.Jhdt.
Fein geschnitzte, vollplastische Figur der nackten Venus. Der Kopf zur Seite gewandt, mit einem Tuch die Scham bedeckend. Auf originalem Sockel aus Alabaster und Marmor. Höhe ohne Sockel 20 cm, mit Sockel 28,5 cm.
Qualitätvolle Arbeit in perfektem Zustand.

Zustand: II+ Limit: 2700 EURO
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Zuschlag 2900 EURO

Los Nr. 32
Samson im Kampf mit dem Löwen
süddeutsch, 1.Hälfte 18.Jhdt.
Fein geschnitzte Skulptur aus Lindenholz mit originaler farbiger Fassung. Der bärtige Samson in antikisierender Tracht, einen Löwen niederringend. Höhe 18 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 33
Barocker Pandur
süddeutsch, 1.Hälfte 18.Jhdt.
Fein gearbeitete Skulptur aus Lindenholz mit originaler farbiger Fassung. Leicht zur Seite gewandter Pandur mit Hut und Schultermantel, den Säbel ziehend. Auf geschwungenem, teilvergoldetem Sockel. Höhe 29 cm.

Zustand: II Limit: 1300 EURO
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Zuschlag 1300 EURO

Los Nr. 34
Silberhumpen mit Reliefdekor
Hanau um 1880, im Stil des 17.Jhdts.
Silberner Deckelhumpen mit getriebenem Dekor. Gestufter Standfuß mit Früchten und Blattdekor. Auf der Wandung zwei Kartuschen mit bacchantischen Szenen zwischen Groteskenmasken und Blattwerk. Figürlich gestalteter Griff. Scharniergelagerter Deckel mit zwei Landschaftsansichten, Knauf in Form eines vollplastischen Granatapfels. Auf dem Boden drei historisierende Punzen. Höhe 33 cm, Gewicht ca. 1180 g.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 35
Silberner Taschenbügel
Mitte 19.Jhdt., im Stil der französischen Spätgotik
Silberner Bügel einer Gürteltasche mit aufwändiger Dekoration in Form einer mittelalterlichen Burg mit fein detaillierten Türmen, Wehrgängen und Fenstern. Aufwändige Verriegelung mit Schiebesicherung in Drachenform und verstecktem Druckknopf. Beweglicher Innenbügel. Frontal fein durchbrochenes Maßwerk im Flamboyant-Stil, rückseitig gravierte Rankenornamentik. Schwere Öse zur Gürtelbefestigung. Mehrfach geschlagene Meistermarken. Breite 11,5 cm, Höhe 11 cm.
Hochwertige Arbeit des Historismus nach einem französischen Vorbild um 1450.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 36
Gotisches Türschloss
deutsch, 1.Hälfte 16.Jhdt.
Eisen geschmiedet und geschnitten. Grundplatte mit abgeschrägten, geschweiften Kanten und einseitiger, doppelt durchbrochener Deckplatte. Geschwungene Schlüsselführung mit ornamental geschnittenen Abschlüssen. Vernietete Kapelle mit aufwändigem, komplettem Eingericht. Gefederter Riegel und Klinkenachse mit geschnittenen Halterungen. Länge 19,7 cm.

Zustand: II- Limit: 2300 EURO
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Zuschlag 2800 EURO

Los Nr. 37
Zwei Kugelschlösser
süddeutsch, 16.Jhdt.
Schmiedeeiserne Kugelgehäuse mit Kupferlot. Runde Bügel, das kleinere Exemplar gestempelt "n" (Nürnberg?). Eiserne Hohldornschlüssel. Voll funktionsfähig. Größe 5 und 7,5 cm.

Zustand: II Limit: 1300 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 38
Sammlung Schlüssel
deutsch und französisch, 15.-18.Jhdt.
Unterschiedliche, eiserne Schlüssel, davon zwei mit Messing-Reide. Zehn Exemplare mit Hohldorn, 18 mit Volldorn. Dabei einige interessante Schlüssel mit ungewöhnlichen Dorn-Querschnitten und aufwändigen Bärten. Ein Klappschlüssel, zwei Doppelschlüssel. Größe 5,5 bis 17 cm.

Zustand: II-III Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 39
Kriegskasse
süddeutsch, Nürnberg oder Passau um 1600
Rechteckige, eiserne Truhe mit Bandbeschlägen und scharniergelagertem Deckel. Federverriegelte und gesicherte Schlossabdeckung, Kapellenschloss mit aufwändigem Eingericht und originalem Hohldornschlüssel. Acht Zuhaltungen, gravierte Schlossbeschläge mit eisernen Zierrosetten. Im Inneren eiserne Lade mit Klappdeckel. Zwei Fallriegel für Vorhängeschlösser, seitlich bewegliche Tragegriffe. Maße 44 x 105 x 48 cm.
Seltene, frühe Kriegskasse in sehr gutem Zustand.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Los Nr. 40
Kleine Kriegskasse
deutsch um 1650
Rechteckige, eiserne Truhe mit Bandbeschlägen und scharniergelagertem Deckel. Schauseitig Scheinschloss und zwei Fallriegel. Schloss mit Kuppelkapelle, originaler Hohldornschlüssel. Vier Zuhaltungen, reich durchbrochene und gravierte Schlossabdeckplatte mit Darstellung zweier Fabelwesen. Klappbare Deckelhalterung. Seitlich zwei Tragegriffe. Deckel mit kleiner Reparaturstelle. Maße 34 x 63 x 35 cm.

Zustand: II-III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 41
Große Kriegskasse
deutsch, Mitte 17.Jhdt.
Rechteckige, eiserne Truhe mit Bandbeschlägen. Scharniergelagerter Deckel mit zentralem Schlüsselloch und schiebbarer Schlüssellochabdeckung. Schloss mit aufwändigem Eingericht, Schlüssel ergänzt. Dreizehn Zuhaltungen, davon vier in den Ecken der Truhe greifend. Die Mechanik mit punzierten Zierbändern abgedeckt. Linksseitig verschließbare Innenlade, Schlüssel ergänzt. Schauseitig Scheinschlüsselloch, zwei Fallriegel für Vorhängeschlösser, davon einer unvollständig. Seitlich zwei bewegliche Tragegriffe. Reste alter Farbfassung. Maße 47 x 96 x 50 cm.

Zustand: II- Limit: 3200 EURO
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Los Nr. 42
Wandtresor
Fürstentum Liechtenstein, 1842
Massive Holzkonstruktion mit kräftigen, breiten, eisernen Mauerhalterungen. Innen geschwärzt und durch zwei Einlageböden unterteilt. Starker, eiserner Rahmen mit wuchtiger Kassettentür. Auf der Innenseite verschraubtes und vernietetes, komplexes Schloss mit 14 Zuhaltungen, dazu der originale Schlüssel. Abnehmbare innere Schlossabdeckung mit farbigem, handgemaltem, großem Staatswappen von Liechtenstein, darunter Jahreszahl 1842. Äußere Schlossabdeckung mit interessantem Uhrmechanismus (defekt). Höhe 77 cm, Breite 62,5 cm, Tiefe 45 cm (davon in der Mauer 40 cm).
Sehr schwerer, fürstlicher Tresor mit interessanter Schlosskonstruktion.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 43
zurückgezogen

Los Nr. 44
Pastiglia-Kästchen
Italien um 1500
Rechteckiges Holzkästchen mit leicht gewölbtem Deckel. Umlaufend farbig gefasster, teils punzierter Reliefdekor aus gemodelter Masse. Schauseitig zwei Portraitkartuschen, Deckel mit Darstellung des Orpheus zwischen den Tieren, in den Zwickeln stilisierte Lilien. Seiten und Rückwand mit Rauten- und Blütenmuster. Deckel mit tordiertem, eisernem Tragegriff, Scharniere aus Drahtösen. Das Innere mit ornamental gestempeltem Papier ausgeklebt. Maße 14,5 x 29 x 18,5 cm.

Zustand: II- Limit: 2600 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 45
Lederbezogenes Kästchen mit Runddeckel
flämisch oder französisch um 1500
Lederbezogenes Weichholzkästchen mit gewölbtem Stülpdeckel. Die Außenseite mit fein punziertem Blattrankendekor. An einer Längsseite Inschrift "Mater dey memento mey" in gotischen Minuskeln in zwei Registern. An den Schmalseiten Darstellung einer Schere und Monogramm bzw. Hauszeichen. Die Innenseite mit rotem Chagrinleder bezogen (beschädigt). Maße 11,5 x 21 x 12 cm.
Abgebildet in: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann, Bielefeld, Nr. 14.

Zustand: II- Limit: 4600 EURO
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Los Nr. 46
Spätgotisches Eichenholzkästchen
deutsch, 16.Jhdt.
Rechteckiges Kästchen aus Eichenholz in holzgestifteter Rahmenbauweise. Scharniergelagerter Deckel mit eisernem Tragegriff. Schloss mit geschweiftem Schlüsselblech, Schlüssel ergänzt. Schauseitig zwei fein geschnitzte Maßwerkrosetten, seitlich gotische Spitzbogenornamentik. Eiserne Bandscharnierbeschläge. Boden und Teile der Rückwand erneuert, Innenlade fehlt. Maße 14 x 26,5 x 16,5 cm.

Zustand: II- Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 47
Spätgotische Briefkassette
Südfrankreich oder Spanien, 16.Jhdt.
Rechteckige Holzkassette mit scharniergelagertem Deckel. Die Außenseite mit rotem Samt bespannt (teils berieben), darüber zahlreiche, geschwärzte, eiserne Spangen mit Ziernieten aus Eisen und Messing. Schauseitig zwei durchbrochene, eiserne Zierkartuschen. Schloss mit Fallriegel, Schlüssellochabdeckung mit geheimer Verriegelung, nicht zugehöriger französischer Schlüssel des 17.Jhdts. Deckel mit aufklappbarem, kleinem Brieffach. Die Innenseite und Boden mit originaler, farbiger Papierbespannung. Maße 12 x 19 x 28 cm.

Zustand: II- Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 3800 EURO

Los Nr. 48
Geätztes Eisenkästchen
Nürnberg um 1580
Rechteckiges Kästchen mit scharniergelagertem Deckel auf Kugelfüßen. Oberseitig Tragehenkel, Schlüsselloch mit verschiebbarer Abdeckung. Schloss mit zwei Zuhaltungen, originaler Schlüssel. Allseitig fein geätzter, jagdlicher Dekor mit springenden Hunden und Hasen zwischen Blattranken (teils berieben). Die Innenseite mit Mennige gestrichen. Kleine Fehlstellen und Restaurierungen. Maße 9 x 16 x 9,5 cm.

Zustand: II-III Limit: 2900 EURO
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Los Nr. 49
Geätztes Eisenkästchen
Nürnberg um 1580
Rechteckige, eiserne Kassette mit scharniergelagertem Deckel. Deckel mit beweglichem Tragegriff, vier Kugelfüße (einer ergänzt). Zentrales Schlüsselloch mit schiebbarer Abdeckung. Schloss mit zwei Zuhaltungen, originaler Schlüssel. Die Deckelinnenseite mit gebläutem, ornamentalem Dekor, die Innenseite mit Mennige ausgestrichen. Außenseiten mit fein geätzten Arabesken dekoriert. Maße 7 x 11,5 x 7,5 cm.

Zustand: II Limit: 1900 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 50
Eisenkästchen mit Jagdszene
Nürnberg um 1600
Rechteckige Kassette mit scharniergelagertem Deckel auf vier Kugelfüßen. Oberseitiger Tragehenkel, blütenförmige Ziernieten, zentrales Schlüsselloch mit Schiebeabdeckung. Kapellenschloss mit vier Zuhaltungen, Schlüssel ergänzt. Im Inneren gravierte Abdeckplatte und Messingrosetten. Hochwertige, originale Farbfassung mit frontaler Jagdszene. Umlaufender Blattdekor. Maße 12 x 18,5 x 11 cm.
Abgebildet in: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann, Bielefeld, Nr. 27.

Zustand: II Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 51
Eisenkassette mit Verkündigungsszene
Nürnberg, Anfang 17.Jhdt.
Rechteckige Kassette mit scharniergelagertem Deckel. Oberseitig aufgenietete Zierrosetten, zentrales Schlüsselloch. Kapellenschloss mit aufwändigem Eingericht, originaler Schlüssel, vier Zuhaltungen. Die Schlossmechanik mit gravierten Zierplatten verdeckt. Im Inneren federverriegelte Seitenlade, Deckel fehlt. Schauseitig zentrales Scheinschlüsselloch, seitlich zwei bewegliche Tragehenkel. Hochwertige, originale, gut erhaltene Farbfassung mit zentraler Verkündigunsszene. Die übrigen Seiten mit Blatt- und Volutendekor gefasst. Maße 13,5 x 29 x 14 cm.
Abgebildet in: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann Bielefeld, Nr. 28.

Zustand: II- Limit: 3800 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 52
Miniatur-Kassette
Nürnberg, Umkreis Michel Mann um 1600
Rechteckige Kassette aus feuervergoldetem Messing auf vier Scheibenfüßen. Der scharniergelagerte Deckel mit beweglichem Tragegriff, verschiebbare Schlüssellochabdeckung. Kapellenschloss mit acht Zuhaltungen. Schlossmechanik gebläut, original Schlüssel mit durchbrochener Reide. Die Außenseiten mit fein graviertem, jagdlichem Dekor mit Darstellungen von Rotwild, Einhörnern und einem Steinbock zwischen Rankenornamentik. Die Kanten mit gebläuten, durchbrochenen Auflagen, frontales Scheinschlüsselloch. Die Innenseite mit alter Bespannung aus rötlicher Seide. Maße 6 x 10 x 6,5 cm.

Zustand: II+ Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 9500 EURO

Los Nr. 53
Hochzeitslade
südwestdeutsch, Ende 16.Jhdt.
Breite, rechteckige Hochzeitslade aus Buchenholz mit leicht gewölbtem Schiebedeckel. Fein ausgeführte, originale polychrome Fassung auf Wismutgrund. Auf dem Deckel ein Paar in zeitgenössischer, modischer Tracht umgeben von Blütenranken. Die Seiten mit Blütendekor. Die frühere Inneneinteilung verloren. Maße 56 x 12 x 26 cm.

Zustand: II Limit: 4800 EURO
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Los Nr. 54
Wismut-Kästchen
südwestdeutsch um 1600
Stumpf zusammengeleimter Korpus aus Buchenholz mit flachem Deckel an Holzscharnieren. Auf den Seiten und (stark beriebenem) Deckel florale, mehrfarbige Temperamalerei über Wismutgrund, die Vorderseite mit dreikantiger Verblendung und inseitig eisernem Schloss (Schlüssel fehlt). 20,5 x 15,5 x 10 cm.

Zustand: II- Limit: 700 EURO
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Los Nr. 55
Lederbezogenes Kästchen
Frankreich oder Italien um 1580
Mit punziertem Leder bezogenes Holzkästchen. Scharniergelagerter, leicht gewölbter Deckel. Frontales Schloss mit eiserner, leicht geschweifter Schlossplatte, Schlüssel fehlt. Allseitig fein punzierter, teilvergoldeter Dekor aus Arabesken und verschiedenen Zierfriesen. Fehlstellen am Deckel. Das Innere mit Seide ausgeschlagen. Seitlich je zwei kleine, eiserne Ösen. Maße 7 x 8 x 10,5 cm.

Zustand: II-III Limit: 700 EURO
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Los Nr. 56
Kurierkassette
Frankreich, 2.Hälfte 16.Jhdt.
Schwere, eiserne Kassette mit leicht gewölbtem, scharniergelagertem Deckel. Ganzflächiger, feiner, goldener Groteskendekor (stellenweise berieben). Fallriegel mit geheimer Verriegelung an einer der beiden Schmalseiten, die andere identisch gestaltet jedoch mit Scheinschloss und Scheinscharnieren, originaler Schlüssel. Seitlich je zwei Befestigungsösen. Maße 9 x 11 x 16 cm.

Zustand: II Limit: 4200 EURO
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Los Nr. 57
Kurierkassette
Frankreich um 1600
Schwere, rechteckige Eisenkassette. Leicht gewölbter, scharniergelagerter Deckel mit drei Verstärkungsspangen. Schloss mit Überfallriegel und arretierbarer Schlüssellochabdeckung. Schlüssel ergänzt. Die Kanten mit umlaufenden Messingleisten mit geprägtem Liliendekor. Seitlich je zwei Befestigungsösen. Maße 13 x 16,5 x 29 cm.

Zustand: II- Limit: 2900 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 58
Opferstock
deutsch, 16./17.Jhdt.
Rechteckige, eiserne Kassette mit frontaler, scharniergelagerter Tür. Die Tür mit verborgener Verriegelung sowie Öse für Vorhangschloss. Oberseitig Münzeinwurf. Seitlich und im Boden Lochung zum Verschrauben mit dem Untergrund. Maße 16 x 12 x 10 cm.

Zustand: II- Limit: 800 EURO
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Zuschlag 1250 EURO

Los Nr. 59
Eisenkassette mit jagdlicher Bemalung
deutsch um 1650
Rechteckiges, eisernes Kästchen mit scharniergelagertem Deckel und vier Kugelfüßen. Kapellenschloss mit vier Zuhaltungen, gravierte Abdeckplatte. Frontales Scheinschloss, beweglicher Tragehenkel. Allseitig fein gemalter Dekor aus der 1.Hälfte des 18.Jhdts. Frontal Hirschjagd zu Pferde, Deckel und Seiten mit barocken Genreszenen. Leicht restauriert. Maße 15 x 23 x 14 cm.

Zustand: II Limit: 2300 EURO
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Zuschlag 2400 EURO

Los Nr. 60
Silberne Miniatur-Kassette
Niederlande, Mitte 17.Jhdt.
Kleines, rechteckiges Kästchen aus graviertem Silberblech. Gewölbter, scharniergelagerter Runddeckel mit Tragehenkel, vier Kugelfüße. Frontale Federsperre mit Druckknopf. Allseitig gravierter Dekor mit Genre-Kartuschen zwischen Blütenranken. Schauseitig Jagdszene, rückseitig weintrinkender Putto in weiter Landschaft. Reparaturstelle unterhalb des Deckelscharniers. Maße 7 x 8 x 5,5 cm.

Zustand: II- Limit: 3800 EURO
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Los Nr. 61
Schreibkassette
Frankreich um 1700
Rechteckige Kassette aus schildpattbelegtem Eichenholz mit scharniergelagertem Deckel. Auf der Oberseite reich durchbrochenes, eisernes Schlüsselschild mit vegetabiler Ornamentik. Schloss mit originalem Schlüssel. Innenseite teils mit Samt, teils mit Schildpatt und Wurzelholz ausgekleidet. An der Rückseite kleine Innenlade mit Unterteilung für Tintenfass, Sandstreuer und Schreibgerät. Stellenweise leicht restauriert. Größe 7 x 27,5 x 19 cm.
Abgebildet in: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann, Bielefeld, Nr. 40.

Zustand: II- Limit: 1900 EURO
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Los Nr. 62
Dokumentenkästchen
deutsch um 1700
Rechteckiges, hölzernes Kästchen mit leicht gewölbtem, scharniergelagertem Deckel. Die Außenseite mit fein gemaserter Rosskastanie furniert, die Ecken mit Messingbeschlägen, vier gedrückte Kugelfüße. Messingschlossplatte, intaktes Schloss mit originalem Schlüssel. Die Innenseite des Deckels mit zeitgenössischem, geprägtem, farbigem Papier ausgeschlagen. Maße 9,5 x 29,5 x 20 cm.

Zustand: II- Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 63
Silbermontierte Briefschatulle
deutsch, datiert 1701
Flaches, rechteckiges Kästchen mit leicht gewölbtem Deckel. Hölzerner Kern mit hochwertigem Wurzelholzfurnier (kleine Beschädigungen und Ergänzungen). Kugelfüße, Schlossplatte und Eckbeschläge aus fein graviertem Silber. Der Deckel mit ovaler Platte mit Monogramm "MEK" und Datierung 1701 unter Grafenkrone im Blattkranz. Funktionsfähiges Schloss, Schlüssel ergänzt. Das Innere mit Papier ausgekleidet. Maße 9 x 20 x 14 cm.

Zustand: II-III Limit: 2400 EURO
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Los Nr. 64
Reliquienkästchen
süddeutsch oder italienisch um 1700
Rechteckiges Kästchen aus Ebenholz mit reichen geometrischen Silberdrahteinlagen. Die vier Seiten und der Deckel mit fein gerahmten, alt verglasten Sichtfenstern (ein Glaspaneel am Deckel gesprungen). Reich geschnitzte Krone und Standfüße aus vergoldetem Lindenholz. Intaktes Schloss mit Schlüssel. Das Innere mit verblichener Seide ausgeschlagen. Maße 24 x 21 x 14 cm.

Zustand: II- Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 1800 EURO

Los Nr. 65
Holzkassette
norddeutsch um 1700
Kleines, rechteckiges Kästchen aus Nussbaumholz mit scharniergelagertem Deckel auf vier gedrückten Kugelfüßen. Deckel mit Tragegriff, frontales Schloss mit graviertem Messingschlüsselschild. Originaler Schlüssel mit Messingreide. Allseitig geschnitzter und geprägter Dekor. Deckel mit "IHS" und Wappenschild in ovaler Kartusche. Schauseite mit Hirschköpfen zwischen ornamentalem Dekor. Maße 10,5 x 14,5 x 9,5 cm.

Zustand: II- Limit: 900 EURO
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Zuschlag 920 EURO

Los Nr. 66
Sechseckiges Kästchen
Niederlande um 1700
Sechseckiges Holzkästchen mit flachem, scharniergelagertem Deckel. Die Außenseiten mit punziertem Messingblech belegt, die Kanten mit vernieteten Eisenbändern verstärkt. Schloss mit geschweiftem, eisernem Schlüsselblech, ergänzter Schlüssel. Deckel mit beweglichem Tragegriff. Im Inneren ältere Stoffbespannung. Maße 13 x 27 x 23 cm.
Provenienz: Sammlung Ferster, Niederlande.

Zustand: II Limit: 1300 EURO
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Los Nr. 67
Jagdliche Messingkassette
deutsch um 1730
Rechteckige Kassette aus Messingblech mit scharniergelagertem Deckel. Oberseitiger Tragegriff, vier verschraubte Standfüße. Reiche Ziereinlagen aus Kupfer, der Deckel mit Rocaillendekor, schauseitig Jagdszene. Schloss mit originalem Schlüssel. Maße 10,5 x 22 x 16 cm.

Zustand: II Limit: 800 EURO
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Los Nr. 68
Schildpatt-Kästchen
Frankreich um 1710
Rechteckiges Kästchen aus massivem Schildpatt, der scharniergelagerte Deckel mit geschrägten Kanten. Reich durchbrochene Beschläge aus feuervergoldetem Messing. Oberseitig beweglicher Tragegriff, frontale Schlossplatte mit Entriegelungsknopf. Im Inneren eingelegter Zwischendeckel mit rundem Knauf. Eine Seitenplatte leicht gesprungen. Maße 5,5 x 12 x 7,5 cm.
Abgebildet bei: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann, Bielefeld, Nr. 41.

Zustand: II Limit: 4200 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 69
Dokumentenkassette
Niederlande, 1.Hälfte 18.Jhdt.
Rechteckige Holzkassette mit scharniergelagertem Deckel. Allseitig feine Gitter-Marketerie aus Obstholz. Reiche Zierbeschläge aus Messing. Schlossabdeckung mit geheimer Verriegelung, Schloss mit originalem Hohldornschlüssel. Die Frontseite abklappbar, innen verriegelt. Darunter herausziehbare Schublade, die Handhabe verloren. Seitlich zwei Tragehenkel, in den Seitenwangen vertikale Bohrungen zur Fixierung der Kassette. Maße 18 x 28 x 18 cm.
Hochwertige Arbeit eines höfischen Ebenisten.

Zustand: II- Limit: 3800 EURO
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Los Nr. 70
Eisenkassette
deutsch, datiert 1755
Massive Kassette, Kanten mit geschwungenen, eisernen Auflagen verziert, verdecktes Schloss mit Schlüsselarretierung. Vorderseite mit Jahreszahl "1755". 32 x 19 x 21 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 71
Jagdliches Prunkkästchen
deutsch um 1800
Hölzerne Kassette mit scharniergelagertem, gestuftem Deckel. Die Oberfläche mit Schildpatt belegt. Eingelassene, fein geschnitzte Plaketten aus Bein mit Darstellungen von jagdlichen Szenen und Trophäenbündeln. Rahmen und Leisten aus Ebenholz. Gedrückte Kugelfüße aus Bein. Schloss mit originalem Schlüssel. Das Innere mit rotem Seidendamast bezogen. Maße 11,5 x 18 x 13 cm.
Abgebildet in: Kostbar und Geheimnisvoll, Katalog Museum Huelsmann, Bielefeld, Nr. 38.

Zustand: II Limit: 3800 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 72
Eisenkassette
Mailand, datiert 1835
Schwere, rechteckige Kassette mit scharniergelagertem Deckel. Schauseitig fein gravierte Messingschlossplatte mit vierstelligem Zahlenschloss. Die Platte signiert "Fr. Vago a Milano Ano 1835", daneben "No. 365". Deckel mit klappbarem Tragehenkel. Alte Farbfassung mit imitierter Holzstruktur. Maße 8,5 x 27,5 x 19 cm.

Zustand: II Limit: 500 EURO
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Los Nr. 73
Spätgotischer Mörser
süddeutsch um 1500
Bronzemörser mit schlanker, leicht konischer Becherform. Weit ausladende Lippe, seitlich zwei leicht gegratete Kanthenkel (einer beschädigt). Der Standfuß mit zwei Bändern gegliedert. Schöne, hochwertige Patina. Nicht zugehöriger, etwas späterer Pistill. Höhe 16,5 cm, Länge des Pistills 24,5 cm.

Zustand: II- Limit: 900 EURO
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Los Nr. 74
Bechergewichtssatz zu acht Mark
Nürnberg, Meister Johann Andreas Schmid um 1700
Großer Gewichtssatz aus Messing mit scharniergelagertem Deckel und beweglichem Tragegriff. Auf dem Deckel bezeichnet "8" und "M", daneben Meistermarke. Die Seiten mit Bandgliederung und gepunztem geometrischem Dekor. Im Inneren sechs erhaltene Einsätze, die kleinsten Gewichte fehlen. Die einzelnen Becher mit am Rand geschlagenen Gewichtsangaben, am Deckelboden wiederholte Gewichtsangabe und Buchstabe "A". Alle Gewichte am Boden nachtariert, vermutlich in der Gebrauchszeit in Frankreich neu geeicht und mit Lilien-Abnahme versehen. Höhe ohne Henkel 7 cm, mit 12,5 cm. Gewicht 1950 g.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 75
Reliefierter Bronzemörser
Italien, datiert 1750
Becherförmiger Mörser mit abgesetztem Standfuß und weit ausladender Lippe. Seitlich zwei kurze, zylindrische Handhaben, die Enden mit Maskarons abgeschlossen. Umlaufendes Schriftband "Del S Pietro Betoli 1750", darunter verschiedene reliefierte Pflanzen. Lippenrand leicht beschädigt. Höhe 11,5 cm.

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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Los Nr. 76
Beckenschlägerschüssel
Nürnberg, 2.Hälfte 16.Jhdt.
Großer Teller aus getriebenem und punziertem Messingblech mit breiter Fahne und gebördeltem Rand. Zentraler, halbplastischer Fischblasendekor mit zwei umlaufenden Schriftbändern. Ein Band mit Inschrift "IHS XPS UND MARIA HILF", das zweite Band mit Pseudoinschrift. Der Rand der Fahne mit umlaufenden Zierpunzen. Kleiner Riss zwischen Fahne und Steigbord. Durchmesser 41 cm.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 77
Reliefiertes Kupfergefäß
Italien, 17.Jhdt.
Handgetriebenes Gefäß mit zwei schmiedeeisernen Henkeln. Flächendeckender, getriebener Rankendekor. Schauseitig Wappen der Familie Barberini, Rückseite mit Blattmaskaron. Höhe 19 cm.
Aus der einflussreichen Familie Barberini stammt Papst Urban XIII.

Zustand: II Limit: 700 EURO
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Zuschlag 700 EURO

Los Nr. 78
Zunderbüchse
Iserlohn um 1770
Runde Büchse aus Messing mit beidseitigen, kettengesicherten Stülpdeckeln. Umlaufender, geprägter Dekor mit zentraler Kartusche Friedrichs I. von Preußen, daneben Schlachtendarstellungen, beschriftet Friedberg, Kisseldorf, Prag und Rossbach. Am unteren Rand signiert "Iohan Adolph Keppelmann". Größe 9 cm.
Seltene, ungewöhnliche Arbeit in Art der bekannten Iserlohner Tabaksdosen.

Zustand: II Limit: 600 EURO
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Zuschlag 800 EURO

Los Nr. 79
Eiserne Dochtschere
deutsch um 1650
Dochtschere aus geschwärztem Schmiedeeisen. Großer, spitz zulaufender Dochtkasten, die Griffe mit fein geschnittenen Zierbalustern und geschwungenen Fingerösen. Länge 21,5 cm.

Zustand: II Limit: 500 EURO
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Los Nr. 80
Dochtschere mit Federmechanik
süddeutsch um 1740
Eiserne Dochtschere mit graviertem und geschnittenem Dekor. Der Dochtbehälter mit gefedertem Springdeckel und seitlichem Abzug (Mechanik leicht defekt). Griff aus Nussbaumholz mit geschnitztem Monsterkopf. Länge 21 cm.
Seltene, qualitätvoll gearbeitete Dochtschere mit ungewöhnlich aufwändiger Mechanik. Vermutlich Arbeit eines Büchsenmachers.

Zustand: II Limit: 1600 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 81
Narwalzahn-Gehstock
England um 1800
Schwerer Gehstock mit Schuss aus einem besonders schön gedrehtem Narwalzahn. Massiver Knauf aus Elfenbein mit Manschette aus Palisander. Länge 100,5 cm.

Zustand: II Limit: 3800 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 82
Knotenstock mit Mohrenkopfknauf
englisch, Ende 19.Jhdt.
Gehstock mit Schuss aus Haselnuss mit gewachsenen Knoten. Der Knauf in Form eines Mohrenkopfes (bestoßen, Fehlstellen) mit eingesetzten Glasaugen, Mütze und Zigarette aus Elfenbein. Manschette aus Neusilber. Länge 64 cm.

Zustand: II-III Limit: 800 EURO
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Los Nr. 83
Seltener Gehstock mit Schuss aus Rhinozeros-Horn
englisch, 19.Jhdt.
Langer Elfenbeingriff mit kugeligem Knauf, der konische Schuss aus poliertem Rhinozeros-Horn. Länge 86,5 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 84
Gehstock mit geschnitztem Elfenbeingriff
deutsch, 19.Jhdt.
Plastisch geschnitzter Griff in Form eines Pferdekopfes mit eingesetzten Glasaugen und Neusilberzwinge, der konische Schuss aus Mahagoniholz mit Hornspitze. Länge 95,5 cm.

Zustand: II Limit: 850 EURO
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Zuschlag 850 EURO

Los Nr. 85
Äquatorialsonnenuhr
Augsburg, 18.Jhdt.
Achteckiges, mit Blattwerk graviertes Gehäuse. Aufklappbare Skalen mit gefedertem Gnomon. Im Gehäuse Kompass mit fein gravierter Skala. Dazu Originaletui mit rötlich braunem Leder bezogen. Am Boden signiert "Johan Schrettegger in Augsburg". Durchmesser 5,8 cm.

Zustand: II Limit: 900 EURO
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Los Nr. 86
Tischglobus
Ludwig Julius Heymann, Berlin um 1890
Beweglicher Globus mit hölzernem Standfuß. Papierbezogene Weltkugel mit Herstellerbezeichnung Heyman, Berlin. Umlaufende Ringe mit Längen- und Breitenskalierung aus Holz und Messing. Gedrechselte Standsäule auf drei Füßen. Papierauflagen stellenweise leicht beschädigt/restauriert. Durchmesser ca. 30 cm, Höhe 61 cm.

Zustand: II- Limit: 900 EURO
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Zuschlag 900 EURO

Los Nr. 87
Julius Caesar, Commentaria
Johannes Grüninger in Straßburg, datiert 1508
Ausführliche Beschreibung des Lebens, Werkes und der Feldzüge Julius Caesars in deutscher Sprache, 143 Blatt. Zahlreiche, teils figürlich gestaltete Majuskeln, elf vollseitige und fünf halbseitige Holzschnitte. Titelblatt sowie Blatt 1, 2, 5 und 6 der Vorrede fehlen. Kleinere Fehlstellen, leicht wurmstichig. In Ledereinband des 18.Jhdts. 32 x 22 cm.

Zustand: II-III Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 88
Parade-Pferdegarnitur
deutsch oder flämisch um 1700
Reich bestickte Garnitur bestehend aus Schabracke, einem Paar Schabrunken und Behang für Brust und Kruppe. Roter Wollstoff mit Leinenfutter. Aufgenähte Applikationen aus unterschiedlichen, teils bestickten Stoffen und Kordeln. Brustbehang und Schabrunken mit gestickter, bekrönter Chiffre "EB". Kruppenbehang mit großem, ungedeutetem Grafenwappen in Trophäenkartusche. Umlaufende, doppelte Borten aus rotem Samt (stark berieben). Anhängende Lederberiemung. Maße der Kruppendecke 150 x 172 cm.

Zustand: II- Limit: 10000 EURO
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Los Nr. 89
Portrait-Muschelcollage
im Stil von Giuseppe Arcimboldo, Italien um 1840
Plastisch aus Muscheln und Korallen gefertigte Halbbüste mit anhängender Perlenkette. Der Hintergrund mit seitlichem Muschel- und Korallenbesatz auf gedrucktem Papier. Im verglasten Holzkasten mit rs. Öse. Höhe 24 cm.
Giuseppe Arcimboldo, 1527-93, bekannt für seine bizarren Kompositionen aus Gemüse, Blumen und Muscheln.

Zustand: II Limit: 1400 EURO
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Los Nr. 90
Magnaten-Schmuckgarnitur
Ungarn, 19.Jhdt.
Verglaster Schaukasten mit geheftetem Gürtel, Halsschmuck, Sporen und zahlreichen Knöpfen. Alle Teile vergoldet und mit farbigem Glasstein- bzw. Wachsperlenbesatz. Kastengröße 51 x 41 cm.

Zustand: II+ Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 91
Spielzeug-Passagierschiff mit Dampfantrieb
Märklin um 1910
Blech handlackiert. Detaillierte, abnehmbare Aufbauten mit drei Schornsteinen und elf (von ursprünglich 20) Rettungsbooten. Aufbauten teilweise nachlackiert, Dampfkessel, beide Anker und eine Schiffsschraube fehlen, Rumpf steuerbordseitig verbeult. Länge 98 cm.
Imposantes Zeugnis früher, deutscher Blechspielzeug-Technik.

Zustand: II- Limit: 7500 EURO
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Zuschlag 21000 EURO

Los Nr. 92
Portrait eines Feldherren
flämisch, Mitte 17.Jhdt.
Öl auf Leinwand. Brustportrait eines barocken Feldherren in geschwärztem Pappenheimer-Harnisch. Den Blick zum Betrachter gewandt, die Linke auf dem Helm ruhend, in der Rechten einen Marschallstab haltend. Um den Hals einen spitzenbestickten Seidenschal mit Schmuckbrosche, an der Brust reich silberbestickte Schärpe. Im Hintergrund halb zur Seite geraffter Vorhang, dahinter Wolkenlandschaft. Restauriert mit Ergänzungen, doubliert. In hölzernem Flammleisten-Rahmen. Bildmaß 80 x 63, Rahmenmaß 94 x 77 cm.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Los Nr. 93
Rückkehr von der Falkenjagd
deutsch/flämisch, wohl 19.Jhdt.
Gemälde, Öl auf Holz, links unten monogrammiert "CL.W". Bei Abenddämmerung kehrt ein vornehmer Jäger zu Pferde, begleitet von seinem Falkner und Jagdhund in die Stadt zurück. Meisterlich gemalte, mittelalterliche Stadt mit Figurenstaffage. Ungerahmt. 37,5 x 48,5 cm.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 94
Orientalische Gerichtsszene
Salomon de Koninck (1609-1656) zugeschrieben
Öl auf Holz, parkettiert. Mehrfigurige (biblische?) Szene in weiter Architekturkulisse. Im Zentrum des Bildes der kniende Bittsteller, links davon der Richter in reicher, orientalischer Tracht, umgeben von Schreibern und Assistenten. In späterem, dunklem Flammleistenrahmen. Bildmaß 46 x 63 cm, Rahmenmaß 69 x 85 cm.
Salomon de Koninck ab 1630 Mitglied der Amsterdamer Lucasgilde. Bekannt für seine Genrebilder in der Manier Rembrandts.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Los Nr. 95
Nubischer Sklave
Frankreich, 1.Hälfte 19.Jhdt.
Portrait, Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. Kopf eines nubischen Sklaven, den Blick vom Betrachter abwendend. Oberfläche mit starkem Craquelé, unsigniert. In goldfarbenem Holzrahmen. Rahmenmaß 57 x 48 cm.

Zustand: II- Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 96
Gustav Adolph Goldberg
Portrait eines Arabers, datiert 1889
Pastellkreide auf Karton. Bärtiger Araber mit Turban und Kaftan, den Kopf leicht zur Seite gewandt. Rechts unten signiert und datiert. In zeitgenössischem schwarz lackiertem Holzrahmen, hinter Glas. Leichter Wasserfleck am unteren Rand. Rahmenmaß 51 x 41 cm.
Gustav Adolph Goldberg (1848-1911), Meisterschüler von Kaulbach und Piloti, tätig in München.

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1100 EURO

Los Nr. 97
Zwei Glasgemälde
deutsch, wohl 19.Jhdt.
St. Georg zu Pferde, den Drachen tötend, und St. Michael stehend in gotischem Harnisch, die linke Hand auf einer Tartsche liegend. Rotes und blaues Überfangglas, polychrome, Schwarzlot- und Silbergelb-Bemalung. Restaurierungen und Ergänzungen. Maße der Gemälde 40 x 34 cm und 59 x 26 cm. Umlaufend spätere Fassung in mattgelben und weißlichen Rauten. Gesamtmaße 137 x 49,5 cm, dazu zwei passende Seitenflügel in gleicher Ausführung 70 x 49,5 cm.

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2300 EURO

Los Nr. 98
Glasgemälde
deutsch, wohl 19.Jhdt.
Im Gebet kniender gotischer Ritter des 15.Jhdts. in seiner Rüstung, zu seinen Füßen in der rechten unteren Ecke großes, behelmtes Familienwappen mit drei platzenden Granaten und drei Eichenblättern. Umlaufendes Schriftbandeau, darüber Blütenranken mit wilder Frau und wildem Mann. Rotes und blaues Überfangglas, polychrome, Schwarzlot- und Silbergelb-Bemalung. Restaurierungen und Ergänzungen. Maße gerahmt 90,5 x 45,5 cm.

Zustand: II- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 99
Berner Bär
Schweiz, 19.Jhdt.
Vollplastisch aus Holz geschnitzt mit strukturiertem Fell, eingesetzten Glasaugen und seitlichem Eichenstamm. Die reliefierte Plinthe mit eiserner Einsatzschale. Figur partiell berieben und mit einigen Schwundrissen, die Stammspitze unvollständig. Höhe 117 cm.

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2300 EURO

Los Nr. 100
Herkules
deutsch, 19.Jhdt.
Große, braunschwarz gefasste, dreiviertelplastische Holzfigur mit abgeflachtem Rücken. Ausdrucksvoll geschnitztes Gesicht und Muskulatur, um Kopf und Lende jeweils Blütenkranz, die rechte Seite mit langer Keule. Größe 168 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Los Nr. 101
Henri Honoré Plé
Arabischer Krieger
Bronzeskulptur, Paris um 1890. Bärtige Figur mit Turban, Krummschwert und Dolch. In der linken Hand Fahne mit Halbmondspitze, die quadratische Plinthe signiert "Henri Plé". Hervorragende Qualität. Höhe 141 cm.
Henri Honoré Plé, Paris, 8.3.1853 - 31.1.1922, Schüler von Picault und Math. Moreau. Bildwerke in Paris an den Fassaden des Hotel de Ville und der Mairie des 12. Arrondissement sowie auf der Square de la Tour St. Jacques.

Zustand: II Limit: 7500 EURO
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Zuschlag 24000 EURO

Los Nr. 102
Antiker Krieger zu Pferd
Bronzeskulptur von Kurt Hermann Hosaeus um 1910
Der nackte Krieger mit gegürtetem Schwert und Helm, sein Pferd an felsigem Ufer tränkend. Die beweglichen Zügel um die Fußknöchel gebunden. Die Plinthe signiert "Hosaeus", Nummer "D 1087". Auf schwarzer Marmorplatte. Ca. 49 x 49 x 21,5 cm.
Kurt Hermann Hosaeus, geb. 1875 in Eisenach, arbeitete in Berlin.

Zustand: I-II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2500 EURO

Los Nr. 103
Richard Rusche
Gordon Setter
Bronze mit dunkler Patinierung. Hund zwischen Blattstauden, den Kopf witternd erhoben. Auf gekehlter Plinthe mit Signatur "Rusche". Höhe 44, Länge 73 cm.
Richard Rusche, Tierbildhauer in Berlin. Geboren 1851 in Diesdorf bei Magdeburg, Schüler Fritz Schnappers.

Zustand: I-II Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 104
Metallarbeiter
Bronzeskulptur, deutsch, 20er Jahre
Detaillierte Darstellung eines Arbeiters einen Plan studierend, zu seinen Füßen verschiedene Bauteile. Auf der viereckigen Plinthe signiert "Schmidt-Felling". Viereckiger Sockel aus Serpentin und Holz. Höhe 101 cm, Gewicht ca. 40 kg.
Julius Schmidt-Felling (1855-1930) war in Berlin tätig.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Los Nr. 105
Stierkampf
Bronzeskulptur von Cesare Mario Ferrari
Ein Picadero platziert seine Lanze im Nacken des Stieres, der mit gesenktem Haupt die Flanke seines Pferdes attackiert. Die Plinthe signiert "C. Ferrari" und mit Marke "Bronze Garanti". Die Zügel beweglich. Ca. 40 x 55 x 26 cm.
Hervorragende Arbeit.

Zustand: I-II Limit: 3800 EURO
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Zuschlag 3800 EURO

Los Nr. 106
Silbertauschiertes Schwert
islamisch, 13./14.Jhdt.
Gerade (leicht verbogene), zweischneidige Klinge mit Resten einer Griffniete auf der konischen Angel. Eiserne Parierstange mit kupferverlöteter Griffhülse und beidseitig streifenförmiger Silbertausia. Pilzförmiger Eisenknauf, die ovale Hülse mit seitlichem Ring für die Handschlaufe. In der ganzen Länge erhaltener, an der Parierstange teilgereinigter Bodenfund mit sehr guter Substanz. Länge 95,5 cm.
Extrem seltenes Schwert mit vermutlich syrisch/mamelukischer Provenienz.
Vgl. Islamic Swords and Swordsmiths, Istanbul 2001, Plate No. 80-83, und Islamiske vaben i dansk privateje, Kopenhagen 1982, Nr. 24.

Zustand: III Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 11000 EURO

Los Nr. 107
Silbermontierter Shamshir
osmanisch um 1800
Kräftige Rückenklinge aus Wootzdamast mit zweischneidiger (etwas korrodierter) Spitze. Am terzseitigen Ansatz gravierte, in Resten goldeingelegte Marke. Floral gestochene Parierstange mit granuliertem (fragmentarischem) Griffband, von den beiden Walrossgriffschalen eine gesprungen. Chagrinlederbezogene, drahtvernähte Holzscheide mit floral schön geschnittener Silbergarnitur (terzseitiger Ortbeschlag mit Fehlstelle). Länge 92 cm.

Zustand: II- Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2500 EURO

Los Nr. 108
Silbermontierter Shamshir
osmanisch um 1840
Gekrümmte Rückenklinge aus fein gemasertem Wootzdamast. Reliefierte, an den Enden blütenförmig verzierte, S-förmige Parierstange mit beidseitigem Trophäenbündeldekor. Zwei Horngriffschalen mit reliefierten Knaufösen, das vergoldete Griffband mit feinen Blütenranken getrieben. Griffkette fehlt. Qualitätvolle Silberarbeit. Länge 87,5 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 2700 EURO

Los Nr. 109
König Otto von Griechenland
Silbermontierter Geschenk-Shamshir an Freiherr von Hohenhausen, datiert 1867
Kräftige Rückenklinge aus schön gezeichnetem Wootzdamast mit Resten einer gravierten Marke auf der Terzseite. Floral reliefierte, Parierstange aus vergoldetem Silber mit oberseitig gravierter Inschrift "OTTO KOENIG V. GRIECHENLAND 1867 DEM GENERALCAPITAIN FREIH. V. HOHENHAUSEN". Floral punziertes Griffband mit zwei Nashorngriffschalen (Kette und eine Knauföse fehlen). Im Mittelteil chagrinlederbezogene Holzscheide mit en suite getriebenen, jeweils mit Tugra gestempelten Silberbeschlägen. Länge 99 cm.
Hochwertig gearbeiteter, osmanischer Säbel.
Leonhard Freiherr von Hohenhausen-Hochhaus, Erzieher des Königs Maximilian II. von Bayern, Bruder König Ottos von Griechenland wurde im Frühjahr 1848 an den griechischen Hof entsandt, um die Thronbesteigung Maximilians anzukündigen. Der Generalkapitän der Leibgarde der Hartschiere erhielt er nach der Rückkehr Ottos nach Bayern diese Waffe als Erinnerungsstück. König Otto verlieh ihm bereits 1848 das Großkreuz des Griechischen Erlöserordens. Hohenhausen starb als hochdekorierter General der Kavallerie 1872. Siehe Dokumentennachlass Hohenhausens, Hermann Historica, 32. Auktion 1995, Lose 3590 - 3644.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 11500 EURO

Los Nr. 110
Silbermontierter Shamshir
Ägypten um 1800
Kräftige Rückenklinge aus Wootzdamast mit terzseitig goldtauschierter (etwas beriebener) Marke. Gegratete Parierstange und glattes Griffband aus Silber mit zwei Nashorngriffschalen. Anhängend originaler (leicht verschlissener) Faustriemen mit Quaste. Hölzerne, mit breiter Silbernaht vernähte, chagrinlederüberzogene Scheide, die glatten Silberbeschläge jeweils dreifach gestempelt. Klappe vom Rückenspalt fehlt. Länge 95 cm.

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 3600 EURO

Los Nr. 111
Silbermontierte Prunkschaschka
Dagestan, Ende 19.Jhdt.
Beidseitig mehrfach gekehlte, an der Spitze zweischneidige Rückenklinge mit terzseitig kleiner Schmiedemarke. Fein punzierter, gravierter und partiell niellierter Griff mit vergoldetem Grund. Chagrinlederüberzogene Holzscheide mit en suite gearbeiteten, vergoldeten Beschlägen. Zwei silberne Trageringe. Feiner Zustand und Verarbeitung. Länge 97 cm.

Zustand: II Limit: 2800 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 112
Schwert mit Wootzdamastklinge
Persien, 19.Jhdt.
Leicht gegratete, gekehlte Klinge mit messingunterbrochener, fünfteilig geätzter Schriftkartusche, geschnittenen Floralmedaillons und messingeingelegten Kartuschen u.a. mit Herstellersignatur. Eiserner Griff mit geätztem (etwas verwischtem) Schriftdekor, die Parierstange mit stilisierten Drachenkopf-Abschlüssen. Schwarzledern bezogene Holzscheide, die zwei eisernen Tragespangen mit geätzten Dekor-Inschriften. Länge 89 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 1800 EURO

Los Nr. 113
Silbereingelegte Khanda
Indien, 18.Jhdt.
Gekehlte, an der Spitze verbreiterte und zweischneidige Rückenklinge mit terzseitiger Schmiedemarke. Das geschnittene Eisenbügelgefäß mit Mitteleisen vollflächig mit Lotusblüten und Rankendekor in Silber eingelegt. Länge 100 cm.

Zustand: II Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 2400 EURO

Los Nr. 114
Goldtauschierte Firangi
Indien, 18.Jhdt.
Zweischneidige, beidseitig gekehlte, europäische Klinge. Das teilweise durchbrochene und geschnittene Wootzdamast-Bügelgefäß mit Dorn floral goldtauschiert. Textile Griffwicklung. Rotsamten (Flor berieben) überzogene Holzscheide mit goldtauschiertem, eisernem Ortbeschlag. Länge 107 cm.

Zustand: II Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 115
Silberplattierte Pata
Südindien, 18.Jhdt.
Beidseitig gekehlte Klinge mit eingelegten Silberpunkten am Ansatz. Eiserner, silberplattierter und partiell vergoldeter Hand- und Unterarmschutz mit fein getriebenem und graviertem Ranken- und Blütendekor. Unterseitiger Gegenbügel und Griffstange, späteres Samtfutter. Länge 121,5 cm.
Ungewöhnlich fein verarbeitete, gut erhaltene Pata.

Zustand: II+ Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 5600 EURO

Los Nr. 116
Goldtauschierter Pesh Kabz
Nordindien, 19.Jhdt.
Geschwungene Wootzdamastrückenklinge mit beidseitig floraler Goldtausia am Ansatz, die Terzseite mit kurzer, gravierter Hindi-Inschrift. Abschraubbarer, als Behälter verwendbarer, vollflächig mit Blütenranken reliefierter und goldtauschierter Eisengriff. Feine Erhaltung. Länge 34,5 cm.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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verkauft

Los Nr. 117
Silbergefasster, emaillierter Khandshar
Kaschmir, 19.Jhdt
Zweischneidige Wootzdamastklinge mit beidseitig starkem Mittelgrat. Filigranbesetzter Silbergriff mit Blütenrankendekor in blauer und grüner Emaille (kleine Fehlstellen). Die en suite dekorierte, holzgefütterte Silberscheide mit seitlich jeweils drei versetzten Trageösen. Länge 37,5 cm.
Ein sehr ähnlicher Khandshar (dort als turkmenisch bezeichnet) in Islamiske vaben i dansk privateje, Kopenhagen 1982, Nr. 62.

Zustand: II Limit: 2900 EURO
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verkauft

Los Nr. 118
Höfisches Schwert mit Jadegriff
China, Qing Dynastie, Ende 18.Jhdt.
Gekehlte Rückenklinge mit beidseitig am Ansatz in Gold, Silber und Kupfer eingelegten Schriftzeichen, Drachen sowie geometrischem Dekor. Eisernes, vergoldetes, mit Drachen plastisch geschnittenes Parierteil. Der floral reliefierte, helle Jadegriff mit geflochtener Seidenkordel und korallenbesetztem Zierbehang. Vollflächig mit Pfirsich-Baumrinde geometrisch beklebte Holzscheide, die vergoldeten Eisenbeschläge en suite mit beweglichen Drachen in ornamentalem Umfeld durchbrochen gearbeitet. Originaler Tragegurt aus Seide mit vergoldeten Schnallen. Länge 95 cm.
Phantastische Qualität und Erhaltung.
Vgl. zwei sehr ähnliche Schwerter in "Treasure of Imperal Court", Palastmuseum Peking, Hong Kong 2004, Nr. 160 u. 161.

Zustand: II+ Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 115000 EURO

Los Nr. 119
Beschnitzter Elfenbeinzahn
China, 19.Jhdt.
Umlaufend plastisch und fein durchbrochen geschnitzt mit Figurengruppen und Architekturstaffagen in vegetativer Landschaft. Phantastische Schnitzarbeit. Außenlänge 85 cm, Gewicht 2,14 kg.

Zustand: II+ Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 120
Doctor's Lady
China, 19.Jhdt.
Geschitzte Figur einer unbekleideten, liegenden Dame aus Elfenbein. Die Haare mit aufwändiger Hochsteckfrisur dunkel eingefärbt. Holzsockel mit volutenförmig eingerollten Standfüßen. Länge der Figur 17,5 cm.
Da es in Asien früher als unschicklich galt, dass ein männlicher Arzt eine Patientin untersucht, wurden die Beschwerden ersatzweise anhand solcher Figuren besprochen.

Zustand: II+ Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1800 EURO

Los Nr. 121
Kastane
Ceylon, 19.Jhdt.
Gekrümmte, schmale Rückenklinge mit silberbelegter, gravierter Fehlschärfe. Das teils vergoldete Silbergefäß fein ziseliert, farbig bemalt und mit Rubinen und Similisteinen (einer fehlt) eingelegt. En suite getriebene Silberscheide. Länge 62,5 cm.
Sehr feine Ausführung.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 122
Silbermontierte Kastane mit Wootzdamastklinge
Ceylon, 19.Jhdt.
Kräftige, am Rücken verstärkte und goldtauschierte Klinge mit zweischneidiger Spitze und beidseitig arabeskenförmig geschnittenem Ansatz. Vergoldeter, extrem fein geschnittener und punzierter Silbergriff, die Monsterkopfabschlüsse mit gefassten Rubincabochons. Ganzflächig ornamental getriebene Silberscheide mit beidseitig zahlreichem Türkisbesatz, zwei seitliche Trageösen. Silber teilweise gedunkelt. Länge 72 cm.
Provenienz: Sammlung Max Dreger/Berlin vom 8. Dezember 1925 Los Nr. 83.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 13000 EURO

Los Nr. 123
Lantaka
Malaysia, 18./19.Jhdt.
Schweres, konisches Bronzerohr mit Standkorn und verstärktem Mündungswulst. Oben liegendes Zündloch, seitliche Schildzapfen an Schwenkgabel. Verstärkter Stoßboden mit Tülle für den Führungsstab. Länge 104 cm. Gewicht 34,5 kg.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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verkauft

Los Nr. 124
Lantaka
Malaysia, 18./19.Jhdt.
Bronze mit schwarzbrauner Patina. Leicht konisches, mit ornamentalen Auflagen verziertes, schweres Rohr im Kaliber 30 mm. Sternförmig verstärkte Mündung, das kannelierte Kammerstück mit obenliegendem Zündloch, Kugelkimme und zwei Doppelhenkeln. Seitliche Schildzapfen an Schwenkgabel, der verstärkte Stoßboden mit Tülle. Länge 114 cm, Gewicht 34 kg.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 125
Silbertauschierter Helm
Korea, 18./19.Jhdt.
Schwarz gefasste, zweiteilig getriebene, schwere Eisenglocke mit Federbuschtülle und vernietetem Stirnschutz. Das halbrunde Scheitelstück, Augenschirm und die beiden vernieteten Nahtabdeckungen floral/geometrisch silbertauschiert. Am unteren Rand Löcher für den fehlenden, textilen Nacken- und Wangenschutz. Höhe 33 cm.
Vgl. H.R. Robinson, Oriental Armour, London 1967, Plate XXV.

Zustand: II- Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 126
Rüstung der Moro
Philippinen, 19.Jhdt.
Körperschutz aus schwerem, nicht vernietetem Kettengeflecht aus Messingringen mit eingesetzten Panzerplatten aus dunklem Horn. Auf der Vorderseite zu öffnen, zwei Hakenverschlüsse aus Messing. Auf dem oberen Rücken die Hornplatten teils überlappend angebracht. Angesetzter Kragen und kurze Ärmel aus Kettengeflecht. Höhe ca. 62 cm.
Traditionelle Kriegsrüstung der Morokrieger bis zur blutigen Unterwerfung durch reguläre und irreguläre Truppen der USA ab 1898.

Zustand: II- Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 2400 EURO

Los Nr. 127
Tachi-Do-Nimai-Tosei Gusoku
Japan, mittlere Edo-Periode
Solide, bis auf das Mempo zusammengehörige Rüstung in gutem Zustand. 32-Platten Suji Kabuto aus Eisen mit dreistufigem Tehen Kanamono, Hachi in "russet iron". Fünfschübiger Hineno Shikoro in Kizuke. Kozane in Hana-Iro Kebiki-Bindung, wie auch alle anderen Rüstungsteile. Auf den Fukigaeshi in Kupfer das Kashi Mon der Makino-Familie. Nicht zugehöriges, eisernes Mempo vom Ryubu-Typ mit dunklem Bart und vierschübigem Yodare-Kake in Sugake gebunden. Sechsschübige Kizuke-Kozane Chu Sode. Tachi-Do mit siebenteiligem, sechsfach geschobenem Kusazuri mit schwarzem Bärenfellbesatz. Oda-Kote mit großem Hyotan Gane, auf den Tekko eiserner Blütenbesatz im Kaga-Stil, auf blauer Brokatseide. Kusari-Haidate mit Ikada und Hiji Gane. Hölzere, schwarzgelackte Transportkiste mit goldgelacktem Hanabishi Mon der Yanagisawa-Familie.

Zustand: II+ Limit: 7000 EURO
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Zuschlag 10500 EURO

Los Nr. 128
Hotoke Do Tosei Gusoku
Japan, zusammengestellt aus der mittleren und späten Edo-Periode
Hineno-Kabuto mit dreischübigem Ko Manju Shikoro, Helmhaube mit Wildschweinfell überzogen, hellblaue Kebiki-Bindung am Shikoro. Kreuzförmiges Leder-Mayedate Suji Chigai Mon des Generals Niwa Nagahide. Einfaches, eisernes Hambo mit dreischübigem Yodare Kake in blauer Sugake-Bindung. Nimai Hotoke-Do in hellem Sabinuri in Schwarzlack abgesetzt. Auf dem Do (Bindung oben beschädigt) großes Suji Chigai Mon in Goldlack. Siebenteilige, fünffach geschobene Kusazuri in blauer Kebiki-Bindung, dreischübiges Ko Hire. Einfache Kaga-Kote in hellem Sabinuri auf dunklem Leinen montiert. Siebenschübige, schwarz gelackte Ko Sode in blauer Sugake-Bindung. Kusari-Haidate mit Ikadas und runden Eisenapplikationen in braunem Sabinuri auf dunklem Leinengrund. Shino-Suneate in dunklem Sabinuri. Einfache, beschriftete Holz-Transportkiste.

Zustand: II- Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 5300 EURO

Los Nr. 129
Kabuto
Japan, mittlere Edo-Periode, unsigniert
Eiserner 62-Platten Helm in durchschnittlicher Schmiedequalität mit dunkler Sabinuri-Lackierung (einige Suji stellenweise beschädigt). Fünfstufiges Tehen Kanomono und Hinenoshikoro aus Kizuke Kozane mit dunkelblauer Bindung in Kebiki. Fukigaeshi und Mabezashi mit "spanischem" Leder bezogen, darauf das Fächer-Mon Maru Ni Hi No Maru Ogi. Aufsteckbares, unvollständiges Kuwagata Dai, die Kuwagata fehlen. Höhe ca. 25 cm.

Zustand: II- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 3800 EURO

Los Nr. 130
Yoroi Doshi
2.Hälfte Tokugawa-Periode
Klinge Kansuri toshi tzukuri (unsigniert), Kehlung in Naginata gomabashi hi. Hamon O Gunome midare in Nioi, Boshi ko maru mit Kaeri. Hadda Itame masame, leichte Ermüdungserscheinungen und kleine, flache Rostflecken. Nakago Mekugi ana, Suji chigai yasurime. Kushirae rote Ishime saya, schwarze Hornbeschläge, Kojiri ergänzt. Eisernes Kogai mit Auflagen in Form von Mollusken, Shirimono kotsuka mit geprägtem Himmelswächter. Eiserne Tsuba mit silbernen Kirschblütenauflagen. Fuchi kashira in Soten-Stil, Shakudo mit Samuraidarstellungen, vergoldete Schmetterlinge als Menuki. Beige Seidenwicklung über Same. Länge 39 cm.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 131
Naginata-Klinge in Shirasaya
signiert "Hizen Kuni Tada Yoshi", Japan um 1790
Nachpolierte Klinge in Kesho-Politur mit dünnem Suga Ha Hamon, Ko Maru, tiefes Kaeri. Vermutlich Ko Itame Hadda, beidseitig zwei Naginata Hi. Auf dem Nakago Kiri Yasurime ein Mekugi Ana. Montiert in einfacher Shirasaya. Länge 72 cm.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 132
Bronzekanone
Japan, mittlere bis späte Edo-Periode
Schwerer, seitlich leicht gebauchter, glatter Lauf im Kal. 40 mm in der Art der Kunitomo-Schule. Zweifach abgesetzte, floral gravierte Mündung mit Katafuji-Korn, auf der Laufschiene Zündloch und ein Tokugawa-Mon, die Kimme in Chikiri-Form. Davor reliefierer Daikoku stehend auf zwei Reisballen sowie Bezeichnung "Dai Koku Ten". Die beiden Seitenflächen mit graviertem Horimono-Regendrachen. Länge 45,4 cm. Auf lackiertem Block aus Kashi-Holz mit zwei Laufhalterungsstiften, von den blütenförmigen Messingrosetten fehlt eine. Gesamtlänge 56 cm. Gewicht 24,7 kg.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 133
Silberbesticktes Pistolenholster
Marokko, 19.Jhdt.
Doppelter, seitlich vernähter Lederkorpus für ein Paar Steinschlosspistolen. Die Vorderseite in reichhaltiger Sprengtechnik (über aufgelegten Pappteilen) mit ornamentaler Silberlahn-Stickerei über rotem Samt dekoriert, die aufgesetzte Ledertasche mit en suite besticktem Klappdeckel. Anhängend originaler Textilgurt mit zwei gestempelten Silberringen. Taschenhöhe 30 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 134
Religiöses Manuskript
Äthiopien, 18./19.Jhdt.
Handgeschriebener Text, vermutlich christlich religiösen Inhalts, 156 Blatt. Zweifarbige, äthiopische Schrift in roter und schwarzer Tinte auf Ziegenpergament. In lederbezogenen Holzdeckeln mit Fadenheftung gebunden. Dazu originale lederne Aufbewahrungstasche (beschädigt). Maße 20 x 18 cm.

Zustand: II-III Limit: 900 EURO
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Los Nr. 135
Zwei Schrumpfköpfe (Tsantsas)
der Jivaro-Indianer um 1900
Südamerika, oberes Amazonasgebiet. Unterschiedliche Größen mit jeweils langen, schwarzen Haaren und vernähten Augen bzw. Mund. Köpfe durch früheren Insektenbefall etwas beschädigt, die Fäden fehlen teilweise. In verglastem und beleuchtetem Holzkasten. Kastengröße 43 x 40 x 21 cm.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, es handele sich bei Tsantsas um Trophäen, wurden die Köpfe aus Furcht und Respekt vor dem Geist des getöteten Feindes aufbewahrt, welcher durch die Vernähung im Kopf gefangen blieb.

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 16000 EURO

Los Nr. 136
Urartäischer Helm
9./8.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Charakteristische spitzkegelige Glocke mit getriebenem Hirschgeweih(?)-Symbol auf der Vorderseite, der Rand mit drei umlaufenden Rippen und Futterlöchern. In der zweiten Vertiefung unterhalb des Geweihes und auf der rechten Seite im gelochten Rand eingeschlagene Keilschriften. Die Keilschriften wurden durch Röntgenaufnahmen entdeckt, freigelegt und lesen sich "Des Minua Eigentum" und "Des Argisti Eigentum". Eine Abschrift, Übersetzung und Erläuterung zu den Inschriften liegt bei.
Dunkelgrüne Patina. Erhebliche Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 30 cm, Gewicht 807 g.
Publiziert in H. Born/U. Seidl, Schutzwaffen aus Assyrien und Urartu - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 4, Berlin/Mainz 1995, 35, Taf. I. 108, Abb. 94, 95. 118, Taf. XII.
Bedeutender urartäischer Helm aus der Waffenkammer des Königs Minua (ca. 810-785/80 v.Chr.) bzw. seines Sohnes, König Argisti (785/80-760 v.Chr.).

Zustand: III Limit: 10000 EURO
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Zuschlag 10000 EURO

Los Nr. 137
Urartäischer Helm
9./8.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Charakteristische spitzkegelige Glocke mit getriebenem Hirschgeweih(?)-Symbol auf der Vorderseite, der Rand mit drei umlaufenden Rippen. Seitlich zweifach gelocht, auf der rechten Seite Schlaufen mit Drahtwicklung zur Befestigung des Kinnriemens.
Braungrüne, z.T. lehmverkrustete Patina. Erhebliche Ergänzungen in der Kalotte und am Helmrand. Höhe 31,5 cm, Gewicht 820 g.
Publiziert in H. Born/U. Seidl, Schutzwaffen aus Assyrien und Urartu - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 4, Berlin/Mainz 1995, Taf. I.
Standardhelm aus den Waffenkammern der urartäischen Könige in guter Erhaltung.

Zustand: III Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 138
Urartäischer Helm
9./8.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Charakteristische spitzkegelige Glocke mit getriebenem Hirschgeweih(?)-Symbol auf der Vorderseite, der Rand mit drei umlaufenden Rippen und seitlich weit vorn je drei Löchern für den Kinnriemen oder aber die Wangenklappen.
Dunkelgrüne, metallische Patina. Ergänzungen in der Kalotte und am Helmrand. Höhe 30 cm, Gewicht 802 g.
Publiziert in H. Born/U. Seidl, Schutzwaffen aus Assyrien und Urartu - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 4, Berlin/Mainz 1995, 35, Taf. I.
Standardhelm aus den Waffenkammern der urartäischen Könige in guter Erhaltung.

Zustand: II-III Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4600 EURO

Los Nr. 139
Iranischer Helm
1. Jahrtausend v.Chr.
Bronze. Halbrunde Kalotte mit kleinem, rechteckigem Gesichtsausschnitt. Reicher Dekor in Form von Buckelbändern, auf der Stirn stilisierte menschliche(?) Figur mit erhobenen, angewinkelten Armen. Im Nackenrand tief und kräftig eingeschlagene - bislang nicht übersetzte Keilschrift. Rechts und links davon zwei bronzene Nieten, die möglicherweise der Befestigung eines Nackenschutzes dienten.
Dunkelbraun-grünrote, innen Fundpatina. Vollständig metallisch erhalten. Höhe 14,5 cm, Durchmesser 23 cm, Gewicht 472 g.
Publiziert in H. Born/L. Nebelsick, Ein bronzener Helm der Hallstattzeit - Sammlung Axel Guttmann Bd. 1 (Berlin/Mainz 1991), 53, 70, Abb. 32.
Ikonographisch außergewöhnlich interessanter, singulärer, groß dimensionierter Helm der frühen altorientalischen Kulturen.

Zustand: II Limit: 8000 EURO
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Los Nr. 140
Assyrischer(?) Spitzhelm
8./7.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit spitz zulaufender Kalotte. An den Seiten jeweils fünffach gelocht zur Befestigung von Wangenklappen oder eines Kinnriemens.
Dunkelbraune Patina. Vollständig metallisch erhalten. Höhe 22,5 cm, Gewicht 770 g.
Schlichter, metallisch sehr gut erhaltener, altorientalischer Helm.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 141
Vorderasiatischer Helm
1.Hälfte 1.Jahrtausend v.Chr.
Bronze, stark kupferhaltig. Konische Glocke mit kleinem, knopfartigem Helmknauf. Die am Helmrand seitlich angebrachten Löcher für den Kinnriemen erscheinen wegen der deformierten Kalotte leicht versetzt. Die Innenseite des Helmes mit Fundpatina.
Die Außenseite des Helmes modern nachpatiniert. Vollständig metallisch erhalten, leichte Deformation. Höhe 19,5 cm, Gewicht 1013 g.
Identische Helme wurden in den 80er Jahren aus einem Schiffswrack vor der israelischen Küste geborgen.
Seltener, schwerer, phönizischer(?) Helm aus dem östlichen Mittelmeer.

Zustand: II Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 142
Vorderasiatischer Helm
1.Hälfte 1.Jahrtausend v.Chr.
Die bronzene Kalotte mit nahezu rechteckigen Augenausschnitten und kurzem Nasenschutz. Um den Scheitel herum in großem Abstand vier Löcher, die vermutlich der Anbringung eines Helmaufsatzes dienten. Am Unterrand jeweils seitlich und im Nacken insgesamt drei weitere Löcher.
Grüne bis schwarze und metallische Patina, auf der Innenseite Fundpatina. Vollständig erhalten. Über dem rechten Augenausschnitt kleiner Riss. Höhe 14,5 cm, Gewicht 529 g.
Seltener, aber mehrfach belegter Helm unbekannter altvorderasiatischer Herkunft.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 143
Korinthischer Helm
1.Viertel 7.Jhdt. v.Chr.
Schwerer Bronzehelm, die Glocke horizontal mit 18 Nieten zweiteilig zusammengesetzt. Große Augenausschnitte, separat vernieteter Nasenschutz. Schmaler, leicht abfallender Nackenschutz. Der Helmbuschbefestigung dienten zwei Eisenstifte im Scheitel der Kalotte, ein kleines Loch an der Stirn und ein größeres im Nacken. Umlaufende Futterlöcher.
Vgl. Christie's London, Auktion 6.11.2002, Los 61.
Blaugrüne Patina, innen Fundpatina. Nahezu vollständig erhalten, Ergänzung im Nackenschutz. Höhe 23 cm, Gewicht 1343 g.
Archaischer, früher, korinthischer Helm. Selten, insbesondere in horizontaler oder vertikaler Zusammensetzung.

Zustand: II Limit: 16000 EURO
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Zuschlag 16000 EURO

Los Nr. 144
Korinthischer Helm
Ende 7.Jhdt. v.Chr.
Archaischer Bronzehelm mit ovaler Kalotte, eingezogenen Seiten sowie Nacken und kleinen, seitlichen Einschnitten. Auffällige Gesichtspartie mit geschwungenen, tief eingeschnittenen Augenwinkeln, die dem Helm einen besonderen Ausdruck verleihen. Umlaufend dicht gesetzte Futterlöcher, die im Gesichtsfeld durch Korrosion oder noch erhaltene Nietreste verschlossen sind.
Schwarz-braunrote, metallische Patina, innen Fundzustand. Ergänzungen in der Kalotte und im Nackenschutz. Höhe 23 cm, Gewicht 1570 g.
Früher, schwerer, korinthischer Helm der archaischen Periode.

Zustand: II-III Limit: 12000 EURO
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Zuschlag 12000 EURO

Los Nr. 145
Korinthischer Helm
Ende 7./6.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit flacher Kalotte, die ansatzlos in die hohe Wandung übergeht. Klar gegliederter, unverzierter Gesichtsausschnitt mit lanzettförmigem Nasenschutz. Abgesetzter asymmetrischer Nackenschutz. Umlaufende, in weitem Abstand gebohrte Futterlöcher, auf dem Scheitel zwei quer gerichtete Löcher für die Helmbuschhalterung, im Nacken zwei weitere.
Rotbraune bis grüne Patina, innen Fundzustand. Weitestgehend erhalten, kleine Ergänzungen in der Kalotte und den Wangenschirmen. Höhe 22 cm, Gewicht 1017 g.
Charakteristischer, bestens erhaltener Typ des archaischen Hoplitenhelmes.

Zustand: II- Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 19000 EURO

Los Nr. 146
Korinthischer Helm und ein Eisenschwert
Mitte 6.Jhdt. v.Chr.
Schwerer, großer Bronzehelm mit kräftigem, langem Nasenschutz und ausladendem Nacken, im Nackenschirm großes Loch. Die eventuell vorhandenen Details durch Korrosion überdeckt.
Dunkelgrüne Fundpatina mit stark korrodierter Oberfläche. Nicht restauriert, lediglich konserviert, kleinere Fehlstellen ergänzt. Höhe 22.5 cm, Gewicht 1982 g.
Zugehöriges griechisches Eisenschwert mit Resten der hölzernen Scheide sowie Teilen des hölzernen Griffstückes, das durch Bronzenieten (mit Eisenoxid überzogen) befestigt ist. Länge 51 cm. Korrodiert, aber nahezu vollständig und gut konserviert erhalten.
Zusammenhängender Waffenfund mit sehr seltenem, eisernem Kurzschwert eines Hopliten.

Zustand: III Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 19500 EURO

Los Nr. 147
Korinthischer Helm
1.Hälfte 5.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit niedriger Glocke und großen Augenausschnitten, abgesetzter Kalotte und eingezogenem Nacken mit schmalem, abfallendem Rand. Der Gesichtsbereich und die Stirn eingefasst von vernieteten Bronzestreifen, die sehr ungewöhnlich mit einem Blattfries und Palmetten dekoriert sind, was auf eine Überarbeitung, Reparatur oder Zweitverwendung hinweist. Reste der Befestigung des alten Nasenschirms sind noch erhalten. Im Scheitelbereich vier Löcher einer ehemaligen Helmbuschhalterung. Vor dem Nackenschirm beidseitig rechteckige Ausschnitte und Löcher zur Befestigung eines Kinnriemens.
Provenienz: erworben in den späten 1980er Jahren in Krefeld. Vgl. Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 83.
Rot-orange bis grüne Patina. Ergänzungen in der Kalotte und im Nackenschutz, der rechte Wangenschirm angebrochen. Höhe 20 cm, Gewicht 951 g.
Seltener Helmtyp mit ungewöhnlicher, späterer Dekoration.

Zustand: III Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 148
Apulisch-korinthischer Helm
6./5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Leicht abgesetzte Kalotte mit getriebenem, geschwungenem Stirngiebel und kräftigem Nasenschutz, der innenseitig eine vernietete Verstärkung aufweist. Auf der Kalotte jeweils seitlich vernietet Helmzierhalterungen mit kräftigen Blechen und Stiften. Das Gesichtsfeld verziert mit einem Band in Fischgrätmuster und gelocht. Der Nacken mit leicht abfallendem, gelochtem Rand, die seitlichen Einschnitte mit je einem Loch zur Befestigung des Kinnriemens sowie weiteren Löchern. In der Vorderansicht erinnert der Helm mit seiner Gesichtspartie noch an die griechisch-korinthischen Helme.
Grüne bis rotbraune Patina, innen Fundpatina. Sehr gute Erhaltung mit kleinen Ergänzungen im Nackenschutz und linken Wangenschirm. Höhe 18 cm (ohne Helmzierhalter), Gewicht 1067 g.
Interessante Übergangsform vom korinthischen zum apulisch-korinthischen Helm.

Zustand: II- Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 11000 EURO

Los Nr. 149
Apulisch-korinthischer Helm
6./5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Leicht abgesetzte Kalotte, getriebener, geschwungener Stirngiebel, kräftiger, breiter Nasenschutz, die Wangenschirme stoßen unten V-förmig zusammen. Die breite Helmbuschgabel ist längs zur Kalotte vernietet und sitzt auf einer großen, unförmigen, vernieteten Reparaturplatte, die der Kalotte gut angepasst wurde. Hinter der Platte weist ein Nietkopf auf eine frühere Helmbuschgabel hin. An den kurzen, seitlichen Einschnitten jeweils ein Kinnriemenloch, kurzer Nackenschutz.
Rotbraune Patina mit grünen Korrosionskrusten im Vorderteil, innen Fundpatina. Insgesamt gute Erhaltung mit kleinen Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 17 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 872 g.
Interessante Übergangsform vom korinthischen zum apulisch-korinthischen Helm mit einer ungewöhnlichen Reparatur.

Zustand: II-III Limit: 8000 EURO
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verkauft

Los Nr. 150
Apulisch-korinthischer Helm
1.Hälfte 5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Abgesetzte Kalotte, getriebener, geschwungener Stirngiebel, Augenbrauen und Nasenschutz. Das Gesichtsfeld und der gesamte Helmrand umlaufend geschmückt mit einem gravierten Zierband in Fischgrätmuster, an den Seiten und in den Augenwinkeln jeweils fünf Blumen. Vernietete Buschgabel, daneben zwei weitere Nietlöcher unbekannter Funktion. Seitliche Löcher zur Kinnriemenbefestigung. Antike Reparaturen (Nietstifte z.T. erhalten) am Unterrand auf beiden Seiten und im Nackenbereich.
Dunkelbraune bis metallische Patina. Bestens erhaltenes Helmblech, jedoch an verschiedenen Stellen aufgerissen und insgesamt etwas deformiert. Höhe 17,5 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 855 g.
Qualitätvoll gearbeiteter und verzierter unteritalischer Helm.

Zustand: III Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 5800 EURO

Los Nr. 151
Apulisch-korinthischer Helm
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Abgesetzte, ausladende Kalotte, charakteristischer, getriebener, geschwungener Stirngiebel, Augenbrauen und Nasenschutz, jedoch sind Augen und Nasenschutz kleiner als üblich und die Wangenschirme untereinander verbunden. Durch Korrosion nur Reste der ehemaligen Eberdarstellungen erhalten. Das Gesichtsfeld und der Helmrand geschmückt mit einem gestempeltem Zierband aus Kreisen, in den Augenwinkeln und seitlich über den Kinnriemenlöchern Palmetten, an den unteren Wangenschirmen zusätzliches Zick-Zack-Muster. Leicht asymmetrischer, etwas abfallender Nackenschutz mit Loch auf der linken Seite. Auf dem Scheitel quer vernietete Helmbuschgabel. Seitliche Löcher zur Kinnriemenbefestigung, ein weiteres Loch im Nackenrand.
Rotbraune, z.T. metallische Patina. Weitestgehend durchkorrodiert. Konserviert und ergänzt. Höhe 16 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 927 g.
Nahezu vollständig erhaltener, stark konservierter Helm.

Zustand: III- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 152
Apulisch-korinthischer Helm
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Abgesetzte Kalotte, getriebener, geschwungener Stirngiebel, Augenbrauen und Nasenschutz. Quer vernietete, verbogene Helmbuschgabel, daneben zwei Nietreste einer älteren Helmzierbefestigung. Das Gesichtsfeld und der Helmrand geschmückt mit einem gravierten Zierband in Fischgrätmuster, die Augen und der Nasenschutz mit drei Zierlinien geschmückt. Auf den Wangenschirmen antithetisch zwei große Eber mit geschweiften Schwänzen und durchgehend schraffierter Kuppe. An den kurzen, seitlichen Einschnitten gravierte Lotosblüten mit gepunztem Dekor, darunter jeweils ein Kinnriemenloch. Ausladender Nackenschutz.
Rotbraune Patina auf nahezu vollständig metallisch erhaltenem Helm. Kleine Ergänzung im Nackenschutz. Höhe 16,5 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 833 g.
Seltener, metallisch nahezu perfekt erhaltener Helm in seiner frühen Entwicklungsstufe.

Zustand: II Limit: 12000 EURO
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Zuschlag 16000 EURO

Los Nr. 153
Apulisch-korinthischer Helm
5.Jhdt.v.Chr.
Bronze. Abgesetzte Kalotte, getriebener geschwungener Stirngiebel, Augenbrauen und Nasenschutz. Das Gesichtsfeld und der Helmrand geschmückt mit einem gravierten Zierband in Fischgrätmuster, die Augenwinkel jeweils mit einem Blatt verziert. Auf den Wangenschirmen großformatige, aber einfach gravierte Eberdarstellungen. Asymmetrischer abgewinkelter, leicht abfallender Nackenschutz mit Zick-Zack-Muster. Vernietete Basis der ehemaligen Buschgabel. Seitliche Löcher zur Kinnriemenbefestigung, ein weiteres Loch im Nackenrand.
Dunkelgrüne bis blaugrüne Patina. Vollständig erhalten, kleine Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 17 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 670 g.
Einfacher, aber bestens erhaltener und ansprechend patinierter Helm.

Zustand: II Limit: 10000 EURO
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Zuschlag 10000 EURO

Los Nr. 154
Chalkidischer Helm
5.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit hoch abgesetzter Kalotte und sehr schmalem Nackenrand. Großes Stirnfeld mit spitzem Giebel, auf dem Scheitelgrat aufgelötete, mit Palmetten verzierte, bronzene Buschgabel. Auf dem Nasenschutz der Ansatz des silbernen, mit Zinn verlöteten Brauenbogens erkennbar, der sich auf der linken Seite noch bis zum Ohrenausschnitt hinzieht, der rechte Bogen fehlt. Die Augenausschnitte und der Nasenschirm sind mit einer aufgelöteten, profilierten Randleiste (unvollständig) verstärkt und innen mit einem 15-fach vernieteten Blechstreifen unterlegt. Ausladende, sichelförmige Wangenschirme mit Lötresten ehemaliger Applikationen. Über den großen Ohrenausschnitten befinden sich auf jeder Seite zwei kleine Löcher.
Grünbraune Edelpatina. Ergänzungen in der Kalotte, im Nacken und in der linken Wangenklappe. Höhe 24 cm (ohne Buschgabel), Gewicht 921 g.
Provenienz: erworben 1992 in einer Münchner Galerie. Vgl. Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 72.
Sehr seltener, reich verzierter und gut erhaltener Helm mit Silberauflagen.

Zustand: II- Limit: 11000 EURO
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Zuschlag 14800 EURO

Los Nr. 155
Chalkidischer Helm
5./4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit deutlich abgesetztem Scheitelgrat und blattförmigem Rest einer Helmzierhalterung, flachem Stirngiebel und getriebenen Zierlinien, die seitlich in Schnecken auslaufen. Bogenförmig getriebener Nacken, der Rand abgesetzt und in der Mitte etwa 3,5 cm lang eingerissen. Kleine Ohrenausschnitte. Geschweifte Wangenklappen mit Kinnriemenlöchern und gepunzten Scharnieren.
Rotbraune bis grüne Patina. Guter Erhaltungszustand mit kleinen Ergänzungen in der Kalotte und den Wangenklappen. Höhe 22 cm, Wangenklappen 13 cm, Gewicht 791 g.
Vollständig erhaltener Helm mit ansprechender Patina.

Zustand: II Limit: 15000 EURO
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Zuschlag 15000 EURO

Los Nr. 156
Chalkidischer Helm
5./4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit rundlicher, deutlich abgesetzter Kalotte und markantem Stirngiebel. Verstärkter Stirnrand mit kurzem Nasenschutz. Aufgebogener Nackenrand, Seitenlappen, Ohrenausschnitte und lange, geschweifte Wangenklappen mit Kinnriemenlöchern an vernieteten Scharnieren. Im Scheitel vernietete Halterung für drei Ziertüllen, von denen noch eine vorhanden ist.
Rotbraune bis schwarz-metallische Patina. Ergänzungen in der etwas deformierten Kalotte. Höhe 16,5 cm (ohne Zieraufsatz), Wangenklappen 15 cm, Gewicht 742 g.
Fast vollständig erhaltener Helm mit schöner Patina.

Zustand: III Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 157
Chalkidischer Helm
5./4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit deutlich abgesetzter, gerundeter Kalotte. Stirn und Nacken mit getriebenen Zierlinien, die seitlich in Schnecken auslaufen. Bogenförmig getriebener Nacken, der Rand abgesetzt und ebenso wie die Ohrenausschnitte gelocht (über dem rechten Nackenlappen drei weitere Löcher von einer antiken Reparatur, Klammerung eines Risses). Auf der Kalotte befinden sich Lötspuren sowie kleine Nietlöcher von der ehemaligen Anbringung einer Buschhalterung, im Scheitel ca. 8 cm langer, restaurierter Riss. Getriebene, gestichelte und gepunzte rechte (die linke fehlt) Wangenklappe mit Widderkopf, der ein Zaumzeug trägt, Kinnriemenloch.
Braunrote bis grüne Patina auf überwiegend metallischer Substanz, diese zum Teil massiv korrodiert. Kleinere Ergänzungen und Festigung im Inneren durch Laminierung. Höhe 20,5 cm, die Wangenklappe 12,5 cm, Gewicht 694 g.
Publiziert in H. Born, Restaurierung antiker Bronzewaffen - Sammlung Axel Guttmann Bd. 2, Berlin/Mainz 1993, Restaurierung III, mit farbigen Abbildungen des gesamten Ablaufes.
Provenienz: Sotheby's New York, Juni 1989, Los 105 (dort noch mit zwei Wangenklappen).
Bestens erhaltener, überwiegend metallischer Helm mit seltener Wangenklappenzier.

Zustand: III Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 9000 EURO

Los Nr. 158
Chalkidischer Helm
5./4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit rundlicher, abgesetzter Kalotte, angedeutetem Stirngiebel und Stirnrand mit zwei Zierlinien. Leicht aufgebogener Nackenrand und Seitenlappen, schmale Ohrenausschnitte und kurze, geschweifte Wangenklappen an vernieteten Scharnieren mit Punzdekor. Im Scheitel vernietete Halterung mit drei Ziertüllen und zwei rechteckigen Aussparungen.
Blaugrüne Fundpatina. Ergänzungen in den Wangenklappen, ansonsten vollständig erhalten. Höhe 17,5 cm (ohne Zieraufsatz), Wangenklappen 11,5 cm, Gewicht 800 g.
Eleganter und vollständig erhaltener Helm mit guter Fundpatina.

Zustand: II Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 13500 EURO

Los Nr. 159
Illyrischer Helm
1.Hälfte 6.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Kugelige Kalotte mit breiter, deutlich abgesetzter Helmbuschbahn, darauf Reste von gravierten Zierlinien. Großer Gesichtsausschnitt mit zwei gelochten Wangenschirmen. Geschwungener Nackenschutz. Umlaufend getriebener Verstärkungswulst und Nieten (einige fehlen). Auf der Stirn zwei weitere Verstärkungslinien, darüber und im Nacken Reste der Helmbuschbefestigung.
Dunkelbraun-grüne Patina. Bester Erhaltungszustand mit kleinen Ergänzungen in der Kalotte und am Nackenschirm. Höhe 23 cm, Gewicht 912 g.
Vgl. Christie's London, Auktion 06.11.2002, Los 60.
Bestens erhaltener, reich verzierter, illyrischer Helm.

Zustand: II- Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 17000 EURO

Los Nr. 160
Illyrischer Helm
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Kugelige Kalotte mit schmaler, flach abgesetzter Helmbuschbahn und aufgebogenem, leicht abfallendem Nackenrand. Der große Gesichtsausschnitt mit zwei unterschiedlich großen, langen, geschwungenen, gelochten Wangenschirmen ebenso wie der gesamte Helmrand verziert mit einer Borte aus eingeschlagenen Kreisen. Über der Stirn Reste einer eisernen Helmbuschbefestigung.
Blaugrüne Fundpatina. Vollständig erhalten. Drei kleine Risse im Scheitel, ein kleiner im Stirn- und Nackenrand, ein kleines Loch im rechten Wangenschirm und im Nackenrand. Höhe 21,5 cm, Gewicht 955 g.
Vgl. Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 86.
Proveninez: erworben 1988 in Grandson, Schweiz.
Bestens erhaltener, schwerer, illyrischer Helm mit Fundpatina.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 161
Phrygischer Helm
4.Jhdt. v.Chr.
Antikes, bronzenes Helmunterteil mit umgeschlagenem Rand. Das Oberteil und der eingezogene Nacken nach antikem Vorbild modern in Kupfer ergänzt. Auf beiden Seiten vierfach gelocht, vermutlich zur Befestigung des Kinnriemens. Auf dem linken hinteren Helmrand eine antike Reparatur, im vorderen Rand ein kleiner Riss. Auf beiden Seiten der Kalotte Lötspuren einer Helmbuschhalterung.
Dunkelgrüne bis schwarze Patina. Das Unterteil sehr gut erhalten, das Oberteil und der Nacken modern ergänzt und farblich dem Original angepasst. Höhe 24 cm, Gewicht 628 g.
Makedonisches Helmfragment mit musealer Ergänzung in optisch hervorragendem Zustand.

Zustand: III Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 162
Phrygische Gesichtswangenklappe
4.Jhdt. v.Chr.
Aus einem Stück kräftigen Bronzeblechs getriebene, anatomisch gestaltete, rechte Wangenklappe eines phrygischen Helmes, die zusammen mit ihrem (fehlenden) Gegenstück die Gesichtsmaske eines bärtigen Kriegers bilden würde. Der Oberrand mit Scharnier.
Perfekte Erhaltung. Dunkelbraune bis schwarze Edelpatina.
Vgl. Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 94.
Hervorragend getriebene Masken-Wangenklappe eines makedonischen Helmes aus der Zeit Alexanders des Großen.

Zustand: II+ Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2800 EURO

Los Nr. 163
Hellenistischer Pilos-Helm
5./4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit konischer Kalotte und deutlich abgesetztem, hohem Rand, charakteristisch für frühe Pilos-Helme. Gestauchter, verstärkter Rand, an den Seiten von außen nach innen geschlagen je ein großes Loch für die Befestigung eines Kinnriemens. Über dem Nackenrand Werkstatt- oder Besitzermarken: geritztes "X" in Rechteck und eingeschlagenes "P" unter einem giebelförmigen Zeichen.
Flussfund. Vollständig metallisch erhalten. Kleine Deformationen in der Kalotte. Höhe 20 cm, Gewicht 893 g.
Einfacher aber sehr gut erhaltener, hellenistischer Helm des frühen Pilos-Typus.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 10700 EURO

Los Nr. 164
Hellenistischer Pilos-Helm
4./3.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit kegelförmiger Kalotte und breitem, abgesetztem Rand. Vorderseitig applizierte Gorgoneion. Im Scheitel außergewöhnliche Helmzier in Form eines floral verzierten Kammes, gestützt von einer säulenförmigen Halterung, mit vernieteten, wellenförmigen, glatten Zierstreifen. Seitlich Fragmente von zwei weiteren Verzierungen. In den gebogenen Bronzeblechen darf man sicherlich Hörner sehen, wie mehrfach bei Pilos-Helmen belegt.
Rotbraune, z.T. grüne Patina. Ergänzungen und Restaurierungen in der gesamten Kalotte und im Helmaufsatz. Höhe 22,5 cm (ohne Helmzier), Gewicht 833 g.
Provenienz: Erworben in den 80er Jahren in Krefeld. Vgl. Christie's, London, 28.04.2004, Los 110.
Sehr interessanter Helm mit einzigartiger Verzierung.

Zustand: III Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 9000 EURO

Los Nr. 165
Hellenistischer Pilos-Helm
4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit kegelförmiger Kalotte und breitem, abgesetztem, verstärktem Rand. Vernieteter, leicht aufgebogener Nackenschutz mit seitlichen Lappen, ähnlich wie bei chalkidischen Helmen. Jeweils seitlich aufgelötete, kreisförmige, vierfach gelochte Appliken über Lochpaaren zur Kinnriemenbefestigung. Im Scheitel blattverzierte Bronzekappe mit zwei viereckigen Ausschnitten und senkrechtem, rundem Stift zum Aufstecken einer Helmzier, zur weiteren Befestigung derselben auf der Rückseite des Helmes eine Öse mit beweglichem Haltering.
Grüne bis rotbraune Patina. Ergänzungen in der Kalotte und am Nackenschutz. Höhe 24 cm (ohne Aufsatz), Gewicht 1002 g. Vollständig erhalten.
Außergewöhnlich seltener und gut erhaltener, hellenistischer Pilos-Helm mit Nackenschutz.

Zustand: III Limit: 7000 EURO
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Zuschlag 7000 EURO

Los Nr. 166
Hellenistischer Pilos-Helm
4.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit kegelförmiger Kalotte, abgeflachter Spitze und abgesetztem, hohem Rand. Ein Helmdekor ist nicht erhalten, aber Lötreste von Scheibenappliken über jeweils einem Paar Löcher auf beiden Seiten. Im Scheitel befinden sich sieben Löcher, die zusammen mit einer Lötspur auf der rechten Seite unterhalb der Spitze auf einen ehemaligen Helmbuschhalter hinweisen. Auf der Rückseite eine kleine Öse.
Rotbraune Patina. Kleine Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 23,5 cm, Gewicht 715 g.
Vgl. Christie's, London, 28.04.2004, Los 114.
Schöner und gut erhaltener, hellenistischer Helm.

Zustand: II- Limit: 5000 EURO
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Los Nr. 167
Hellenistischer Pilos-Helm
4./3.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit konischer Kalotte und abgesetztem Rand. Auf der Stirn befindet sich eine gelötete oder vernietete Bronzeapplikation in Form eines Gorgoneions (Gorgo-Medusa). Auf der stark abgeflachten Spitze vernietete, rosettenförmige Scheibe mit drei Aussparungen, die zusammen mit den seitlichen Resten weiterer Halterungen auf eine aufwändige Helmzier hinweist. Die Glocke seitlich über dem Helmrand gelocht zur Befestigung eines Kinnriemens.
Grüne bis rote Korrosion im Fundzustand, auf der Innenseite zur Festigung verklebt. Höhe 22,5 cm, Gewicht 890 g.
Vollständig erhaltener Pilos-Helm im originalen Fundzustand.

Zustand: II- Limit: 7000 EURO
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verkauft

Los Nr. 168
Hellenistischer Pilos-Helm
4./3.Jhdt. v.Chr.
Bronzehelm mit konischer Kalotte und deutlich abgesetztem Rand. In der Glocke herstellungsbedingte umlaufende Linien. An den Seitenrändern von innen heraus geschlagen je ein Loch, die Ränder nicht geglättet, für die Befestigung eines Kinnriemens.
Rotbraune Patina, innen Fundpatina. Vollständig metallisch erhalten. Kleine Ergänzungen am Rand, die Helmspitze deformiert. Höhe 21 cm, Gewicht 889 g.
Einfacher aber sehr gut erhaltener, hellenistischer Helm des frühen Pilos-Typus.

Zustand: II- Limit: 6000 EURO
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verkauft

Los Nr. 169
Helmfragment einer Statue
hellenistisch oder römisch, 2.Jhdt. v. - 2.Jhdt. n.Chr.
Schwerer, dickwandiger Bronzeguss, vermutlich der hintere Helmteil eines Statuenkopfes oder aber ein anderes Rüstungsteil darstellend. Der Nacken geschmückt mit hochreliefierter Darstellung der kleinasiatischen Göttin Kybele, ihren Löwen reitend.
Überwiegend grüne Patina, innen Fundpatina und zwei Zapfen. Perfekt erhalten. Höhe 18,5 cm, Gewicht 4660 g.
Selten. Ungewöhnlich detaillierte Darstellung der Muttergottheit Kybele, deren Herkunft Griechen und Römer als "phrygisch" bezeichneten, die aber im neolithischen Anatolien ihren Ursprung hat.
Außergewöhnlicher, künstlerisch hochwertiger, hellenistisch-römischer Bronzeguss.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 14000 EURO

Los Nr. 170
Italischer Buckelhelm mit Krempe
6.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Auf der rechten Seite der halbrunden Kalotte hohl getriebener, vernieteter, fragmentiert erhaltener Zierbuckel, auf der linken ist lediglich das Befestigungsloch erhalten. Der untere Teil der Glocke etwas eingezogen und in eine schmale Krempe übergehend. Innenseitig rote, handschriftliche Inventarnummern "1177 M" und "136:21", außerdem farbiges Ausstellungsetikett der "U.S. Customs Panama-Pacific International Exposition" mit handschriftlich eingetragenen Daten sowie ein italienisches Zolletikett vom 31. Dezember 1931.
Braungrüne Fundpatina. Nahezu vollständig erhalten. Höhe 17 cm, Gewicht 578 g.
Beinahe vollständig erhaltener Buckelhelm mit Inventarnummern und amerikanischer Ausstellungsbezeichnung.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 171
Italischer Helm mit Stirnkehle
4.Jhdt. v.Chr.
Leichter Bronzehelm mit konischer, in der Stirn nach unten gezogener, deutlich abgesetzter Kalotte, langem Nacken und schmalem, leicht geschwungenem Nackenrand. Im Scheitel großer, bronzener Tragering an Öse, darunter stirnseitig kreisförmige Spuren von Lötresten einer ehemaligen Applikation. Stirn- und Nackenkehlung verziert mit einem gestempeltem Palmettenfries. Nahezu rechteckige Ohrenausschnitte mit je zwei Kinnriemenlöchern.
Braunrote Patina auf überwiegend metallischer Oberfläche. Ergänzungen im Nacken und im Stirnbereich. Höhe 19 cm, Gewicht 538 g.
Hellenistischer Helm einer relativ seltenen Zwischenform.

Zustand: II-III Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 172
Etruskisch-römischer Helm, Typ Montefortino/Canosa
4./3.Jhdt. v.Chr.
Bronze, gegossen. Halbkugelige Glocke mit blattförmig verziertem Pilzknauf. Kannelierter Rand und Nackenschutz, letzterer mit schraffierter Leiste, umlaufendes Zierband mit Fischgrätmuster. Seitlich paarweise korrodierte eiserne Stifte zur Befestigung der Wangenklappen. Im Nackenschutz eine von ehemals zwei Ringösen.
Dunkelgrüne, z.T. verkrustete Fundpatina. Weitestgehend erhalten, kleine Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 18 cm, Gewicht 1180 g.
Publiziert in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 8, Berlin/Mainz 2000, S. 96 f., Abb. 28.
Sehr gut erhaltener, schwerer, frührömischer Helm.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6900 EURO

Los Nr. 173
Etruskisch-römischer Helm, Typ Montefortino/Rieti
spätes 2. - 1.Hälfte 1.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Niedrige, halbkugelige Kalotte mit gelochtem, zapfenförmigem Knauf. Leicht abfallender, gelochter Nackenschutz. Umlaufende Schrägkerbung und drei Zierrillen. Seitlich je ein Loch und zwei Nieten für Wangenklappen oder Kinnriemen. Auf der Stirnseite eingepunzte Inschrift "P:X", die von Günther E. Thüry als Initialen eines P(ublius) X(-) oder als Truppenbezeichnung p(rincipes) X(=decimi), bedeutet (Helm) des zehnten Principesmanipels gedeutet wird.
Dunkelbraune, metallische Patina. Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 17 cm, Gewicht 680 g.
Publiziert in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 8, Berlin/Mainz 2000, 112, 113, Abb. 37 - 39.
Interessanter Helm einer Übergangsform zum Subtypus Buggenum mit militärhistorisch relevanter Inschrift.

Zustand: II-III Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 174
Etruskisch-römischer Helm, Typ Montefortino/Buggenum
Mitte 1. Jhdt.v.Chr. - Anfang 1.Jhdt. n.Chr.
Bronze, gegossen und getrieben. Halbkugelige Glocke mit flachem, zylindrischem, hohlem Knauf. Leicht abfallender, gelochter Nackenschutz mit verstärkendem Randwulst, der auch den übrigen Helm einfasst. Seitlich Reste der doppelt verstifteten Scharniere zur Befestigung der Wangenklappen.
Außen orangebraune, innen Meerespatina. Vollständig metallisch erhalten. Restaurierte Risse in der Kalotte. Höhe 20,8 cm, Gewicht 920 g.
Publiziert in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 8, Berlin/Mainz 2000, 116, Abb. 42.
Vorzüglich erhaltener, republikanischer Helm mit großem Kopfdurchmesser.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 175
Zwei etruskisch-römische Helme, Typ Montefortino/Buggenum
Mitte 1.Jhdt. v.Chr. - Anfang 1.Jhdt. n.Chr.
Exemplar A: Bronze, gegossen, die Glocke mit hohlem Scheitelknauf. Gelochter Nackenschutz, verstärkender, gestauchter Helmrand. Seitlich doppelt verstiftete Scharnierreste zur Befestigung der Wangenklappen. Stark deformiert. Höhe 20,5 cm, Länge 30 cm, Gewicht 954 g.
Exemplar B: Bronze, gegossen. Hoch gezogene Kalotte mit kurzer Spitze und kleinem Scheitelknauf. Breiter, gelochter Nackenschutz. Verstärkter Helmrand, Scharnierreste der Wangenklappen. Höhe 21,5 cm, Länge 28 cm, Gewicht 1000 g.
Außen grünbraun-schwarze, innen Fundpatina. Metallisch erhalten. Stark deformiert.
Publiziert in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 8, Berlin/Mainz 2000, 118,121, Abb. 47, 48, 51.
Zwei interessante Helme, intentionell zerstört (geweiht?).

Zustand: IV Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 176
Römischer Helm Typ Weisenau
2.Hälfte 1.Jhdt. n.Chr.
Bronze. Hoch angebrachter Stirnbügel, der Brauenbogendekor fehlt, am linken vorderen Helmrand Rest eines vernieteten, gewellten Zierbleches erhalten. Im Scheitel pilzförmiger Knauf mit gravierten Kreisornamenten, zur Aufnahme der Helmzier quer geschlitzt (vermutlich bei der Restaurierung verkehrt positioniert). Ohrenausschnitte mit Schutzblechen, der Nacken hervorgehoben durch drei getriebene, breite Bänder. Weit ausladender, horizontaler Nackenschirm, geschmückt mit einem großen, getriebenen Bogenornament. Großer, beweglicher Tragebügel auf der Oberseite, kleiner, vernieteter Ring auf der Unterseite. Gezackter Rand, an drei Seiten kleine, vernietete Bleche. Vollständig erhaltene, geschweifte Wangenklappen mit Scharnierbändern, Rest eines Zierstreifens, gefassten Rändern und je einer Ringöse für den Kinnriemen.
Grünbraune Patina, metallisch erhaltene Partien. Aus Teilen zusammengesetzt mit Ergänzungen im Nackenschirm und in der Kalotte. Höhe 13 cm (ohne den Helmbuschhalter), Länge der Wangenklappen 15,5 cm, Gewicht 1225 g.
Provenienz: Erworben 1989 in London. Angeblich soll der Helm in Nordengland gefunden worden sein.
Publiziert in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Band 8 (Berlin/Mainz 2000) 127 f., Abb. 61, 62, Taf. XI, Faltblatt II (AG 502). Vgl. Christies London, Auktion 28.04.2004, Los 147.
Charakteristischer, in fast allen Teilen erhaltener Legionärshelm, offensichtlich aus der Umgebung des Hadrianwalls.

Zustand: III Limit: 12000 EURO
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Zuschlag 36000 EURO

Los Nr. 177
Hinterhaupt eines römischen Kavalleriehelmes
2.Hälfte 2.Jhdt. - Anfang 3.Jhdt. n.Chr.
Hinterer Teil eines Helmes vom Typ Pfronhofen. Hervorragend getriebene Glocke aus Messingblech (ehemals verzinnt) ohne Stirnschutz und Ohrenausschnitte. Der Stirnrand dreifach gelocht (zwei Rollnieten vorhanden), ein weiteres Loch im sanft abfallenden Nackenrand, vermutlich zur Befestigung eines Gesichtsteiles. Herausragender, mittlerer, den Helm dominierender Kamm mit Federdekor, in einer weiblichen, helmbewehrten Protome (Minerva?) auslaufend, seitlich jeweils ein weiterer, ähnlicher, kleinerer Kamm mit zwei hervorspringenden Löwen mit vollplastischen Häuptern, darunter eine federartige Zierlinie, die in einer Volute endet. Zwischen den Kämmen gekreuzte Schilde und eine Standarte, der Unterrand geschmückt mit langen Haarlocken.
Modern nachpatiniert, das Messingblech perfekt metallisch erhalten, die linke Seite nur fragmentarisch, im übrigen kleinere Fehlstellen. Höhe 25,3 cm, Gewicht 520 g.
Publiziert und ausführlich besprochen in M. Junkelmann, Römische Helme - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 8 (Berlin/Mainz 2000), 190 ff., Abb. 103 - 05, Taf. XXII. Vgl. auch den Helm von Eining/Niederbayern in der Archäologischen Staatssammlung München.
Hochwertig getriebener, römischer Kavalleriehelm.

Zustand: III Limit: 25000 EURO
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verkauft

Los Nr. 178
Bronzezeitlicher Kammhelm
Ungarn(?), 11./10.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Zweiteilige, hohe, konische Kalotte mit schmalem Kamm, an der Stirn und im Nacken überlappend vernietet. Die Oberfläche verziert mit Buckelbändern, die wiederum von gepunkteten Linien eingefasst werden. Auf beiden Seiten zwei große, vierspeichige Radornamente. Auf dem unteren Helmrand unregelmäßige Futterlöcher und je zwei exakt geschlagene Lochpaare für die Wangenklappen oder den Kinnriemen. Die Kammspitze ebenfalls gelocht.
Grünbraune Patina, leicht deformiert. Einzelne, kleine Ergänzungen in der Kalotte und im Randbereich, dort auch auf einer Seite eine Fehlstelle von ca. 5 x 3 cm. Höhe 24,5 cm, Gewicht 466 g.
Publiziert in H. Born/S. Hansen, Helme und Waffen Alteuropas - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 9 (Berlin/Mainz 2001), 59 ff., Taf. XIII, XIV. 241 ff., Abb. 192-94. Vgl. Christies London, Auktion 28.04.2004, Los 16.
Singulärer Helm mit reicher gepunzter Verzierung.

Zustand: II- Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 179
Ungarischer(?) Glockenhelm
um 1.000 v.Chr.
Schwere, gegossene Kalotte in leicht konischer Form, der für die Aufnahme eines Helmbusches gelochte Scheitelknauf im Überfang gegossen und mit konzentrischen Kreisen und einem Band mit schrägen Linien verziert. Leicht abgesetzter Helmrand, elffach ungleichmäßig gelocht für die Befestigung des Helmfutters.
Wasserfund, sehr gut erhaltene Oberfläche mit brauner Patina. In der Glocke Haarrisse, kleinerer Riss im Rand. Höhe 21,5 cm, Gewicht 1150 g.
Publiziert in H. Born/S. Hansen, Helme und Waffen Alteuropas - Sammlung Axel Guttmann, Bd. 9 (Berlin/Mainz 2001) 59 ff., Taf. XV, XVI. 245 ff., Abb. 195-99. Vgl. Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 9.
Seltener, vollständig erhaltener Helm.

Zustand: II Limit: 9000 EURO
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Zuschlag 9000 EURO

Los Nr. 180
Negauer Helm, Typ Vetulonia
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Hohe Glocke mit deutlichem Mittelgrat. Tief sitzende Kehlung, die in eine sehr schmale Krempe übergeht, auf deren Unterseite sich ein eingesetztes Futterblech mit umgeschlagenem Nietlochrand befindet. Seitlich auf der Krempe und im Futterblech je ein Loch zur Befestigung des Kinnriemens. Vorne auf dem Scheitel verlöteter Träger eines Helmbuschhalters mit blattförmigem Fuß, 6,5 cm langer, verzierter, konischer Säule und Nietstift in der Öffnung.
Dunkelbraun bis rotgrüne und metallische Patina. Nahezu vollständig erhalten mit Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 20,5 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 1122 g.
Bestens erhaltener Negauer Helm mit guter Patina.

Zustand: II- Limit: 7000 EURO
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Zuschlag 9500 EURO

Los Nr. 181
Negauer Helm, Typ Vetulonia
5.Jhdt. v.Chr.
Bronzene Glocke mit Mittelgrat, im unteren Bereich leicht eingezogen, schmale, flache Krempe. An der Stirn und im Nacken Haken in Form von stilisierten Pferdeköpfen zum Spannen des Rosshaarbusches, im Scheitel ein Führungsaufsatz (von ehemals zwei) für den Busch erhalten.
Grüne Fundpatina. Kleine Ergänzungen am Rand und in der Kalotte. Höhe 18 cm (ohne Aufsatz), Gewicht 1120 g.
Publiziert in "Geharnischte Zeiten - 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten", Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz, 1995, 1. Vgl. Christie's London, Auktion 06.11.2002, Los 39.
Schwerer Negauer Helm in sehr guter Erhaltung.

Zustand: II- Limit: 5000 EURO
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verkauft

Los Nr. 182
Negauer Helm, Typ Vetulonia
5.Jhdt. v.Chr.
Bronzene Glocke mit Mittelgrat und ungewöhnlich weich abgesetzter Krempe mit seitlich je einem Loch für die Kinnriemenbefestigung. Auf dem Krempensaum vorderseitig zwei eingeritzte Zeichen (Werkstatt- oder Besitzermarken). Im Scheitel vorne und jeweils seitlich Lötspuren einer Helmbuschbefestigung. Interessanter Helmtyp mit kaum ausgeprägten Kanten.
Dunkelbraune Patina auf metallisch erhaltenem Bronzeblech. Kleine Ergänzung in der Kalotte. Höhe 18,5 cm, Gewicht 828 g.
Metallisch sehr gut erhaltener Negauer Helm mit interessanter Krempenvariante.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 183
Negauer Helm, Typ Vetulonia
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Hohe Glocke mit deutlichem Mittelgrat. Auf der Unterseite der schmalen, waagerechten Krempe eingesetztes Futterblech mit Resten der Nietlöcher.
Blaugrüne Patina. Nahezu vollständig erhalten mit kleinen Ergänzungen in der Kalotte. Höhe 20.5 cm, Gewicht 1184 g.
Einfacher aber bestens erhaltener, schwerer Negauer Helm mit guter Patina.

Zustand: II- Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 184
Negauer Helm, Typ Vetulonia
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Die Glocke mit deutlichem Mittelgrat. Kräftige Krempe mit gewölbter Außenseite, in der Krempe seitlich jeweils ein Loch für den Kinnriemen.
Braune Patina auf metallisch erhaltenem Bronzeblech. Leichte Deformation und Riss in der Kalotte. Höhe 19,5 cm, Gewicht 1031 g.
Vollständig und metallisch erhaltener Negauer Helm.

Zustand: III Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 185
Ostkeltischer Helm
3./2.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Hohe Kalotte mit schräg abfallendem Nackenschutz. Im Scheitel aufgelötete, konische Basis für den fehlenden Knauf. Seitlich eisenvernietete Verstärkungsplatten mit Buckelverzierung, deren Form sich in den Wangenklappen wiederholt. Diese werden von einer schmalen Randleiste eingefasst, haben unten je ein Loch für den Kinnriemen und oben je zwei Eisenstifte für die Befestigung am Helm. Fehlende Scharnierteile weisen hin auf eine organische Verbindung (Leder?) zwischen Helm und Wangenklappen.
Grüne Fundpatina mit beigefarbener Erdverschmutzung. Hervorragender Erhaltungszustand. Höhe 19 cm, die Wangenklappen 12,5 cm. Gewicht 1172 g.
Provenienz: erworben in Köln 1990. Vergleiche Christie's London, Auktion 28.04.2004, Los 123.
Ausgesprochen seltener und fast perfekt erhaltener Bronzehelm der Ostkelten oder Galater, der seine Entsprechung im westkeltischen Einzugsbereich ausschließlich in Eisen findet.

Zustand: II+ Limit: 15000 EURO
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Zuschlag 15000 EURO

Los Nr. 186
Apulisch-korinthischer Helm
5.Jhdt. v.Chr.
Bronze. Abgesetzte Kalotte, getriebener, geschwungener Stirngiebel und Augenbrauen. Der gebrochene Nasenschutz in antiker Zeit mit einem Eisenblech hinterlegt, auf der Vorderseite Punktdekor. Im Gesichtsfeld erkennbare Reste eines gravierten Zierbandes in Fischgrätmuster, an den Seiten Blumenmuster. Vernietete Buschgabel, daneben zwei vernietete, speerartige Verzierungen (die rechte Spitze ergänzt). Seitliche Löcher zur Kinnriemenbefestigung.
Korrodiert. Verkrustete, braun-grüne Patina. Der linke Wangenschirm ergänzt, der rechte restauriert, Ergänzungen im Nackenschirm. Höhe 18 cm (ohne Helmbuschhalter), Gewicht 1084 g.

Zustand: III Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 187
Etruskischer Kammhelm
Villanova-Kultur, 8.Jhdt. v.Chr.
Einteilig getriebene, runde, flache Glocke aus Bronzeblech, vernieteter, zweiteiliger Kamm mit Buckelornamenten. Im Stirn- und Nackenbereich vernietete Platten mit jeweils drei langen Zierbolzen (sog. falsche Nieten).
Schöne, grüne Patina. Die metallische Substanz weitestgehend sehr gut erhalten, kleinere Restaurierungen und Ergänzungen in der Glocke. Höhe 22,5 cm, Gewicht 643 g.
Vgl. Hugh Hencken, The earliest European helmets, S. 99, Fig. 69, a, b. Grabfund 648 in Veii, Museo di Villa Giulia (No. 35, 231). Möglicherweise als Urnendeckel verwendet.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 7800 EURO

Los Nr. 188
Römischer Bronzehelm
Typ Mannheim, Mitte 1.Jhdt. v.Chr.
Bronze, gegossen und getrieben. Runde Kalotte mit verstärktem Rand und kurzem, schrägem Nackenschirm mit Lochung. Seitliche Lochung zur Befestigung des Kinnriemens bzw. der Wangenklappen. Rand und Nackenschirm mit mehrreihiger Zierpunzierung mit kreuz- und radförmigen Stempeln. Kalotte stellenweise rissig mit schollenartigen Abplatzungen. Flussfund, die Innenseite mit ca. 8 mm starken Sedimentverkrustungen. Höhe 14 cm.
Typischer Helm der römischen Truppen zur Zeit der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar.

Zustand: II-III Limit: 5800 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 189
Ostkeltischer Helm
3./2.Jhdt. v.Chr.
Eisen. Einteilig geschmiedete, leicht konische Kalotte mit kurzem, geschwungenem Nackenschutz und halbkreisförmig getriebenem Wulst. Vernietetes Scheitelstück mit etwas verdickter Helmzier. Seitlich jeweils dreikantige, vernietete Verstärkungsplatte mit unterseitigem Scharnier für die fehlende Wangenklappe. Gereinigter und konservierter Bodenfund mit einigen Korrosionslöchern unterhalb des Scheitelstücks. Höhe 19 cm. Gewicht 1420 g.
Vgl. Antike Helme, Römisch-germanisches Zentralmuseum, Mainz 1988, Seite 294.

Zustand: II-III Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 7300 EURO

Los Nr. 190
Bronze-Fächergriffschwert
Westiran/Aserbeidschan um 1000 v.Chr.
Schlanke Klinge mit beidseitig abgeflachtem Mittelgrat. Griff und Zwinge mit übergossenem (seitwärts teilweise sichtbarem, korrodiertem) Eisenkern, der ausladende Knauf und die Klingenfassung mit umlaufenden Ziernoppen. Gereinigter Bodenfund mit grüner Patina in hervorragender Erhaltung. Länge 68 cm.
Seltener Übergangstyp von der Bronze- zur Eisenzeit.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 191
Dolch
skythisch, 7.Jhdt. v.Chr.
Breite, zweischneidige, eiserne Klinge, der Ort mit bronzenem Scheidenbeschlag. Vernietete Angel mit durchbrochenem, bronzenem Griffstück. Kurze Parierstange, darunter eine geschwungene, eiserne Hülse. Länge 32 cm.
Sehr seltener, früher Dolchtyp.

Zustand: III Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 192
Vollgriffschwert
Mitteleuropa, Bronzezeit um 1100 v.Chr.
Bronze mit starker, grüner Edelpatina. Schlanke Klinge mit beidseitigem, gerundetem Mittelgrat. Vernietetes Griffstück mit flachem, ovalem Scheibenknauf und Resten gravierten Kerb- und Wellenbanddekors. Klinge und Scheibenknauf mit zahlreichen Ausbrüchen, empfindliche Patina. Gereinigter Bodenfund. Länge 66 cm.

Zustand: III- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 193
Keltisches Schwert
Mittlere Latènezeit, 3./2.Jhdt. v.Chr.
Kräftige, beidseitig zweifach gekehlte Klinge mit Mittelgrat und gerundeter Spitze. Typisch geschwungenes Griffblech, schmale, kantige Angel. Gereinigter Bodenfund, Oberfläche mit Lack konserviert. Länge 102 cm.

Zustand: III- Limit: 2400 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 194
Schwert mit Bronzescheide
keltisch, späte Latènezeit, 2./1.Jhdt. v.Chr.
Breite, im oberen Drittel leicht gegratete Klinge mit angesetzten Schneiden und halbrunder Spitze. Am Klingenansatz einseitig tief geschlagene Schmiedemarke. Schmale, konisch zulaufende Angel mit zierlicher, spitzovaler Griffscheibe. Scheide aus Bronzeblech mit rechteckigem, tunnelförmigem Gurtdurchzug. Schauseitig am oberen Rand zwei kleine, gefasste Schmucksteine. Ein Beschlagteil verloren, das Schleppblech einseitig durchgerieben. Bodenfund, die Scheide gereinigt mit geringen Resten von Patina und Fundverkrustungen. Länge 98 cm.

Zustand: II- Limit: 10000 EURO
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Zuschlag 10000 EURO

Los Nr. 195
Großer Ankerstock
römisch, 1.Jhdt. v. - 1.Jhdt. n.Chr.
Blei mit heller Patina und Teilen der Versinterung. Quadratisches, inseitig gelochtes Auge mit seitlich sich verjüngenden, rechteckigen Armen. Tauchfund aus dem Mittelmeerraum. Länge 123 cm. Gewicht ca. 70 kg.
Schwerer Ankerstock eines kleineren Handelsschiffes, der vermutlich direkt um den hölzernen Schaft gegossen wurde.

Zustand: II- Limit: 1200 EURO
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Los Nr. 196
Großes Spiralarmband
Mitteleuropa, Bronzezeit um 1000-800 v.Chr.
Fünffach gewundene Armspirale aus breiten, mittig gegrateten Bändern. Die Schauseite mit Punktdekor. An den Enden in runden Querschnitt übergehend, mit Zierspiralen abgeschlossen. Gereinigter Bodenfund mit hochwertiger, smaragdgrüner Edelpatina. Höhe 29 cm.

Zustand: II- Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1300 EURO

Los Nr. 197
Fragment eines Sarkophags
römisch, 3./4.Jhdt. n.Chr.
Paneel aus weißem Marmor, von der Seite eines Sarkophagdeckels stammend. Schauseitig reliefierte Jagdszene. Ein mit einem Speer bewaffneter Putto zusammen mit einem Jagdhund einem Hirsch nachstellend. Links daneben Abschlussornament in Form eines Adlerkopfes mit stilisiertem Flügel. Zweiteilig, in der Mitte Korrosionsstelle. Größe 25 x 46 cm.
In hölzernem, verglastem Schaukasten montiert. Maße 16 x 80 x 42 cm.

Zustand: II- Limit: 12000 EURO
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Los Nr. 198
Schwarzfiguriger Mastos
attisch, ca. 500 v.Chr.
Spitz zulaufender Korpus aus rötlichem Ton mit schwarzer Fassung, die Schulter umlaufend mit Stierkampfszenen und Figuren bemalt. Lippe mit Haarriss und kleinem Chip, im Boden minimaler Schwundriss. Höhe 8,7 cm.

Zustand: II- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 199
Rotfigurige Pyxis
Apulien, ca. 330-320 v.Chr., der Kantharos-Gruppe zugeschrieben
Kugeliger Korpus aus hellem Ton mit schwarzer Fassung und rot-weißer Bemalung. Das Unterteil mit umlaufendem Blattdekor, auf dem Deckel geflügelter Mänadenkopf mit rs. Floralornament. Deckeleinsatz unvollständig, das Unterteil am oberen Rand mit kleinem Riss. Durchmesser 13,5 cm.
Provenienz: Sotheby's New York, 8. Juni 1995, Los-Nr. 122.

Zustand: II- Limit: 2300 EURO
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Zuschlag 2300 EURO

Los Nr. 200
Eiserner Bandhelm
Völkerwanderungszeit, 5./6.Jhdt.
Aus zwei Kalottenhälften geschmiedete, leicht konische Glocke mit in Dreiergruppen vernietetem, im Nackenbereich leicht verbreitertem Scheitelband. Am unteren Rand rs. sich überlappender, vernieteter Stirnreif. Höhe 15 cm. Hervorragend erhaltener Flussfund mit korrodierter Oberfläche.
Vgl. Katalog der Leibrüstkammer Wien, Band 1, Tafel Nr. 2 mit zwei Bandhelmen des 5.Jhdts. aus dem Fund von Sveti Vid in Mitteldalmatien.

Zustand: II-III Limit: 10000 EURO
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Zuschlag 10000 EURO

Los Nr. 201
Kirgisischer Kalottenhelm
13./14.Jhdt.
In vier Segmenten überlappend miteinander vernietete, eiserne Glocke mit kräftigem, zylindrischem Buschhalter, umlaufendes, breites, vernietetes Stirnband, flacher Stirnausschnitt.
Bodenfund, konserviert und restauriert. Die metallene Substanz bemerkenswert gut erhalten. Höhe 18,5 cm, Gewicht 1592 g.
Aus dem Siedlungsgebiet der Jenissej-Kirgisen stammend, die sich nicht den Mongolen unterworfen hatten.
Äußerst seltener Helmtyp.

Zustand: III Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 202
Mongolischer Spitzkegelhelm
Zeit der Goldenen Horde, 14.Jhdt.
Einteilig getriebene, eiserne Glocke, im oberen Teil facettiert, auf der Stirnseite, über dem schmalen Gesichtsausschnitt zwei kugelförmige Verzierungen. An verschiedenen Stellen Reste von Ornamenten in Messing erkennbar.
Korrodierter Bodenfund, konserviert und beträchtlich restauriert. Höhe 25,5 cm, Gewicht 1200 g.
Äußerst seltener Helmtyp, der islamische Einfluss in der Formgebung deutlich erkennbar.

Zustand: IV Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 203
Mongolischer Kalottenhelm
Zeit der Goldenen Horde, 14.Jhdt.
Einteilig getriebene, nahezu symmetrische, eiserne Glocke, der obere Teil in einer Spitze auslaufend. Am Unterrand umlaufend gelocht zur Befestigung der Brünne.
Bodenfund, konserviert und restauriert. Die metallene Substanz bemerkenswert gut erhalten. Höhe 22 cm, Gewicht 941 g.
Äußerst seltener Helmtyp. Vgl. den Helm des Fürsten Jaroslaw Wsewolodowitsch in der Rüstkammer des Moskauer Kreml (Inv. Nr. 4672) in Russische Prunkwaffen und Rüstungen, Leningrad 1982, Kat. Nr. 1.

Zustand: III Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 204
Ritterlicher Nasalhelm
mitteleuropäisch, 11./13.Jhdt.
Niedriger, eiserner Kegelhelm mit einteilig geschlagener Glocke und Nasal. Das Nasal mit Spuren einer Verstärkung oder Verzierung (fünf Nietspuren, rückseitig Reste der Unterlegscheibe). Nicht sehr stark ausgebildeter Mittelgrat, auf der Stirnseite und im Nacken flach auslaufend. Am Unterrand 16 umlaufende Futterlöcher, von denen drei noch mit Nieten verschlossen sind.
Im Scheitel wurden durch Korrosion oder Beschädigung entstandene Löcher verschlossen. Unterrand und Nasal sind etwas begradigt, der Helm war zuvor etwa einen halben Zentimeter höher. Insgesamt außergewöhnlich guter Zustand. Höhe ohne Nasal 14 cm, Nasal 5 cm, Durchmesser 21,5 cm, Gewicht 958 g.
Äußerst seltener Helmtyp, der heute nur noch in einigen wenigen Exemplaren überlebt hat, obwohl er über einen erstaunlich langen Zeitraum hin bis zu den Kreuzzügen den Standard-Kopfschutz des europäischen Ritters bildete. Die niedrige Ausprägung, der sog. byzantinische Typ, wurde überwiegend in Böhmen, Polen und Tschechien gefunden, immer einzeln, ohne datierbare Begleitfunde. Man nimmt deshalb an, dass er sich von hier schließlich über ganz Europa verbreitet hat. Vergleichsstücke befinden sich in einer deutschen Privatsammlung, des Weiteren wurden zwei Exemplare im Erdwall der Burg Hradsko in Böhmen, ein weiterer in Melnik, Tschechien und einer in Ostrow-Lednicki in Polen gefunden.
Vgl. Guy Francis Laking, European Armour and Arms, Band 1, Fig. 58, 59, Sammlung Wilczwek Burg Kreuzenstein und Dr. Bashford Dean. Dagmar Hejdvá, Der sogenannte St-Wenzels-Helm. Zeitschrift für Historische Waffen- und Kostümkunde 1968, S.15 ff. Ortwin Gamber, Geschichte der mittelalterlichen Bewaffnung, ZHWK 1994, S. 94, 95, 96.
Beiliegend ausführliches Gutachten von Frank Unrath, Neckarsulm.

Zustand: II-III Limit: 25000 EURO
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Los Nr. 205
Eiserne Beckenhaube
eines Deutschordensritters, 14.Jhdt.
Eisen, getrieben und vernietet. Die zweiteilig gearbeitete Glocke besteht aus einem nahezu zylindrischen Unterteil mit rechteckigem Gesichtsausschnitt und einem kegelförmigen Oberteil mit langer Spitze. Am Unterrand vernietete Ösen zur Befestigung der Brünne.
Korrodierter Erdfund, konserviert und restauriert, die Substanz weitestgehend erhalten. Höhe 30 cm, Durchmesser 22 cm, Gewicht 1337 g.
Die Formgebung entstand sicherlich unter starkem baltischem Einfluss und muss als die typische Helmform der damaligen Ordensritter in Preußen angesehen werden.
Hochbedeutender Helm, nahezu identisch mit einem weiteren Exemplar im Museum zu Thorn. Vgl. ZHWK, 7. Bd., S. 108/09, Bernhard Engel, Eine eigenartige Beckenhaube, und 800 Jahre Deutscher Orden - Ausstellung Germanisches Nationalmuseum, Kat. S. 66.

Zustand: IV Limit: 8000 EURO
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verkauft

Los Nr. 206
Ganzer Harnisch
Historismus im Stil um 1540
Einteilig geschlagene Helmglocke mit gebördeltem Kamm, dreifach geschobenem Nackenschutz, rs. Federbuschtülle und inseitig vernieteter Fütterung aus Wildleder. Aufschlächtiges Blasebalgvisier mit rechtsseitiger Federsperre und getrennten Seh- bzw. Atemöffnungen. Gewölbte Brust mit beweglichen Armausschnitten und starken, gebördelten Brechrändern. Auf der Brust gravierte Darstellung des Heiligen Georg mit Beschriftung "gib muet und stärk skt Jörg A. Do. 1520". Drei anhängende Bauchreifen mit vierfach geschobenen Tassetten. Geschwungener Rücken mit Gesäßreif. Siebenfach geschobene, große Schultern mit vollem Armzeug und offenen Meuseln. Beinzeug mit geschlossenen Unterdiechlingen und achtfach geschobenen "Kuhmaulschuhen". Auf hölzerner Puppe mit farbig gefasstem Kopf und achteckiger Plinthe. Höhe 185 cm.
Hochwertige, voll bewegliche Plattnerarbeit des Historismus mit aufwändig graviertem Ranken- und Blütendekor.

Zustand: II Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 207
Ganzer Harnisch
aus alten und neuen Teilen zusammengestellt
Originaler, schwerer Turnierhelm um 1580. Schwere, einteilig geschlagene Glocke mit geschnürltem Kamm. Im Nacken eiserne Federbuschtülle, daneben Arsenalmarke "GP". Kleine Reparatur am rechten Rand. Aufschlächtiges, zweiteilig federverriegeltes Visier mit schmalem, einteiligem Sehschlitz. Rechtsseitig federverriegelte Visierklappe, links neun Atemöffnungen. Frontaler Gewindebolzen zur Befestigung einer Verstärkungsplatte. Die linke Visierseite mit deutlichen Schlagspuren aus der Gebrauchszeit. Aufschlächtiges Kinnreff (am unteren Rand Reparatur). Angenieteter Hals- und Nackenreif.
Zusammengehörige Brust und Rücken im gotischem Stil um 1500. Geschiftete Brust mit beweglichen Armeinsätzen und kantigen Brechrändern. An der rechten Seite beweglicher Rüsthaken mit fein geschnittener und gravierter Sockelplatte. Drei Bauchreifen. Zweifach geschifteter Rücken mit rechtsseitiger Lanzenauflage und drei Gesäßreifen. Anhängende Tassetten, frontal kurzer Kettenschurz aus originalem Geflecht des 16.Jhdts.
Originale Schultern und Armzeug, 3.Viertel 16.Jhdt. Siebenfach geschobene Schultern, die Belederung ergänzt. Volles Armzeug mit geschlossenen Meuseln, federverriegelte Unteramrröhren. Originale, leicht verschiedene, geschlossene Hentzen um 1540. Fünffach geschobener Handschutz mit erhabenem, geschnürltem Knöchelschutz. Vierfach geschobene Handrücken mit anhängenden Daumen und runden Stulpen mit geschnürlten Rändern.
Originale Oberdiechlinge, Ende 16.Jhdt. Achtfach geschoben, die geriefelten Kniebuckel wohl Ergänzung des 19.Jhdts. Geschlossene Unterdiechlinge (19.Jhdt.) mit gekehlten, mehrfach geschobenen Füßen und langen Radsporen.
Auf hölzerner Kleiderpuppe mit farbig gefasster Gesichtsmaske. Belederung überwiegend ergänzt, teils defekt. Höhe ca. 182 cm.

Zustand: II- Limit: 10000 EURO
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Zuschlag 24000 EURO

Los Nr. 208
Schwarzweißer Halbharnisch
Nürnberg um 1580/90
Einteilig geschlagener Morion mit hohem, geschnürltem Kamm und seitlich leicht gegratetem Zierstreifen (Schwärzung nachlackiert). Spitz zulaufende Krempe mit gebördeltem, geschnürltem Rand. Umlaufende Futternieten mit eisernen Zierrosetten und rs. Federbuschtülle.
Im Scharnier zu öffnender Kragen mit zwei Halsreifen (oberster Reif ergänzt) und siebenfach geschobenem Armzeug. Die gegratete Brust mit ausgeprägtem Tapul, geschobenen Armeinsätzen, geschnürltem Brechrand und zwei Bauchreifen. Taillierter Rücken mit gebördelten Rändern. Achtfach geschobene, anhängende Oberdiechlinge. Originale Schnallen, einige Nieten und Großteil der Belederung ergänzt. Zusammengehöriger dekorativer Harnisch in sehr gutem Zustand und hoher Qualität. Auf Helm, Brust und Kragen jeweils geschlagene Nürnberger Beschaumarke.

Zustand: II- Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 16000 EURO

Los Nr. 209
Knechtsharnisch
deutsch um 1600
Einteilig geschlagene Sturmhaube mit Augenschirm und geschnürltem Kamm. Vernieteter Nackenschutz. Scharniergelagerte Wangenklappen mit neunfacher Lochung und gebördelten Rändern. Lederner Kinnriemen. Im Scharnier zu öffnender Kragen mit anhängenden, fünffach geschobenen Schulterkrebsen. Gegratete Brust mit leichter Tapulspitze und fünffach geschobenen Tassetten. Rücken mit gebördelten Rändern. Alte (teilweise defekte) Belederung mit größtenteils originalen Schnallen. Metalloberflächen patiniert und verschmutzt.

Zustand: II-III Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 8400 EURO

Los Nr. 210
Kettenhemd
deutsch um 1500
Hüftlanges Hemd mit flachem Kragen, Halsausschnitt und kurzen Ärmeln. Die Brust und der etwas längere Rücken aus starken, flachen, abwechselnd vernieteten und geschlossenen Ringen, der Kragen und die Ärmel aus leichterem Geflecht. Bis auf eine Fehlstelle im Kragen bemerkenswert gut erhaltenes Kettenhemd. Länge ca. 75 cm.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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verkauft

Los Nr. 211
Gotische Harnischbrust
Historismus im Stil um 1490
Dreifach geschiftete Brustplatte mit kantigen Brechrändern und Zierkehlung. Zwei Lochungen für den fehlenden Rüsthaken. Vier anhängende Bauchreifen. Die Kanten mit fein durchbrochenen und gravierten Ornamenten, am Bauchreifen teils ausgebrochen. Höhe 57 cm.
Hochwertig geplattnertes Rüstungsteil, vermutlich Arbeit der bekannten Werkstatt Schmidt in München, 2.Hälfte 19.Jhdt.

Zustand: II Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2900 EURO

Los Nr. 212
Hundsgugel
neuzeitliche Anfertigung im Stil um 1380
Einteilig geschlagene, leicht gegratete, konische Eisenglocke mit am Rand umlaufenden Futterlöchern und vernieteten, kugelförmigen Messingteilen zur Befestigung der Brünne. Seitlich scharniergelagertes, aufschlächtiges Visier mit gegrateten Sehschlitzen und einseitigen Atemlöchern. Auf den Außenkanten vernietetes Messingband mit lateinischer Minuskel-Inschrift. Höhe 28,5 cm.
Hochwertige Kopie des ursprünglich in der Churburg (jetzt im Tower) aufbewahrten Helmes, gefertigt vom englischen Plattner Redfort.

Zustand: II Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 8500 EURO

Los Nr. 213
Geschlossener Helm
deutsch um 1520/30
Einteilg geschlagene, geriefelte Kalotte mit doppeltem, flachem, geschnürltem Kamm. Aufschlächtiges Visier mit beidseitig symmetrisch angebrachten Atemlöchern und -schlitzen. Unter dem Sehschlitz kräftiger, geschnürlter Brechrand, Federsperre. Zweiteilig aufklappbares, im Scharnier gelagertes Kinnreff mit Hakensperre. Umlaufende Futternieten, geschnürlter, wulstiger Halsring. Höhe 26 cm.
Seltener, ritterlicher Helm in hochwertiger Ausführung.

Zustand: II- Limit: 25000 EURO
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Los Nr. 214
Geätzter Morion
Nürnberg um 1580
Einteilig geschlagene Glocke mit hohem, geschnürltem Kamm und rs. vernieteter Federbuschtülle. Auf der beidseitig spitz hochgezogenen Krempe umlaufend geätzter Rankendekor mit vorderseitig geschlagener Nürnberger Beschaumarke. Gebördelte und geschnürlte Ränder, die eisernen Futternieten mit unterlegten Messingrosetten. Krempenrand mit drei kurzen Einrissen. Höhe 28 cm.

Zustand: II- Limit: 3900 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 215
Morion
deutsch um 1580
Zweiteilig geschlagener Helm mit hohem, geschnürltem Kamm. Die Kalotte beidseitig mit getriebenem Liliendekor, umlaufende, originale Futternieten mit Zierrosetten aus Messing. Spitz zulaufende Krempe mit gebördeltem Rand. Originale Schwärzung. Eine Spitze der Krempe leicht verbogen, neuzeitliche Bohrung am Ansatz der Kalotte. Anhängendes Sammlungsetikett der "W.A. von Carstanjen Stiftung", Nr. 69. Höhe 26,5 cm.

Zustand: II- Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 2900 EURO

Los Nr. 216
Sturmhaube
deutsch, vermutlich Braunschweig um 1580
Zweiteilig geschlagene Kalotte mit hohem, gebördeltem Kamm, seitlich geschweifte Zierstreifen. Spitz zulaufender Augenschirm mit alter Reparaturstelle. Vorderseitig vernietete Halterung mit Stellschraube, das zugehörige Naseneisen fehlt. Im Nacken eiserne Federbuschtülle. Einfach geschobener Nackenschild. Originale Wangenklappen mit getriebenem Sterndekor und zahlreichen Lochungen. Fein gebördelte und geschnürlte Ränder. Höhe 29 cm.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 217
Sturmhaube
deutsch um 1590
Zweiteilig getriebene, geschwärzte Eisenglocke mit blankem, gebördeltem und geschnürltem Kamm. Seitlich herausgetriebene, halbrunde Dekorstreifen. Gebördelter, spitzer Augen- und Nackenschirm, die beiden scharniergelagerten Wangenklappen mit siebenfach gelochten Gehöröffnungen. Futternieten mit Unterlegscheiben aus Messing. Oberfläche etwas verschmutzt und patiniert. Höhe 27 cm.

Zustand: II- Limit: 1600 EURO
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Zuschlag 2700 EURO

Los Nr. 218
Savoyarden Helm
norddeutsch oder flämisch um 1620
Zweiteilig geschlagene Glocke mit schmalem, gebördeltem Kamm. Der Kamm am Hinterkopf und der untere Rand der Helmglocke beschädigt. Aufschlächtiges Visier mit spitz zulaufendem Augenschirm. Visierplatte mit zwei Sehschlitzen, beidseitig fünfpassiger Atemlochung und angedeuteter Mundöffnung. Aufschlächtiges Kinnreff mit angenietetem, spitz zulaufendem Kragen. Die hintere Kragenhälfte fehlt. Originale Schwärzung. Höhe 26 cm.

Zustand: II- Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 4400 EURO

Los Nr. 219
Miniatur-Zischägge
deutsch, 17.Jhdt.
Einteilig geschlagene, achtfach gegratete Eisenglocke mit sternförmiger Scheitelplatte und vierfach geschobenem Nackenschutz. Der gebördelte, vernietete Augenschirm mit Stellschraube für das fehlende Naseneisen. Beiliegend zwei gelochte Wangenklappen (Lederriemen jeweils gebrochen). Länge 18 cm.

Zustand: II- Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 220
Geschlossene Hentze
deutsch, Mitte 16.Jhdt.
Eiserne Hentze mit fünffach geschobenem, gegratetem Fingerschutz und sechsfach geschobenem Handrücken. Keine Daumenplatte. Leicht gegrateter, spitz zulaufender Stulpen mit umlaufenden Futternieten und gebördeltem, geschnürltem Rand. Länge 36 cm.

Zustand: II- Limit: 1000 EURO
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verkauft

Los Nr. 221
Verstärkungsplatte für das Plankengestech
deutsch, 16.Jhdt.
Schwere Platte zur Verstärkung der linken Schulter. Am oberen Rand rechtwinklig abgebogener Brechrand. An der linken Seite zwei Bolzenlöcher zur Befestigung an der Brustplatte. Im Schulterbereich Gebrauchsspuren durch Lanzentreffer. Am oberen Rand eingeschlagene Inventarnummer "W33". Höhe 53 cm.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 222
Malleus maleficarum maleficas et earum heresim ut phramea potentissima co(n)terens (Hexenhammer)
L. Martin und J. Marion, Lyon, datiert 1519
Seltene (bibliographisch nicht nachweisbare) Ausgabe des berüchtigten, erstmals 1487 erschienenen Werkes über das Hexenwesen. 216 Blätter mit zwei Druckermarken auf Titel und Ende sowie einigen Holzschnitt-Initialen. Titel und Vorsatz mit mehreren zeitgenössischen Widmungen und Besitzvermerken, einige Unterstreichungen. Leicht gebräunt, obere Ecke mit Wasserrand. Etwas fleckiger Einband, laut Analyse des Gerichtsmedizinischen Instituts der Graf Lodron Universität Salzburg aus menschlicher Haut gefertigt. Maße 14 x 9,5 cm.

Zustand: II- Limit: 5200 EURO
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Zuschlag 5200 EURO

Los Nr. 223
Schandgeige
deutsch, 17./18.Jhdt.
Massive Holzkonstruktion mit runden Öffnungen für Hals und Handgelenke. Außenseitig umlaufende, schmiedeeiserne Einfassung mit Scharnier und Verschlussbeschlag. Stark wurmstichig, im Halsbereich gebrochen mit kleiner Fehlstelle. Länge 59 cm.
Schand- oder Halsgeigen waren beliebte Folterinstrumente für streitsüchtige Frauen, die zum öffentlichen Spott damit an den Pranger gestellt wurden.

Zustand: II-III Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 2800 EURO

Los Nr. 224
Geätzter Bärenspieß
mit dem Wappen der Grafen Stollberg, deutsch, 2.Hälfte 16.Jhdt.
Schmiedeeisen. Kräftiges, gegratetes Blatt mit beidseitigem Wappen und Banddekor in Schwarzlotätzung. Geschnittene, seitlich gezahnte Tülle mit gebogenem Reißhaken und einseitig gemarktem Schnabel. Zwei lange Schaftfedern an vollflächig genopptem und geschwärztem Original-Holzschaft mit eisernem Dorn am Schaftende. Länge 206 cm.
Schöne Qualität und Erhaltung.

Zustand: II+ Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 7500 EURO

Los Nr. 225
Gotischer Streitkolben
deutsch, 2.Hälfte 15.Jhdt.
Einteilig geschmiedeter, eiserner Kolben. Schlagkopf mit vier spitz zulaufenden Blättern, darüber kurze Vierkant-Stoßspitze. Achtkantiger Schaft mit geschlagenem Stern- und Liniendekor. Gedreht gekehlter Griff, Knauf mit Ringgliederung und Öffnung für den Faustriemen. Länge 56 cm.

Zustand: II- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3400 EURO

Los Nr. 226
Maximilianischer Streitkolben
deutsch um 1480
Schmiedeeisen. Acht eingesetzte, spitz zulaufende Schlagblätter mit aufgesetzter, blütenförmiger Scheitelplatte und kleinem Kugelkopf. Hohlgeschmiedeter, konischer Achtkantschaft mit dreifacher, geschnürlter Bänderung. Am Griff unterseitig eiserner Ring für den Faustriemen. Länge 53 cm.

Zustand: II+ Limit: 5500 EURO
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Zuschlag 7800 EURO

Los Nr. 227
Streitkolben
deutsch, 16.Jhdt.
Schmiedeeisen. Schlagkopf mit zehn birnenförmig geschwungenen Blättern. Hohlgeschmiedeter Rundschaft, das achteckige Griffstück mit verdicktem Abschluss und Bohrung für die Handschlaufe. Länge 51 cm.

Zustand: II-III Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 228
Parade-Streitkolben (Buzogan)
Ungarn/Siebenbürgen, 17.Jhdt.
Birnenförmiger Schlagkopf aus vergoldetem Silber mit getriebenen Blattranken und netzartigem Dekor über gekörntem Grund. Im Zentrum jeweils gefasster Türkiscabochon, der Scheitel mit gepunzter Rosette und geripptem Knopf. Leicht konischer, en suite dekorierter Silberschaft mit balusterabgesetztem, geometrisch gepunztem Griffstück, unter der oberen Kante Silberstempel "TS". Länge 66 cm. Gewicht 900 g.
Typischer Streitkolben eines Hetmanska (vom König ernannten Heeres-Oberbefehlshabers).

Zustand: II Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 22000 EURO

Los Nr. 229
Streitkolben (Bulawa)
polnisch, 17.Jhdt.
Umlaufend gerippter, birnenförmiger Schlagkopf aus Bronze mit runder Scheitelplatte. Hölzerner, messingummantelter Schaft mit eisernem Griffring, das lederbezogene Mittelstück spiralig mit Messingdraht verziert. Länge 65 cm.

Zustand: II Limit: 3000 EURO
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Los Nr. 230
Reiterhammer
Ungarn oder Polen um 1600
Eiserner Schlagkopf (teils narbig) mit Ziereinlagen aus Messing. Schlanker, achtkantig gekehlter Schnabel, runde Tülle mit mehrfach gestuftem, quadratischem Hammerkopf. Geschwärzter Holzschaft mit Messingbeschlägen. Griff mit Messingdrahtwicklung und halbrunder Knaufkappe. Länge 85 cm.

Zustand: II- Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 5100 EURO

Los Nr. 231
Geätzter Axtkopf
deutsch um 1600
Schlankes Blatt mit gerader Schneide, einseitig tief geschlagene Schmiedemarke. Kräftige, rechteckige Tülle mit seitlicher Zierkehlung. Rückseitig leicht gebogener, vierkantiger Rabenschnabel. Ganzflächige Zierätzung mit ornamentalem Rankenwerk. Einseitig Wappenkartusche mit Bindenschild (Stadt Wien?). Länge 30,5 cm.

Zustand: II- Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 232
Bergbau-Paradeaxt
Sachsen, datiert 1699
Axtkopf aus Messing mit schlankem Blatt an gegrateter Tülle. Geschwärzte Hartholzschäftung mit reichen Einlagen aus Messingdraht in Ranken- und Blütenform. Dazwischen zahlreiche, gravierte Plaketten mit Darstellung von Sonne und Mond, Bergleuten, Tulpen sowie dem sächsischen Wappen und gekreuzten Hämmern mit Datierung "1699". Auf dem Schaftrücken Darstellung eines Kruzifix, die Kreuzarme auf den Schaftseiten fortgesetzt. Länge 104 cm.

Zustand: II Limit: 2800 EURO
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Zuschlag 3500 EURO

Los Nr. 233
Spätgotische Bauernwehr
deutsch, 1.Viertel 16.Jhdt.
Kräftige, leicht geschwungene Rückenklinge, die zweischneidige Spitze mit Zierkehlungen und Punktdekor. Einseitig zweifach eingeschlagene Reichsapfel-Schmiedemarke. Geschnittene Griffzwinge mit kleinem, vernietetem Stichblatt, en suite gearbeiteter Vogelkopfknauf. Vierfach vernietete Hirschhorngriffschalen. Länge 41,5 cm.
Extrem selten. Obwohl dieser Waffentyp durch zahlreiche Bodenfunde belegt ist, sind praktisch keine gut erhaltenen Exemplare bekannt.
Provenienz: Rüstkammer der Fürsten von Liechtenstein, Inv.-Nr. 171, Christies London, November 1991, Los 62.

Zustand: II Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 234
Linkhanddolch
Sachsen um 1600
Zweischneidige, gegratete Klinge mit beidseitigem, schmalem Hohlschliff. Fehlschärfe mit geschlagener Umrandung. Geschwärzte Parierstange mit Daumenring und schauseitig drei vernieteten, niellierten Silberapplikationen. Spitzovaler Knauf, Hilze mit originaler Messingdrahtwicklung mit Türkenbünden. Länge 34,5 cm.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 235
Stilett
Italien um 1700
Schlanke, stark gegratete Klinge mit kurzer Fehlschärfe, im oberen Drittel beidseitig schmale Hohlkehle. Feuervergoldete Parierstange mit gekehlten Endknäufen, en suite gearbeiteter Knauf. Spiralig gedrehte Hilze mit gekordelten Messingdraht-Einlagen. Ergänzte Lederscheide mit feuervergoldeten Beschlägen. Länge 43 cm.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1700 EURO

Los Nr. 236
Zwei Besteckpaare
flämisch, 17.Jhdt. und süddeutsch, Ende 18.Jhdt.
Messer und Gabel mit Griffen aus Elfenbein. Die Messerklinge mit einseitig tief geschlagener Marke, zierliche, dreizinkige Gabel an langem Stiel. Facettierte Griffe aus Elfenbein mit Löwenkopfknäufen. Dazu alpenländisches Besteck. Die Klinge (Spitze leicht beschädigt) mit dreifach geschlagener Kreuzmarke, vierzinkige Gabel. Griffe aus grün gefärbtem Bein mit reicher Silbermontierung. Länge 17 bis 19,5 cm.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1200 EURO

Los Nr. 237
Highlander Dolch und Schmuck
Edinburgh um 1900
Kräftige, gekehlte Klinge, der Rücken in Wellen geschnitten. Sehr schöne Ausführung mit distelverzierter Silbergarnitur. In Flechtmustern beschnitzter und mit Silberstiften benagelter Holzgriff, im Knauf großer, geschliffener Cabochon (vermutlich Rauchtopas). Lederscheide mit Beimesser und Gabel in gleichartiger Verzierung, Silberbeschläge. Auf dem Mundblech Herstellersignatur "J. Stewart & Son, 88 George Street, Edinburgh". Länge 43 cm. Dazu passendes kleines Strumpfmesser (beschädigt) sowie zwei fein gravierte Silberbroschen.

Zustand: II+ Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 238
Kurzschwert
spätrömisch/frühe Völkerwanderungszeit, 4.-6.Jhdt. n.Chr.
Zweischneidige Klinge mit leichtem Mittelgrat, die untere Klingenhälfte stärker korrodiert. Kurze, kräftige Parierstange mit schräg zur Klinge geneigten Seitenflächen. Flache Angel mit pilzförmigem, seitlich leicht gegratetem Knauf. Gereinigter Wasserfund. Länge 62 cm.
Seltener Schwerttypus, der den Übergang vom spätantiken Gladius zum frühmittalterlichen Pilzknaufschwert dokumentiert.

Zustand: III Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 239
Schwert
9. bis 12.Jhdt.
Zweischneidige Klinge mit leicht klingenwärts gebogener Parierstange und rechteckiger Angel. Konischer, extrem flacher, im Querschnitt spitzovaler Knauf. In der kompletten Länge erhaltener, gereinigter Bodenfund mit leicht schartigen Schneiden. Länge 95,3 cm, die Klinge 80 cm.
Dazu Untersuchungsreport (in Englisch) der technischen Universität Budapest mit Material- und Fertigungsanalysen zum Schwert.
Vgl. Dr. Kalmar Jonas, Regi magyarfegyverete, S. 59, Abb. 97, 98.

Zustand: II-III Limit: 5000 EURO
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Los Nr. 240
Schwert der Wikingerzeit
9./10.Jhdt.
Zweischneidige, beidseitig fast bis zur Spitze tief gekehlte Klinge. Kurze, flache Parierstange mit konischer Angel und abgeflachtem, pilzförmigem Knauf. Gereinigter und konservierter Bodenfund in kompletter Länge mit guter Substanz. Länge 97 cm, Klinge 82,5 cm.
Fränkischer Typ, gefunden im unteren Wolgagebiet.
Dazu Untersuchungsreport (in Englisch) der technischen Universität Budapest mit Metall- und Fertigungsanalysen zum Schwert.
Vgl. Oakeshott, Records of the Medieval Sword, S. 24, Abb. 3.

Zustand: II-III Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 5800 EURO

Los Nr. 241
Kurzschwert
Westeuropa, 9./10.Jhdt.
Schmiedeeisen. Zweischneidige, beidseitig flach gegratete (leicht verbogene) Klinge mit rechteckiger Angel. Halbrunde (nachträglich festgeschweißte) Parierstange mit flachrunden Abschlüssen, der pilzförmige Knauf mit unterseitig zwei Griffholznieten. Gereinigter und konservierter Wasserfund mit guter Substanz. Länge 67 cm.
Frühes Schwert mit seltener Parierstangenform.

Zustand: III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2800 EURO

Los Nr. 242
Awarisch-chasarisches Schwert
9./10.Jhdt.
Schlanke Rückenklinge mit zweischneidiger Spitze. Am Klingenansatz aufgeschobene Hülse. Kurze Parierstange, die zur Klinge geneigten Arme mit runden Endknäufen. Konisch zulaufende Angel mit drei erhaltenen Griffnieten. Gereinigter Bodenfund. Länge 124 cm.

Zustand: III- Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 243
Ritterliches Schwert
deutsch, 12.Jhdt.
Breite, beidseitig leicht gekehlte Klinge mit am Ansatz eingelegtem, einseitigem Messingkreuz. Gerade Parierstange mit rechteckigem Querschnitt, die konische Angel mit großem, paranussförmigem Knauf. In der ganzen Länge erhaltener, teilweise gereinigter Wasserfund mit schartigen Schneiden und stärker korrodierter Spitze. Länge 95 cm.

Zustand: III- Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 244
Ritterliches Schwert
deutsch, Ende 12.Jhdt.
Zweischneidige, beidseitig fast bis zur Spitze gekehlte Klinge. Quadratische Parierstange mit konisch zulaufenden Enden. Der paranussförmige Knauf unterseitig mit Resten des Griffholzes. Trotz stärkerer Korrosionsspuren in der gesamten Länge erhaltener, konservierter Bodenfund. Länge 101 cm.

Zustand: III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3100 EURO

Los Nr. 245
Ritterliches Schwert
deutsch um 1300
Zweischneidige, beidseitig bis zur Spitze gekehlte Klinge mit schräg aufgerosteter, breiter Parierstange. Konisch verjüngte Angel mit abgeflachtem, dickem Scheibenknauf. In der kompletten Länge sehr gut erhaltener, ungereinigter Flussfund aus der Donau bei Ulm. Länge 110,5 cm.

Zustand: II-III Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 4700 EURO

Los Nr. 246
Ritterliches Schwert
deutsch, 1.Hälfte 14.Jhdt.
Kräftige Klinge mit beidseitiger, schmaler Kehlung. Am Klingenansatz einseitig goldtauschierter Passauer Wolf und drei Kreuze, die andere Klingenseite mit Einhorn, zwei Kreuzen und Herz. Leicht zur Klinge geneigte Parierstange mit konisch verbreiterten Enden. Kräftige Angel mit leicht querovalem Scheibenknauf, gestufter Vernietknauf. Gereinigter Bodenfund. Länge 108,5 cm.

Zustand: III Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 247
Schwert zur Anderthalb-Hand
deutsch um 1350
Zweischneidige, beidseitig gekehlte Klinge mit in Resten messingeingelegtem, stilisiertem Wolf bzw. Krückenkreuz im Schild. Quadratische, facettierte Parierstange mit konischer Angel und leicht ovalem Scheibenknauf. In der kompletten Länge gut erhaltener, gereinigter und konservierter Bodenfund. Länge 121 cm.

Zustand: II-III Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 5300 EURO

Los Nr. 248
Schwert zur Anderthalb-Hand
Passau, bischöfliche Werkstätten um 1420
Lange, zweischneidige Klinge mit beidseitig etwa hälftiger Kehlung. Am Ansatz kleeblattförmige Schmiedemarke und beidseitig mittig (teilweise unvollständig) messingeingelegter Krummstab. Gerade Parierstange mit rechteckiger Angel und ovalem Scheibenknauf. Gereinigter und konservierter, in der ganzen Länge gut erhaltener Bodenfund, eine Seite partiell mit stärkerer Korrosionsspur. Länge 139 cm.

Zustand: II-III Limit: 6500 EURO
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verkauft

Los Nr. 249
Zweihänder-Schwert
deutsch um 1500
Zweischneidige, flach gegratete Klinge mit Fehlschärfe. Vor der beidseitigen Kehlung jeweils undeutlich geschlagene Marken. Rechteckige, leicht geschnittene Parierstange mit verdickten, achteckigen Enden. Konischer, achteckiger und geometrisch gravierter Eisenknauf, das reliefierte Holzgriffstück mit gepunztem Leder überzogen. Länge 147 cm.
Provenienz, Sammlung Spitzer, Auktionskatalog von 1895, Nr. 171.

Zustand: II Limit: 12000 EURO
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Zuschlag 12000 EURO

Los Nr. 250
Langes Messer
deutsch, 1.Hälfte 16.Jhdt.
Leicht gekrümmte, am Rücken eingezogene Klinge mit langer, zweischneidiger Spitze. Am quartseitigen Ansatz geschlagene Pi-Marke. Die gerade Parierstange mit knopfförmigen Abschlüssen und terzseitigem Parierbügel. Dreifach gelochte, (etwas verbogene) rechteckige Angel. In der ganzen Länge erhaltener, gereinigter und konservierter Bodenfund mit guter Substanz. Länge 104,5 cm.
Typische Landsknechtwaffe aus der Zeit der Bauernkriege, welche ohne Scheide getragen wurde. Vgl. H. Seitz, Blankwaffen I, Abb. 262.

Zustand: II-III Limit: 1200 EURO
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verkauft

Los Nr. 251
Saudegen
deutsch um 1530
Beidseitig leicht gekehlte, überlange Fehlschärfe mit geflammter, beidseitig gegrateter, zweischneidiger Klinge. Am Ansatz rechteckige Aussparung für den fehlenden Knebel. Runde, eiserne Parierstange mit gedrehten Seitenteilen. Lederüberzogener, späterer Griff mit birnförmigem, spiralig gekehltem und graviertem Eisenknauf. Länge 121 cm.

Zustand: II- Limit: 10000 EURO
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Los Nr. 252
Schwert zur Anderthalb-Hand
deutsch um 1530/40
Beidseitig leicht gekehlte Stichklinge mit kräftigem Mittelgrat. Gefäß mit beidseitigen Finger- und Parierbügeln mit fein geschnittenen Zierbalustern. Konisch verbreiterte, runde Parierstangen mit geschlagener Wellenornamentik. Lederbezogene, gestufte Hilze. Zwiebelförmiger Knauf mit leicht gedrehter Kehlung. Länge 131 cm.

Zustand: II Limit: 10000 EURO
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Los Nr. 253
Bidenhänder
deutsch um 1580
Zweischneidige, leicht gegratete Klinge mit stumpfer Schlagspitze. Einseitig zwei geschlagene Schmiedemarken. Die lange Fehlschärfe mit zwei Parierhaken. Weit ausladende Parierstange mit zwei Parierringen. Ein Parierstangenende leicht verbogen. Originale, lederbezogene Hilze. Rechteckiger Knauf mit geschrägten Kanten. Fehlschärfe, Parierstange und Knauf mit geschlagenem Wellendekor. Länge 176 cm.

Zustand: II- Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 254
Bidenhänder
deutsch um 1600
Zweischneidige, abgeflachte Klinge mit abwärts gebogenen Parierhaken. Auf der langen Fehlschärfe beidseitig geschlagene Marke, (Dreschflegel im Schild). Wuchtiges, in Resten geschwärztes Eisengefäß mit beidseitigen Parierringen und inliegenden Lilienornamenten, die leicht gebogene Parierstange mit schneckenförmigen Verzierungen. Gekehlter, birnförmiger Eisenknauf mit balusterunterteiltem Holzgriff (Lederbezug ergänzt). Länge 179 cm.
Identische Klingenschmiedemarken im Wiener Zeughaus. Vgl. dazu "Wehrhafte Stadt", Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 1986, Nr. 6/34, 6/57 und 6/100.

Zustand: II Limit: 6500 EURO
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Zuschlag 9500 EURO

Los Nr. 255
Prunkrapier
Italien um 1600
Schlanke, gegratete Stichklinge. Im oberen Drittel geringe Reste von Zierätzung. Mehrspangiges Bügelgefäß mit schauseitig fein goldtauschierten Weinlaubranken. Originale Hilze mit Eisendrahtwicklung und Türkenbünden. Der Knauf vermutlich im 19.Jhdt. ergänzt mit Weinlaubdekor und beidseitigen Kriegerfiguren. Länge 125 cm.

Zustand: II-III Limit: 8000 EURO
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Zuschlag 8000 EURO

Los Nr. 256
Rapier
deutsch um 1600
Zweischneidige, beidseitig bis zur Spitze gekehlte Solinger Klinge mit geschlagener Türkenkopfmarke auf der terzseitigen Fehlschärfe. In der oberen Kehlung jeweils Signatur "HANSS AOLLICH" zwischen Reichsapfeldekor. Geschwärztes Bügelgefäß mit umlaufend gekehltem, konischem Knauf. Aufwändig gearbeitete (ergänzte) Eisendrahthilze mit Türkenbünden. Länge 118 cm.
Fein erhaltenes Rapier.

Zustand: II+ Limit: 6000 EURO
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Los Nr. 257
Falchion
Mailand um 1600
Kräftige, breite Klinge mit geschwungener, zweischneidiger Spitze. Am Klingenansatz beidseitig geätzter Rankendekor mit Maskaron und zentralem Wappen mit stehendem Löwen. Gefäß aus Bronze mit Alterspatina. Parierstangenenden und Knauf in Form von fein modellierten und gravierten, vollplastischen Nubierköpfen. Länge 87 cm.
Seltene Parade- bzw. Zeremonialwaffe. Ein Schwert mit ähnlich gestaltetem Gefäß befindet sich in der Sammlung des Barghello in Florenz. Vgl. G. Boccia, Armi Bianche Italiane, Nr. 522.

Zustand: II- Limit: 12500 EURO
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Zuschlag 18500 EURO

Los Nr. 258
Richtschwert
Ungarn um 1600
Breite Klinge mit stumpfer Spitze. Im oberen Drittel reiche Zierätzung mit zwei Kriegerfiguren (Abonis und Hiporis?) zwischen Blattranken, darunter lateinische Sinnsprüche. Eisernes Bügelgefäß mit langen Mitteleisen. Schauseitig geschnittener Wellendekor. Lederbezogene Hilze (Fehlstellen und kleine Ergänzungen) mit typischer, eiserner Knaufkappe. Länge 90 cm.

Zustand: II- Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 7300 EURO

Los Nr. 259
Eisengeschnittenes Rapier
Brescia um 1650
Zweischneidige Klinge mit abgeflachtem Mittelgrat, das obere Viertel jeweils gekehlt und mit Rest eines kupfereingelegten Wolfes. Ganzeisengefäß mit außenseitig fein gekehltem, asymmetrischem Stichblatt, blütenförmigen Parierstangenenden und durch Baluster gegliedertes, in Ananasform geschnittenes Griffstück. Länge 107 cm.
Vgl. Armi Bianche Italiane, Mailand 1975, Nr. 621.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4000 EURO

Los Nr. 260
Schiavona
Norditalien, 17.Jhdt.
Zweischneidige Klinge mit kurzem, beidseitigem Hohlschliff. Am Klingenansatz eingeschlagener Passauer Wolf, gegenseitig eingeschlagener Reichsapfel. Eisernes Korbgefäß mit Daumenring. Schnurgewickelte Hilze mit originalem Fischhautbezug. Typischer Messingknauf mit beidseitig ausgelegtem Maskaron. Länge 113 cm.

Zustand: II- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3100 EURO

Los Nr. 261
Glockenrapier
Italien um 1680
Schlanke Stichklinge mit abgeflachtem Mittelgrat, das obere Fünftel mit beidseitiger Kehlung. In der Kehlung geringe Reste einer Signatur. Reich durchbrochene und gravierte Glocke mit floralem Dekor. Weit ausladende, gravierte Parierstange mit Faustbügel, en suite gearbeiteter Knauf. Hilze mit ergänzter (?) Wicklung aus Eisendraht mit Türkenbünden. Länge 121,5 cm.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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verkauft

Los Nr. 262
Goldinkrustierter Galanteriedegen
englisch um 1730
Breite, dreikantige Stichklinge mit floral graviertem, in Resten vergoldetem Ansatz. Auf der Quartseite punziert (etwas verwischt) "Bradish Cuttler ...(?) Bridge". Eisernes, mit Trophäenbündel und Rankendekor vollflächig goldinkrustiertes Bügelgefäß. Originale Hilze und Türkenbünde aus gekordeltem Silberdraht. Länge 99 cm.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2700 EURO

Los Nr. 263
Goldeingelegter Galanteriedegen
Nordindien - für den europäischen Markt um 1770
Zweischneidige, gegratete Colichemarde-Klinge mit beidseitig ornamental geätztem Ansatz. Eisernes, vollflächig floral und geometrisch goldeingelegtes Bügelgefäß (Hilze gelockert) mit Resten von Originalbläung. Länge 97,5 cm.

Zustand: II Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 264
Eisengeschnittener Galanteriedegen
Paris um 1780
Dreikantige, im oberen Viertel gebläute und vergoldete Stichklinge. Am Ansatz beidseitige Beschriftung "FOUASSE AU ROY DE LA CHINE SUR LE PONT ST. MICHEL A PARIS". Geometrisch und floral durchbrochenes, vergoldetes (partiell etwas beriebenes) Bügelgefäß mit Türkenbünden und (beschädigter) Silberdrahtwicklung. Länge 101,5 cm.

Zustand: II- Limit: 1700 EURO
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Zuschlag 1800 EURO

Los Nr. 265
Luxus-Galanteriedegen
England um 1800
Dreikantige Stichklinge mit geätzter Inschrift "Kennedy Manufacturer No. 53 Loveday St. Birmm. & at Mr. Peacocks King Street, Manchester". Eisernes, mit geschliffenen Stahlperlen und dreifarbigem Gold eingelegtes Bügelgefäß (Stichblatt einseitig leicht beschädigt, einige Stahlperlen fehlen). Länge 98 cm.

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 3100 EURO

Los Nr. 266
Silbergefasster Galanteriedegen
München(?) um 1800
Dreikantige Colichemarde-Stoßklinge mit Resten von Zierätzung am Ansatz. Ehemals vergoldetes, geometrisch gekehltes und facettiertes Silberbügelgefäß mit runder Parierschale. Auf dem Seitenbügel zwei Silbermarken Münchner Kindl(?) zwischen "MB" und darunter "SZ". Eiserne Kordeldrahthilze. Lederbezogene (restaurierte) Holzscheide mit in Resten vergoldeten Silberbeschlägen. Länge 93,5 cm.

Zustand: II- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2500 EURO

Los Nr. 267
Schwere Jagd/Sportarmbrust
deutsch, Ende 16.Jhdt.
Geschmiedeter Stahlbogen mit einseitig geschlagener Marke. Gewachste Strickverankerung mit eisernem Tragering und Teil des originalen Aufputzes. Die gebauchte (nachträglich verlängerte) Obstholzsäule oberseitig durchgehend mit Bein belegt und ornamental graviert, die Seiten bzw. unterseitig mit Ranken- und Figureneinlagen. Im Faden laufende Beinnuss (Faden gekürzt) mit Stecherabzug. Geschnittener, eiserner Abzugsbügel. Länge 78 cm.

Zustand: II- Limit: 2800 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 268
Jagdarmbrust
deutsch, 1.Hälfte 17.Jhdt.
Geschmiedeter Stahlbogen in Strickverankerung mit seitlichen, eisernen Spannschrauben. Alte, geflochtene Hanfsehne. Leicht gebauchte Säule aus Nussbaumholz mit angedeuteter Wange. Ober- und Unterseite verbeint, seitlich eingelegte Zierstreifen aus Bein. Ornamentale, geschwärzte Ziergravuren mit Voluten-, Blatt- und Schuppendekor. Beinerne Nuss, im Faden laufend (Faden defekt). Dreiachsiges Schloss mit Stecherabzug. Spätere, klappbare Dioptervisierung. Länge 64 cm.

Zustand: II- Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 6000 EURO

Los Nr. 269
Schwere Scheibenarmbrust mit Seilzugwinde
niederländisch, 17.Jhdt.
Schwerer, einseitig gemarkter Stahlbogen mit geflochtener (ergänzter) Sehne. Geschnittene, eiserne Verankerung und Fußrast. Beschnitzte, mit feinen Beinstreifen an den Kanten eingelegte Holzsäule (Nuss fehlt). Beidseitig ornamental durchbrochene, mit Messingblech unterlegte, eiserne Handauflage. Messingummantelte Pfeilrinne mit Dekorations-Pfeil. Geschnittener Eisenabzugsbügel. Länge 100 cm. Dazu die originale, sechsrädrige, eiserne Seilzugwinde (sogenannte englische Winde). Die durchbrochen gearbeitete, eiserne Schafthülse mit seitlichen, gedrehten Kurbelarmen. Eiserne Flasche mit je zwei großen und kleinen Laufrädern aus Eisen, ergänzte Seile.
Vgl. ein ähnliches Exemplar bei Joseph Alm, European Crossbows, Abb. 47.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 9000 EURO

Los Nr. 270
Jagd/Sportarmbrust
Sachsen um 1740
Geschmiedeter Stahlbogen mit einseitiger Schmiedemarke und originaler Hanfsehne. Leicht gebauchte Säule aus Obstbaumholz mit beschnitzter Wange und reichen Einlagen aus fein graviertem, geschwärztem Bein, die Oberseite in Messing nummeriert "3". Pfeilrinne und Kolbenkappe aus Bein. Stecherabzug mit eisernem Abzugsbügel, der Diopter, Pfeilhalter und die Bogenverschraubung in der Gebrauchszeit geändert. Länge 71 cm.

Zustand: II+ Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 271
Zar Ferdinand I. von Bulgarien (1861-1948)
Diamantbesetztes Halskreuz mit Schwertern am Ring des St. Alexander Ordens, 3. Klasse
Gold, Silber, vergoldet, und Email. Der Ring mit den Schwertern, die Krone und die Medaillonränder auf der Vorderseite überreich mit Diamantrosen besetzt. Ungepunzt. 106 x 51 mm, Gewicht 51 g. Goldener Bandring. Genähtes Seidenrips-Halsband. In rotsamtenem Etui mit Futter aus dunkelblauem Samt und weißer Seide. Auf dem Deckel aufgelegte, silbervergoldete und emaillierte Zarenkrone.
Prachtstück von allerhöchster Qualität.
Zar Ferdinand I., seit 1887 Erbprinz von Bulgarien, seit 1908 Zar, 1918 dankt er zugunsten seines Sohnes Boris ab.
Provenienz: Important Orders and Decorations from the Collection of King Ferdinand I of Bulgaria, Sotheby's London, 7. Juli 1998, Los 277.

Zustand: I- Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 6300 EURO

Los Nr. 272
Orden vom Hl. Georg oder vom Hosenband
Verleihungsdekret unter Wilhelm III. (1650-1702)
Pergamenturkunde, dreiseitig mit goldener Rankenornamentik verziert, im Kopf das königliche Wappen. Handschriftliche Titulatur und Verleihungstext an den Herzog Georg-Wilhelm von Braunschweig (Hannover) (1665-1705), ausgefertigt den 5. Januar 1691 und von König Wilhelm III. unterschrieben. An blau-goldener Seidenkordel Reste des königlichen Siegels. Format 53 x 35 cm.
Antwortschreiben von Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg an König Wilhelm III. von England, in dem er sich für die Aufnahme in den Orden bedankt und gelobt die Statuten desselben zu achten. Datiert 8/18 April, 1691 mit Unterschrift des Herzogs und anhängendem Wachssiegel. Format 57 x 34 cm.
Herzog Georg Wilhelm war der letzte der Braunschweig-Lüneburgischen Linie Celle. Seine Tochter Sophie-Dorothee heiratete 1682 den späteren englischen König Georg I. Ein Verleihungsdokument des Hosenbandordens zählt zu den großen Raritäten, zumal die Beliehenen meist aus dem europäischen Hochadel stammen. In diesem Fall spielt die Verbindung zwischen England und Hannover eine bedeutende Rolle. Zwei unscheinbare aber bedeutsame Dokumente.

Zustand: II Limit: 7500 EURO
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Los Nr. 273
The Most Eminent Order of the Indian Empire
Kette mit Kleinod und Bruststern eines Knight Grand Commanders
Silbervergoldete Kette mit 16 hohl gearbeiteten Gliedern in Form der Imperial Crown, Rosen, Pfauen und Elefanten. Ein Kronenglied mit Haken für die Aufnahme des Kleinods. Gewicht 578 g, Länge ca. 76 cm. Das hohl gearbeitete Kleinod in Form einer fünfblättrigen Rose aus vergoldetem und emailliertem Silber, das Medaillon mit Portrait Queen Victorias und Umschrift "Imperatricis Auspiciis". Überhöht durch eine teilemaillierte Imperial Crown (an Scharnier), 98 x 60 mm, 74 g. Der gewölbte, silberne Bruststern mit fünf vergoldeten Strahlen und erneutem Portrait-Medaillon unter Imperial Crown. Vergoldete Nadel. 92 mm, 109 g. In erneuertem, ovalem Etui mit dem originalen Samt- und Seideinterieur des ursprünglichen Etuis, im Deckel Herstellerprägung "Garrard & Co. LTD Goldsmiths, Jewellers to the King...". Dazu der originale Deckel des ursprünglichen Etuis aus lederbezogenem Holz mit goldener Prägung "G.C.I.E.".
Dieser Orden wurde 1878 von Queen Victoria als Kaiserin von Indien gegründet. Mit der Unabhängigkeit Indiens im Jahre 1947 wurden die Verleihungen eingestellt.
Von extremer Seltenheit. Den Beliehenen war es nach 1947 zwar möglich Bruststern und Kleinod zu erwerben, alle Ketten waren jedoch streng rückgabepflichtig.

Zustand: I- Limit: 15000 EURO
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Zuschlag 15000 EURO

Los Nr. 274
Kette des russischen St. Andreas-Ordens
an den Großkanzler des Souveränen Malteser Ritterordens Quintin Jermy Gwyn, 1969
17 wechselnde Kettenglieder aus 18-karätigem Gold und Email. Ungepunzte Fertigung der 1930/40er Jahre (engl./französ.?). Das Spiegelmonogramm des Ordensstifters Zar Peter I. auf den Trophäengliedern sowie die St. Andreaskreuze auf den Strahlengliedern vernietet. Länge ca. 101 cm, Gewicht 353 g. Dazu die Verleihungsurkunde, "Donné à St. Briac, le 12-V-69" mit Unterschrift des Großfürsten Wladimir und Gegenzeichnung des Chefs du Cabinet Nicolas de Wonytche(?) sowie ein großformatiges Farbfoto des Trägers in Uniform des Souveränen Malteser Ritterordens, er trägt neben reichem weiterem Ordensschmuck diese Kette. Außerdem ein Gutachten über den Feingehalt von 18 Karat der Goldsmiths' Company in London aus dem Jahre 2004.
Von außergewöhnlicher Qualität.

Zustand: I Limit: 15000 EURO
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Los Nr. 275
St. Anna-Orden
Knopflochminiatur in schwarzem Email
Silber, vergoldet, ungepunzt. Die Kreuzarme beidseitig in tief dunkelroter Farbe emailliert. Hochgewölbtes Medaillon. Rs. gefältelte Seidenripsrosette und silberne Schraubscheibe. 11,5 x 11,5 mm.

Zustand: II Limit: 400 EURO
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Zuschlag 600 EURO

Los Nr. 276
Souveräner Malteser Ritterorden
Ehren- und Devotions-Großkreuz
Silber, vergoldet, emailliert, emailliertes Kronenfutter, an Trophäenagraffe. Schwarzes Seidenripshalsband mit Dornenzweigstickerei in Gold. Verleihungsetui mit Herstellerbezeichnung "Gebr. Hemmerle, München".

Zustand: I- Limit: 1600 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 277
Schwertorden
Kommandeurkreuz, Schweden um 1840
Gold und Email, ungepunzt. Die weißen Kreuzarme mit Haarrissen, einer mit kleinem Ausbruch. Das blaue Email der Medaillons sowie der Schwertscheiden hervorragend erhalten. Die Krone an Scharnier teilemailliert. Goldener Bandring. 78 x 55 mm (ohne Bandring), 35 g. An genähter Schärpe aus tiefblauem Seidenrips.

Zustand: II- Limit: 1200 EURO
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Los Nr. 278
Spanien, Zivilverdienstorden
Großkreuzsatz mit Brillanten, 1942 - 1975
Schärpendekoretion, Gold 31 g, emailliert, Medaillon zweiteilig mit Perlmuttemail im Hintergrund. Genähte Schärpe.
Stern, Gold 76,5 g, emailliert. In der Krone fünf Diamanten, das Medaillon von 38 kleinen Diamanten ungeben. Rückseitig Tragehaken.
Das Set mit Knopflochrosette im Verleihungsetui mit Firmenbezeichnung "Joyeria Cejaloo, Madrid".

Zustand: I- Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 279
Orden vom Zähringer Löwen 1815-1918
Bruststern zum Großkreuz
Silber, die Auflagen des Medaillons Gold und Email, im gebundenen Lorbeerkranz kleine Emailchips. Sternkorpus aus acht Teilen zusammengelötet, rs. leicht taillierte Nadel, Innenseite punziert "Z" für Hofjuwelier Zuber(?), Gewicht 59 g. (OEK 135).

Zustand: II Limit: 1600 EURO
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Zuschlag 1600 EURO

Los Nr. 280
Königlicher Verdienstorden vom Hl. Michael, Bayern
Bruststern zum Großkreuz, 1837-1918
Silber, Gold und emailliert. Brillantierter Sternkorpus, Kreuzarme mit goldenen Buchstaben, blau emailliertes Medaillon mit goldener Devise in Zierschnitt. Rs. flache, taillierte Nadel. Gewicht 73 g, Durchmesser ca. 86 mm (OEK 367).

Zustand: II Limit: 1950 EURO
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Zuschlag 1950 EURO

Los Nr. 281
Maximilian Ritter von Pohl
Militär-Max-Joseph-Orden
Ritterkreuz (OEK 356), Gold und Email. Bewegliche durchbrochene Krone, im Ring eingravierte Nummer "27.". Mit Bandstück. In altem, aber nicht zugehörigem Etui. Gewicht 10 g. 41 (bis Kronenkreuz) x 27 mm. Dazu M.V.O., Kreuz 4.Klasse mit Schwertern, rs. Hersteller- und Feingehaltspunzen. Verleihungsurkunde zum M.V.O., Kreuz 4.Klasse mit Schwertern, München, 28. September 1916. Mit Bandstück, im Verleihungsetui (OEK 410).
Außerdem Beförderungsurkunde zum Oberleutnant, München, 14. Dezember 1917, und Abschriften der Verleihungsurkunde zum M.V.O., München, den 9. April 1915 und des Übersendungsschreibens, München, 12. April 1915, beide von Pohl eigenhändig unterschrieben. Des Weiteren Kopien aus der Personalakte Pohls, Lebenslauf etc.
Maximilian Ritter von Pohl, 1893 München - 1951 Pöcking am Starnberger See, erhielt den Militär-Max-Joseph-Orden als Leutnant und Zugführer des 7. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments Prinzregent Luitpold für die Bergung von sieben Geschützen unter feindlichem Feuer am 28. August 1918 bei Xaffévillers. In der Wehrmacht machte Pohl schnell Karriere: 1. Januar 1939 Generalmajor und Adjutant bei Generalfeldmarschall Sperrle, 1. Februar 1942 General der Flieger, 15. Juni 1944 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, vom 6. September 1944 bis 2. Mai 1945 Kommandierender General der Deutschen Luftwaffe in Italien.

Zustand: I-II Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 5000 EURO

Los Nr. 282
Maximilian Ritter von Pohl
Petschaft und Adelswappen
Figürliches Petschaft in Form einer antiken Heldenbüste, Bronze versilbert und vergoldet. Im Boden eingeschnittenes, ritterliches Adelswappen des Maximilian Ritter von Pohl. Höhe 11 cm. Dazu farbiges, handgemaltes und gerahmtes Wappen mit Inschrift "Wappen des Leutnants Maximilian Ritter von Pohl - Ordens-Ritter vom 28. August 1914". Maße gerahmt 34,5 x 27,5 cm.
Außerdem Schreiben des Königlich Bayerischen Reichsherolds, München, den 20. April 1915, mit Wappenvorschlag und Informationen zur Eintragung in das bayerische Adelsmatrikel, eine Abschrift des Briefes von Pohl an den König mit Bitte um Eintragung und verschiedene Kopien.
Mit der Verleihung des Militär-Max-Joseph-Ordens war die Erhebung in den Adelsstand verbunden und Pohl war berechtigt, das hier angebotene Adelswappen zu führen.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Los Nr. 283
Prinzessin Louise von Bayern
Theresien-Orden
Besondere Ausführung für Mitglieder regierender Häuser (nicht statutengemäß). Gold, emailliert, die Chiffre mit 20 Diamantsplittern, die Krone aus Silber (rückseitig in Gold doubliert) mit 52 Diamanten besetzt. Juweliersstempel "EQ" für Eduard Quellhorst in der Öse im oberen Kreuzarm. 72 x 40 mm, Gewicht 24 g. Ohne Damenschleife, mit Schärpe zur Hofgala. In seidener Schatulle mit geprägter, goldener Krone (OEK 446/1).
Dazu verschiedene Fotos der Prinzessin und des Prinzen Alfons, Adeliger Damen-Kalender 1895 aus dem Besitz der Prinzessin, verschiedene Schriften, dabei ein Schreiben des Sekretärs des Theresien-Ordens 1895, die Prinzessin habe ihren Theresien-Orden zurückgegeben, um den ihrer verstorbenen Mutter, der Prinzessin Sofie, Herzogin von Alencon zu tragen.
Aus dem Besitz der Prinzessin Louise (Prinzessin Alfons) von Bayern, Gemahlin S.K.H. des Prinzen Alfons von Bayern, geb. Prinzessin von Orleans, die 1891 Ehrendame des Theresien-Ordens wurde, zuvor 1867 verliehen an Sofie, Herzogin von Alencon, geb. Herzogin in Bayern, Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich.
Da der Orden einklassig war, war eine Hervorhebung nur durch die reichere Ausstattung durch Diamanten möglich. Ein identisches Stück aus dem Besitz der Kaiserin Elisabeth wurde 1989 für ca. 20 000 DM verkauft (Hermann Historica, Auktion 21, Los 2675).

Zustand: I- Limit: 4800 EURO
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Zuschlag 4800 EURO

Los Nr. 284
Goldene Militär-Verdienstmedaille (Tapferkeitsmedaille)
des Premier-Brigadiers in der Leibgarde der Hartschiere Joseph Braunweiler
Bayern, Goldene Militär-Verdienstmedaille 1848 und 1870 mit dem kleinen Brustbild von Max Joseph I., ohne Stempelschneider, Gewicht 20,5 g. Berieben, unterhalb des Herrscherportraits Fehlstelle. Im Feldzug 1870/71 nur 212 Verleihungen (OEK 489). Braunweiler erhielt die Auszeichnung für seinen tapferen Einsatz vor Belfort als Führer in der 4.Festungs-Genie-Kompanie.
Dabei Atelierfoto in großer Uniform der Hartschiere mit Helm und Ordensspange, 10,5 x 16,5 cm, und Familienfoto in kleiner Uniform mit Ordensspange, im Passepartout, 36 x 30 cm.

Zustand: II- Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 3000 EURO

Los Nr. 285
Große, bayerische Ordensspange
des Unteroffziers Karl Spahn
Sechsteilige Ordensspange: Eisernes Kreuz 1914, 2.Klasse. Militär-Verdienstmedaille (Tapferkeitsmedaille) in Silber, Stempelschneider Ries (OEK 492). Bayern, Militär-Verdienstkreuz 2.Klasse mit Schwertern, 3.Form, versilbert, teilemailliert (OEK 430). Frontkämpferehrenkreuz. Bayern, Luitpold-Armeejubiläumsmedaille in Bronze (OEK 517). Dienstauszeichnung für 12 Jahre (OEK 531).
Verleihungsurkunde zur Silbernen Militär-Verdienstmedaille vom 5. Dezember 1917, dazu die Urkunde mit der Beschreibung der Tapferkeitstat. Beide Dokumente eingerissen, fleckig, gefaltet.

Zustand: II/II- Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 286
Fliegerschützenabzeichen
Bayern
Silber, hohl verbödet, Gewicht 28 g. Rs. Herstellerbezeichnung "Karl Pöllath - 800 - Schrobenhausen" (OEK 538).

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Los Nr. 287
Ludewigsorden, Hessen-Darmstadt
textiler Bruststern zum Großkreuz, 1831-ca.1855
Silberlahnstickerei, vs. Sternstrahlen mit Zwischenstrahlen aus silbernen Pailletten und aufgelegtem Kantillendraht. Im Medaillon auf schwarzem Tuch der Wahlspruch "Gott/Ehre/Vaterland" in Silberfadenstickerei. Der Schriftring in grüner und roter Seidenfadenstickerei, links ein Lorbeerzweig, rechts ein Eichenlaubzweig, umgeben von silbernen Pailletten. Rs. Papierabdeckung. Durchmesser 100 mm, Gewicht 17,8 g (OEK 767 var.).

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Los Nr. 288
Hannover, Guelphen-Orden
Bruststern zum Kommandeurkreuz
Silberner, brillantierter Korpus, Medaillon in Gold, farbig emailliert, die Ordensdevise in Gold aufgelegt. Nadel und Nadelhaken in Rotgold, auf dem Medaillondeckel Herstellergravur "Rundell Bridge & Co., Jewellers ... Ludgate Hill London". Früher Metallstern (vor 1860) aus englischer Fertigung. Hervorragender Zustand, 76 x 78 mm, 67 g, mit zeitgenössischem Etui.

Zustand: I- Limit: 2300 EURO
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Zuschlag 3600 EURO

Los Nr. 289
Grafschaft Limburg-Styrum
Orden des alten Adels oder der vier Kaiser, Kommandeurset
Kommandeurkreuz, Gold, 16,15 g, 61 x 36 mm, emailliert. Auf dem Vorderseitenmedaillon in Goldstaubmalerei eine Engelsgestalt, die einen Menschen führt. Auf den Kreuzarmen die Buchstaben PPDE in Emailmalerei. Rückseitig im Zentrum die gemalte Devise "Illusr(ibus) Nobilit(ati)" und auf den Kreuzarmen die Buchstaben "HSCW" (Initialen der vier Kaiser Henricus, Sigismundus, Carolus, Wenzeslaus). Minimaler Chip im Medaillonring, der Bandring fehlt (OEK 1089/1).
Bruststern, Silber, Brillantschnitt, Eckflammen und die aufgelegten Buchstaben "HSWC" vergoldet. Goldenes Medaillon mit Goldstaubmalerei. Rückseitig Nadel und Steckhaken, 16,33 g, ca 54 x 54 mm (OEK 1089/2).
Extrem seltene Auszeichnung, die zwischen 1768 und 1794 von Philipp Ferdinand, Graf von Limburg-Styrum verliehen wurde. Hervorragende Qualität in sehr guter Erhaltung.

Zustand: I- Limit: 6000 EURO
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Los Nr. 290
Vier seltene Ordensverleihungsurkunden
an einen Kaiserlich Türkischen General und Hofchargen
Urkunde zum Preußischen Königlichen Kronenorden 1.Klasse mit Brillanten. Ausgestellt in Potsdam, 1. Dezember 1898, kleines Blindprägesiegel, Tintenunterschrift Kaiser Wilhelms II. Von dieser Stufe wurden 1872 - 1913 etwa 70 Stück verliehen.
Urkunde zum Preußischen Roten Adler Orden 1.Klasse. Ausgestellt in Rominten, 24. September 1904, kleines Blindprägesiegel, Tintenunterschrift Kaiser Wilhelms II. 1908 gab es 32 lebende Träger dieser Klasse.
Urkunde zum Großkreuz des königlich Sächsischen Albrechtsordens. Ausgestellt in Dresden, 19.Juli 1905, großes Blindprägesiegel, Tintenunterschrift König Friedrich Augusts.
Urkunde zum Großkreuz des Sachsen Ernestinischen Hausordens. Ausgestellt in Gotha, 16. September 1908, aufgelegtes Oblatensiegel, Tintenunterschrift Herzog Carl Eduards.
Der beliehene Faik Pascha war türkischer Divisionsgeneral 1.Klasse und Oberstallmeister des Sultans des Osmanischen Reiches.

Zustand: I- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2500 EURO

Los Nr. 291
Eisernes Kreuz 1870
2.Klasse mit Eichenlaubspange "25" 1895 und Wiederholungsspange für 1870/71 mit der Jahreszahl "1914"
Eisernes Kreuz 1870, 2.Klasse, Eisenkern, Silberzarge (OEK 1904). Versilberte Eichenlaubspange "25" 1895, ein Splint abgebrochen (OEK 1905). Wiederholungsspange für 1870/71 mit Jahreszahl "1914", 1915 - 1918, auf langem EK-Band, Silber, rs. zwei Splinte (OEK 1910).

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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verkauft

Los Nr. 292
Eisernes Kreuz 1870
1.Klasse
Leicht gewölbte dreiteilige Ausführung mit geschwärztem Eisenkern, Silberzarge und -rückenplatte, rechter und linker Kreuzarm mit zusätzlichen Befestigungsklammern. 43,5 x 43,5 mm, Gewicht 21,5 g.

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1400 EURO

Los Nr. 293
Königlich Preußischer Kammerherrenschlüssel
mit Schleife und in Etui, Ende 19.Jhdt.
Silber, vergoldet. Feingehaltspunze "800" und undeutliche Meisterpunze. Auf hellblauer Seidenripsschleife. Gewicht mit Schleife 102 g. Mit zwei Goldgespinstknöpfen, in rotledernem Etui mit weißem Seidenfutter.
Mit Etui von großer Seltenheit.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 294
Goldene Erinnerungsmedaille 1878
an das Attentat auf Kaiser Wilhelm I.
Gold. Runde, nichttragbare Medaille mit vs. erhabenem "W" unter preußischer Königskrone und rs. Eichenlaubkranz mit Inschrift "Erinnerung 1878". Durchmesser 298 mm, Gewicht 21 g. In blauem Samtetui mit blauem Samt- und Seidenfutter. Im Boden Papieretikett mit Tinte geschriebener Nummer "26".
1878 wurden in Berlin (Unter den Linden) zwei Attentate auf den in einer Kutsche fahrenden Kaiser Wilhelm I. verübt. Diese wurden zwei mutmaßlichen Sozialisten zugeschrieben. Das erste im Mai durch Revolverschüsse überstand er unverletzt, beim zweiten durch Schrotflintenschüsse wurde er schwer verletzt und sechs Monate lang von Kronprinz Friedrich Wilhelm in der Regierung vertreten. Als Folge der Attentate erließ Bismarck im Oktober 1878 die Sozialistengesetze.
Von extremer Seltenheit.

Zustand: I Limit: 750 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 295
Sachsen, Militär-St.Heinrich-Orden
Kommandeurkreuz, 1807 - 1920
Silber, vergoldet und emailliert, im vs. Medaillon die Bezeichnung des Heiligen "St. HENR.". Hersteller G.H. Osang, Dresden aus der Zeit des 1.Weltkrieges. Gewicht 28,8 g. In der Spitze des vorderen linken Kreuzarmes kleiner Emailchip. Dabei 35 cm unkonfektioniertes Halsband (OEK 2086/1).

Zustand: II Limit: 2800 EURO
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Los Nr. 296
Sachsen, Militär-St.Heinrich-Orden
Ritterkreuz, 1807 - 1915
Silber, vergoldet und emailliert. Gewicht 23 g. Mit neuem Bandstück (OEK 2088).

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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Zuschlag 1300 EURO

Los Nr. 297
Sachsen, Zivil-Verdienstorden
Ritterkreuz 1.Klasse mit Schwertern, 1815-1912
Silber, vergoldet und emailliert. Gemaltes Medaillon, leicht berieben, offiziell nachträglich mit Schwertern versehen. Hersteller Glaser & Sohn Dresden. Gewicht 25,4 g. An Bandstück.

Zustand: II Limit: 1900 EURO
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Los Nr. 298
Sachsen, Zivil-Verdienstorden
Groß- bzw. Komturkreuz, 1914-1918
Silber, vergoldet und emailliert. Einteiliges Medaillon mit aufgesetztem Wappenschild, im unteren Kreuzarm eingeschlagene Bezeichnung "Scharffenberg - S - Dresden". Die linke Spitze des unteren Kreuzarmes beidseitig mit kleinen Emailchips. Gewicht 76 g. Dabei 36 cm unkonfektioniertes Halsband (OEK 2147).

Zustand: II Limit: 2900 EURO
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Los Nr. 299
Friedrichs-Orden, Komturkreuz 2. Klasse
des preußischen Generalarztes Dr. Schubert, Direktor des medizinischen, chirurgischen Friedrich-Wilhelm Instituts
Württemberg, Gold, emailliert, an kurzem, genähtem Halsband, Gewicht 29,5 g, wunderschön erhaltene Ordensdekoration (OEK 2976). Dazu die Verleihungsurkunde vom 23. Juni 1876 mit doppelseitigen Statuten, Stand 19. September 1870. Beglaubigter Auszug von der Verleihungsliste, Berlin 1. Juli 1876, gez. Grimm Generalarzt der Armee. Übersendungsschreiben der Auszeichnung vom 8.Juli 1876. Bestätigung der Rückgabe nach Todesfall 1888.

Zustand: I Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2100 EURO

Los Nr. 300
Wilhelmskreuz mit Schwertern und Krone
Württemberg 1915-1918
Getönte Bronze, Variante mit zusätzlicher Königskrone im oberen Kreuzarm, darüber offene Königskrone, zwischen Krone und Kreuz Perlstabverzierung, rs. stumpfe Nadel (OEK 3077/var). Von 1915 - 1918 insgesamt 121 Verleihungen.

Zustand: II Limit: 1000 EURO
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Los Nr. 301
Fünfteilige Ordensspange
des Oberjägers Ruckdeschel im 3. bayerischen Jäger-Bataillon
Bayern, Goldene Militär-Verdienstmedaille, 1848 und 1870, Gold 21,07 g, berieben, kleine Randfehler (OEK 489), Armeedenkzeichen 1866, Bronze oxidiert (OEK 513), Dienstauszeichnung, Kreuz 2.Klasse für 24 Jahre, Bronze oxidiert (OEK 525). Baden, Karl-Friedrich-Militärverdienstmedaille, Silberne Medaille 5.Modell, ab 1849, Silber, 34,5 g., rs. Trägergravur "Ruckdeschel", die badische Aufhängung ist durch eine aufgelötete, gedrehte, silberne Öse mit Bandring ersetzt, berieben, Randfehler, 6 Verleihungen an das 3.Jäger-Bataillon für den Feldzug 1849 (OEK 122), Gedächtnismedaille für 1849, vergoldete Geschützbronze, badische Aufhängung durch eine Drahtöse ersetzt (OEK 298). Rechteckiges Spangenblech, rs. starke Scharniernadel. Dabei kleine Dokumentation.
Sehr seltene Ordensspange.

Zustand: II/III Limit: 8000 EURO
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Los Nr. 302
Fünfteilige Ordensspange
eines bayerischen Offiziers, aus den Feldzügen 1866 und 1870/71
Bayern, Militär-Verdienstorden 3.Klasse 1905, Silber, vergoldet, emailliert mit breiter Bordierung der Kreuzarme (OEK 405), Verdienstorden vom Hl. Michael, Kreuz 4.Klasse mit Krone, Silber, emailliert, vs. unterer Kreuzarm mit kleiner Emailreparatur (OEK 376). Preußen, Kriegsdenkmünze für Kämpfer 1870/71, kleine Lötstelle an der Öse (OEK 1941/1). Bayern, Armeedenkzeichen 1866, Bronze oxidiert (OEK 513), Dienstauszeichnung, Kreuz für 24 Jahre, Bronze (OEK 526). Rs. zwei Bänder nachgenäht.

Zustand: II Limit: 1600 EURO
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Los Nr. 303
Fünfteilige Ordensspange
eines bayerischen Soldaten aus den Feldzügen 1866 und 1870/71
Bayern, Militär-Verdienstkreuz, 1.Form 1866-1905, Silber, Gold und emailliert, Medaillons leicht verdreht, kleine Emailchips, im Bandring gepunzt (OEK 417). Preußen, Eisernes Kreuz 1870, 2.Klasse, Eisen, Silber (OEK 1904), Kriegsdenkmünze 1870/71 für Kämpfer (OEK 1941/1). Bayern, Armeedenkzeichen 1866, Bronze (OEK 513), Dienstauszeichnung, Kreuz für 24 Jahre, Bronze oxidiert (OEK 525). Trapezförmige Spange mit glatt aufgelegten Bändern.

Zustand: II Limit: 950 EURO
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Los Nr. 304
Siebenteilige Ordensspange
eines bayerischen Stabsoffiziers
Bayern, Militär-Verdienstorden 3.Klasse, Gold 15,9 g, emailliert, kleine Chips (OEK 405). Jubiläumsmedaille 1905 für die bayer. Armee, privat vergoldet (OEK 517). Sachsen, Albrechts-Orden, Ritterkreuz 2.Klasse mit Schwertern, Silber, vergoldet und emailliert (OEK 2213). Preußen, Kriegsdenkmünze 1870/71 für Kämpfer mit sechs Gefechtsspangen "Wörth/Beaumont/Sedan/Loigny-Pourry/Orleans/Paris" (OEK 1941/1/4/8/10/14/15/24). Bayern, Armeedenkzeichen 1866 (OEK 513). Dienstauszeichnung 2.Klasse für 24 Jahre, Bronze oxidiert. Preußen, Centenarmedaille 1897, Bronze (OEK 1965). Trapezförmige Spange mit sauberen, glatten Bändern, rs. Haken zum Einhängen der Auszeichnungen und zwei Steckhaken zum Anbringen an der Uniform.

Zustand: II+ Limit: 2350 EURO
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Los Nr. 305
Sechsteilige Ordensspange
eines bayerischen Offiziers
Bayern, Verdienstorden vom Hl. Michael, Kreuz 4.Klasse mit Krone, Silber, emailliert, 1887-1918, rs. kleine Emailchips (OEK 376). Eisernes Kreuz 1870, 2.Klasse, Silber, nachlackierter Eisenkern (OEK 1904). Kriegsdenkmünze 1870/71 für Kämpfer, Bronze, Privatanfertigung (OEK 1941/1). Bayern, Armeedenkzeichen 1866 (OEK 513), Dienstauszeichnung, Kreuz für 24 Jahre, Bronze oxidiert (OEK 523). Österreich, Orden der Eisernen Krone, Kreuz 3.Klasse mit Kriegsdekoration, Bronze, vergoldet und emailliert, im Ring Herstellerpunze "Rothe" (Marko 074). Rs. Haken der Spangennadel fehlt.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 306
Neunteilige Ordensspange
eines bayerischen Offiziers
Eisernes Kreuz 1914, 2.Klasse (OEK 1909). Bayern, Militär-Verdienstorden, Kreuz 4.Klasse mit Krone und Schwertern, Silber, emailliert, rs. Hersteller Jakob Leser (OEK 412). Österreich, Militär-Verdienstkreuz 3.Klasse mit Kriegsdekoration, vergoldet, emailliert (Marko 136). Frontkämpferehrenkreuz. Österreich, Medaille "Für Österreich 1914/18", vergoldet. Dienstauszeichnungen der Luftwaffe, Kreuz für 25 Jahre und Medaille für 12 Jahre, jeweils vergoldet mit Adler-Bandauflage (OEK 3857/59). Bayern, Jubiläumsmedaille 1905 für die bayer. Armee, Bronze (OEK 517). Ungarn, Erinnerungsmedaille 1914/18. Gut erhaltene Spange mit farbfrischen Bändern.

Zustand: II Limit: 1050 EURO
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verkauft

Los Nr. 307
Siebenteilige Ordensspange
eines badischen Offiziers
Eisernes Kreuz 1914, 2.Klasse (OEK 1909). Baden, Orden vom Zähringer Löwen, Ritterkreuz 2.Klasse mit Schwertern, Silber, vergoldet, die Kreuzarme mit grünem Glasfluss besetzt (OEK 157). Württemberg, Wilhelmskreuz mit Schwertern für Kriegsverdienste, Bronze (OEK 3078). Preußen, Roter Adler Orden 4.Klasse, Silber, Medaillon berieben (OEK 1704). Oldenburg, Friedrich August-Kreuz 2.Klasse, Eisen, geschwärzt (OEK 1563). Hanseatenkreuz Lübeck (OEK 1265). Preußen, Dienstauszeichnung, Kreuz für 25 Jahre der Offiziere, vergoldet (OEK 1970). Bogenbandspange in schöner Erhaltung.

Zustand: II Limit: 950 EURO
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Los Nr. 308
Neunteilige Ordensspange
eines preußischen Offiziers
Eisernes Kreuz 1914, 2.Klasse (OEK 1909). Oldenburg, Friedrich August-Kreuz 2.Klasse, Eisen geschwärzt (OEK 1563). Hessen-Darmstadt, Allgemeines Ehrenzeichen 1894 - 1918, rs. "Für Tapferkeit" (OEK 884). Hanseatenkreuz Hamburg (OEK 688). Frontkämpferehrenkreuz. Preußen, Roter Adler Orden 4.Klasse, Silber und emailliert (OEK 1704), Kronen-Orden 4.Klasse, vergoldet und emailliert, im Medaillonring kleine Emailchips (OEK 1762). Bayern, Militär-Verdienstorden, Kreuz 4.Klasse, Silber, Gold und emailliert, Hersteller J. Leser, Emailchips (OEK 409). Preußen, Centenarmedaille 1897 (OEK 1965). Bogenbandspange, leicht verschmutzte Bänder, rs. Unterfütterung mit Mottenspuren.

Zustand: II Limit: 950 EURO
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Los Nr. 309
Venezianische Kaperfregatte
um 1700
Holzmodell des 20.Jhdts. im Maßstab 1:33 in außerordentlich detailreicher Qualität von dem deutschen Modellbauer M. Steiner angefertigt. Das Schiff wurde originalgetreu mit doppelter Außen- und einfacher Innenbeplankung auf Spantengerüst gebaut. Segel in gerefftem Zustand in Finknetzen verstaut, die Geschütze (20 Dreipfünder auf der Schanze, 22 Achtpfünder auf dem Batteriedeck) wurden speziell in einer Silber-Zink-Legierung gegossen. Länge 156 cm, Breite 47 cm, Höhe 107 cm.
Schiffe dieser Art waren schnelle, wendige Segler und wurden hauptsächlich eingesetzt um Handelskonvois vor Piraten zu schützen oder selbst auf Kaperfahrt zu gehen.

Zustand: I Limit: 4800 EURO
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Zuschlag 5600 EURO

Los Nr. 310
Zar Ferdinand I. von Bulgarien (1861-1948)
Goldenes Geschenkmedaillon
Runde Goldfassung, grün emailliertes, guillochiertes Zentrum mit vernieteter Chiffre "F 1" unter der bulgarischen Zarenkrone mit roter Emailunterfütterung. Die Öse mit undeutlichen Punzen (Wien?), goldener Tragering. Durchmesser 20 mm, 8,5 g.
Zar Ferdinand I., seit 1887 Erbprinz von Bulgarien, seit 1908 Zar, 1918 dankt er zugunsten seines Sohnes Boris ab.

Zustand: I- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1500 EURO

Los Nr. 311
Kaiser Haile Selassie (1892-1975) von Äthiopien
Geschenk-Zigarettenetui in Lederetui
Silber, die durchbrochenen Deckelauflagen in Form von Palmwedeln in den Ecken und die kaiserliche Chiffre im Zentrum aus Gold. Innen gefederter Zigarettenhalter und Feingehaltspunze "800" neben undeutlicher Meister(?)punze. 10,5 x 8,5 cm, 177 g. In etwas größerem, blauem Lederetui mit erneuter, kaiserlicher Chiffre in Goldprägung auf dem Deckel und blauem Samtfutter.

Zustand: I-II Limit: 3500 EURO
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Los Nr. 312
Junger Kürassieroffizier
Pastellbildnis um 1770
Hüftbildnis eines jungen Offiziers in weißer Uniform und Kürass. Pastell auf Pappe, unsigniert, Bildgröße ca. 32 x 40 cm. Sehr schöne, zeitgenössische Darstellung in blattvergoldetem, altem Rahmen, 45 x 53 cm.

Zustand: I- Limit: 1900 EURO
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Los Nr. 313
Silbereingelegtes Offizierssponton
der Gardes Francaises Ludwigs XVI.
Schmiedeeisen. Beidseitig stark gegratetes, etwa zu zwei Drittel vollflächig mit Lilien und feinem Perlbanddekor in Silber eingelegtes, geschwärztes Blatt. Balusterabgesetzte, konische, in Achtkant übergehende Tülle mit zwei stark gekürzten Schaftfedern. Höhe 40,3 cm. Montiert auf späterem Bronzesockel.
Provenienz: Sammlung Marchese de Kermaingant, publiziert im Ausstellungskatalog Made of Iron, Houston, Texas, 1966, Nr. 385.
Zwei ähnliche (in Messing eingelegte) Exemplare im Armeemuseum Paris.

Zustand: II- Limit: 4700 EURO
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Zuschlag 4700 EURO

Los Nr. 314
Adam Frans van der Meulen (1632-1690)
Louis XIV. bei der Einnahme von D“le 1674
Öl auf Leinwand und Keilrahmen, doubliert und restauriert. Rechts unten signiert "A. v.d. Meulen". Der Sonnenkönig zu Pferd gibt Befehle an seine Generale, im Hintergrund Rauchschwaden über einer Stadt. 27 x 35 cm. In vergoldetem Rahmen, 41,5 x 49 cm.
Adam Frans van der Meulen, Schlachten-, Genre- und Landschaftsmaler, Schüler von Pieter Snayers in Brüssel, wird 1664 zum Hofmaler Ludwigs XIV. ernannt und begleitete diesen auf seinen Belagerungen und Feldzügen.

Zustand: II-III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2500 EURO

Los Nr. 315
"L'Empereur Napoleon 1er en César"
nach Thorvaldsen
Monumentale Büste des Kaisers in weißem Marmor, getragen von einem römischen Adler, der Kopf lorbeerumkränzt, über der rechten Schulter die Schuppenkette eines Panzers. Höhe 80 cm, Gewicht ca. 100 kg.
Das Original dieser Büste befindet sich im Museum Thorvaldsen in Kopenhagen, eine Replik im Palais de Fontainebleau, zwei Exemplare in Biskuit stehen in Malmaison und Arenberg.
Eine vergleichbare Büste erzielte in Paris 2003 EUR 17.000.
Bertel Thorvaldsen (1770-1844), neben Antonio Canova der bedeutendste Bildhauer des Klassizismus.

Zustand: II Limit: 6500 EURO
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Zuschlag 12500 EURO

Los Nr. 316
Napoleon I. Bonaparte zu Pferde
Bronzefigur, Frankreich, 19.Jhdt.
Darstellung des Kaisers in Uniform um 1810. Die rechteckige Plinthe signiert "Morise". Auf abgestuftem Sockel aus rotem Marmor. Höhe 65 cm, Gewicht 35 kg.
Detailreiche, lebensnahe Metallskulptur des großen Korsen.

Zustand: II Limit: 4500 EURO
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Zuschlag 5300 EURO

Los Nr. 317
Napoleon I. Bonaparte zu Pferde
Bronzefigur um 1900
Auf rechteckiger Plinthe und schwarzem Marmorsockel. Der Kaiser auf einem Pferd sitzend, eine Hand am Zügel, in der anderen ein Fernrohr haltend. Detailliertes Zaumzeug, Trense und ein Zügel gebrochen, Sattel mit Schabrunken und Schabracke. Auf der Plinthe bezeichnet "Jena 1806" und signiert "A Hernick". Höhe 44 cm.

Zustand: II Limit: 2200 EURO
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Los Nr. 318
Napoleon I. Bonaparte
Bronzebüste, 19.Jhdt.
Ausdrucksstarke Büste des jungen Kaisers mit fein gearbeiteten Gesichtszügen. An der Seite signiert "Chaudel". Auf flachem, schwarzem Marmorsockel. Höhe 36 cm.

Zustand: I- Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 319
Napoleon I. Bonaparte
Ring mit elfenbeingeschnittenem Portrait des Kaisers
Goldfassung, im Zentrum reliefiert geschnitzte Elfenbeingemme mit Profilportrait Napoleons. Umlaufender Kranz aus gefassten Halbedelsteinen und Flussperlen in den französischen Nationalfarben. Mehrere Reparaturstellen.
Aus dem Besitz des Grafen Edouard de Montgelas, erworben 1885. Vgl. Hermann Historica, Auktion 19, Oktober 1988, Los 2308, DM 4.800,- (EUR 2.400) mit Abb. des damals noch vorhandenen Herkunftsnachweises.
Vermutlich eine Arbeit des französichen Gemmenschneiders, Medailleurs und Bildhauers Adolphe David Baugé, 1828-1896 Paris.

Zustand: II-III Limit: 2800 EURO
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Los Nr. 320
Säbel für Stabsoffiziere
Boutet, Versailles um 1810
Gekrümmte Rückenklinge mit beidseitig geätztem, gebläutem und vergoldetem Ansatz-Dekor, unter dem terzseitigen Parierlappen bez. "S.H." Geschnittenes Eisengefäß mit gekehltem Knauf und Ebenholzgriffstück. Gegratete Eisenscheide mit zwei Trageringen, das quartseitige Mundblech signiert "Manuf.re a Versailles Boutet Directeur Artiste". Länge 104 cm.

Zustand: II Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 7600 EURO

Los Nr. 321
"Le dernier carreé de Waterloo"
Figurengruppe aus Porzellan, deutsch, 19.Jhdt.
Napoleon auf sich aufbäumendem Pferd hinter vier Grenadieren seiner Garde. Schauseitig betitelt, rückseitig blaue Unterglasurmarke der thüringischen Manufaktur Scheibe-Alsbach sowie unleserliche Künstlersignatur. Das Gewehr eines der Grenadiere abgebrochen. Maße ca. 35 x 35 x 30 cm.
Dramatische Darstellung der Endphase der Schlacht von Waterloo 1815.

Zustand: II- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 322
Francois Emile de Lansac (1808-1890)
"Attacke des 2.Karabiniers-Regiments"
Öl auf Leinwand und Keilrahmen. Rechts unten signiert "E.le de Lansac". Der Regimentskommandeur mit gezücktem Säbel zu Pferd und im Sprung über einen Gefallenen des 2.Regiments der Chevau-Legers polonais de la Garde Impériale, gefolgt von seinen Offizieren und dichten Reihen seiner Karabiniers. In späterem, vergoldetem Rahmen. Bildgröße 116,5 x 90 cm, Gesamtgröße 132,5 x 106 cm.
Francois Emile de Lansac, Portrait- und Historienmaler, Schüler von A.Scheffer und J.M.Langlois, ist schon ab 1827 mit zahlreichen napoleonischen Schlachten-Gemälden und Reiterportraits auf dem Pariser Salon vertreten.

Zustand: II+ Limit: 4800 EURO
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Zuschlag 9000 EURO

Los Nr. 323
Miniaturportrait
eines französischen Husarenoffiziers, 1.Kaiserreich
Brustbildnis eines Offiziers des 5.Husaren-Regiments mit umgehängtem Pelz, in der Hand einen Brief haltend. Sehr feine Malerei auf Elfenbein, rechts unten signiert "C. Jean d'après Isabe(y)". Bildgröße 65 x 95 mm, Messinggussrahmen mit Holzpassepartout.

Zustand: I-II Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 324
Henri de Bourbon, Duc de Bordeaux, Comte de Chambord (1820-1883)
Orden vom Goldenen Vlies des Thronanwärters der Bourbonen, 1823
Äußerst feine und ziselierte Juweliersarbeit in Gold und tiefblauem sowie rotem, guillochiertem Email mit blauem Saphir. Fein ziseliertes Vlies. Beidseitig rot emaillierte Flammen, im Zentrum gefasster, großer (ca. 15 x 9 mm) Saphir. Die Agraffe, der Bandring und die Bandagraffe en suite in tiefem Blau teilemailliert und mit durchbrochenen Voluten und Ranken gearbeitet. Ca. 71 g. Getragenes, rotes Seidenripshalsband. Das rotlederne, samt- und seidegefütterte Etui mit altersbedingten Beschädigungen.
Henri de Bourbon erhielt bereits 1823 im zarten Alter von drei Jahren den Orden vom Goldenen Vlies (917. Verleihung des spanischen Zweiges) als präsumtiver Stammhalter der Bourbonen. Als Folge der Juli-Revolution dankten am 2. August 1830 sowohl sein Großvater, Karl X., als auch sein Onkel, Louis-Antoine, Duc de Angouleme, zu seinen Gunsten ab und er wurde als Henri V. zum König von Frankreich und Navarre proklamiert. Die Nationalversammlung hingegen lehnte dies ab und rief unverzüglich den Duc d'Orléans als König Louis-Philippe von Frankreich aus. Henri ging mit seinem Großvater ins Exil nach Österreich und blieb nach dem Tode Karls X. 1836 sowie seines Onkels Louis' XIX. der Thronanwärter der Legitimisten. Nach der Februarrevolution 1848 versuchte er erneut, aber wiederum chancenlos den französischen Thron zu besteigen. Erst das Ende des 2ième Empire durch die militärische Niederlage im Dt.-Franz. Krieg ließen, dank der Mehrheit der Royalisten in der Nationalversammlung und dank der Unterstützung durch die Orléanisten, seine Ansprüche auf den Thron wieder aufleben. Seine Sturheit, die Verfassung nicht im Voraus anzuerkennen sowie auf der Lilienfahne der Bourbonen zu bestehen und die Abschaffung der Tricolore zu verlangen, verhinderte jedoch auch diese letzte Chance. Er verstarb 1883 im österreichischen Exil in Frohsdorf.

Zustand: I-II Limit: 25000 EURO
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Los Nr. 325
Mannschaftssäbel der Gardes du Corps du Roi
1. Modell, Frankreich, 1814
Leicht gekrümmte Montmorency-Klinge, terzseitig geätzt "Gardes Du Corps Du Roi" zwischen zwei Lilien, darunter ein Trophäenbündel und Abnahmestempel, quartseitig bekröntes Bourbonenwappen unter einer Sonne und über einem weiteren Trophäenbündel. Auf dem Klingenrücken bezeichnet "Manuf.re R.le Du Klingenthal. Octobre 1814". Vergoldetes Messinggefäß mit drei Terzbügeln, darin ein Knöchelschild. Auf dem Schild das bekrönte Bourbonenwappen zwischen Eichen- und Lorbeerzweig vor Fahnen. Unterseite des Stichblattes mit Abnahmestempeln. Hilze mit Fischhaut bezogen und mit verdrilltem Messingdraht umwickelt. Vergoldung etwas berieben. Schwarze Lederscheide mit Messingbeschlägen und zwei beweglichen Trageringen, langes Ortblech mit eisernem Schlepper, gestempelt "42". Leder mit einem kleinen Knick. Länge 98 cm.
Das Regiment der Gardes du Corps du Roi wurde 1814 mit den übrigen königlichen Garden wieder errichtet, nachdem diese unter Ludwig XVI. abgeschafft worden waren, aber nach der Rückkehr Bonapartes während der Hundert Tage bereits wieder aufgelöst. Nach der Rückkehr Ludwigs XVIII. wurde nur dieses Regiment wieder ins Leben gerufen.

Zustand: II+ Limit: 5000 EURO
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Los Nr. 326
Helm und Kürass
eines Offiziers der Garde Imperiale
2. Kaiserreich. Prächtiger Offiziershelm mit versilberter Tombakglocke, vergoldeten Beschlägen, schwarzem Rosshaarbusch und rotem Federstoß. Komplett mit dem ledernen Innenfutter. Dazu der zweiteilige, nummerngleiche Kürass, Eisen poliert, die Beschläge aus vergoldetem Messing. In den Schultergurt eingestecktes Ritterkreuz der Legion d'Honneur. Abnahmestempel "A" und "B" sowie verschiedene Nummernstempel.
Prächtiges, seltenes Ensemble dieses 1854 aufgestellten Regiments.

Zustand: II Limit: 9600 EURO
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Los Nr. 327
Prunkspiegel
Frankreich, 2. Kaiserreich, 1852-1870
Reich beschnitzter und stuckierter Rahmen, teilweise vergoldet. Oben imperialer Adler im Lorbeerkranz, darunter Lorbeergirlanden. An den Seiten florale Verzierungen, unten Feld mit kaiserlichem Monogramm "N". Stuckverzierungen mit Rissen, schauseitige Vergoldung neu, teilweise mit Klarlack überzogen, Reste der alten Vergoldung noch sichtbar. Mit neuer Spiegelverglasung, 93 x 121 cm. Rahmenmaße 164 x 209 cm.
Eindrucksvolles, dekoratives Objekt aus der Epoche Napoleons III.

Zustand: II- Limit: 7000 EURO
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Los Nr. 328
Helm für Offiziere
der King's Dragoon Guards
Großbritannien, Muster 1871, so bis 1901 getragen. Vergoldeter Messingkorpus, Spitze und Kinnketten. Silberner Stern in Brillantschnitt, darauf emailliert und vergoldet das Hosenband und Löwe über Krone, Bandeau mit Aufschrift "Kings Dragoon Guards". Roter Rosshaarbusch. Schweißleder, das Seidenfutter fehlt.
Prächtiger, seltener Helm.

Zustand: I- Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2800 EURO

Los Nr. 329
Pelzmütze für Offiziere
des 11. Husarenregiments (Prince Albert's Own)
Großbritannien, 2.Hälfte 19.Jhdt. Dunkelbrauner Pelz, am oberen Rand mit leichten Tragespuren. Silbernes Feldzeichen, schwarz-weißer (nicht zugehöriger) Straußen- und Geierfederstutz in vergoldeter Tülle. Goldene Fangschnüre, karmesinroter Kolpak mit goldenem Tressenbesatz. Vergoldete Schuppenkette aus reliefierten Ringen. Braunes Lederfutter mit Tragespuren.
Die 11th Hussars bildeten die Eskorte, die Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) zu seiner Hochzeit mit Königin Victoria I. geleitete und waren als eines von fünf Regimentern an der verhängnisvollen "Charge of the Light Brigade" während der Schlacht von Balaklava (25.10.1854) beteiligt.

Zustand: II Limit: 1900 EURO
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Los Nr. 330
Portrait eines Offiziers der Artillerie
England, Mitte 19.Jhdt.
Elfenbeinminiatur, Offizier im Überrock vor Regimentsfahne, im Hintergrund ein Geschütz mit Mannschaft. In Leistenrahmen mit aufwändigen, vergoldeten, floralen Auflagen. Tafelmaße ca. 10 x 12 cm, Maße gerahmt 15,5 x 18 cm.
Außerordentlich detailliertes und fein beobachtetes Portrait.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 331
Elfenbein-Geschenkdose
England um 1815
Kleine, längliche Klappdose aus Elfenbein mit Rotgoldmontierung. Auf der Oberseite silberne Miniaturbüste Blüchers unter Glas in vergoldeter Messingrahmung. Fein gravierte, geschwärzte Inschrift "General Blücher's Tooth Pick Case". Umlaufender Rand aus eingelegten, gravierten Rotgoldpalmetten. Druckknopfverschluss, das Innere mit Samt- und Seidenbespannung. Inwendig Papier mit handschriftlicher Notiz "Given by King George III to admiral of the fleet Sir Harry Neal". Länge 9 cm.

Zustand: II+ Limit: 1100 EURO
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Zuschlag 1300 EURO

Los Nr. 332
Premierminister David Lloyd George (1863-1945)
Persönliche Schreibmappe zur Pariser Friedenskonferenz, 1919
Rotes Maroquinleder mit goldgeprägtem Dekor. Die beiden Einbanddecken im Zentrum mit englischem Staatswappen, umgeben vom Hosenbandorden und über Spruchbandeau "Dieu et mon droit". Linienranddekor, in den Ecken Tudorrosen. Vs. Inschrift "Peace Conference - Paris 1919". Innen florales Papierfutter, große Dokumententasche sowie ein Block britischer Blanko-Zettel für "Government Telegram" und Löschpapier. Rücken intakt, aber mit Fehlstellen, vs. etwas verkratzt, die Kanten bestoßen. 40,5 x 27 cm.
Der britische Premierminister David Lloyd George (seit 7. Dezember 1916) übt auf der Pariser Friedenskonferenz hauptsächlich die Vermittlerrolle zwischen dem französischen und amerikanischen Regierungschef, Clemenceau und Wilson, aus. Die primär finanziellen Interessen Großbritanniens bewirken aber ebenso wie der Wunsch Frankreichs nach einer Demilitarisierung Deutschlands die ungewöhnliche Schärfe des Versailler Vertrages mit umfassenden Reparationszahlungen und der Anerkennung der alleinigen Kriegsschuld.

Zustand: II-III Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 333
Saddam Hussein
Fünf Teile aus seinem Tafelsilber
Messer und Gabel, Esslöfel, Dessertgabel und -löffel. Auf dem Griff jeweils ein Wappen, alle Teile mehrfach gepunzt, u.a. Herstellermarke "Christofle" und "France". Leichte Gebrauchsspuren.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1700 EURO

Los Nr. 334
Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo (1903-1944)
Paradehelm
Kalotte aus schwarz lackiertem Filzmaterial, etwas verformt, kleine Fehlstellen. Auf der Vorderseite goldener Adler mit Liktorenbündel. Lederfutter mit Größenetikett, darauf Trägername "Ciano"(?), darunter Seidenfutter mit Herstelleretikett. Lederner Sturmriemen.
Beiliegend ein handschriftlicher Zettel, der angibt, dass der Helm beim Einmarsch französischer Truppen in Rom am 5.6.1944 erbeutet wurde.
Ciano, Schwiegersohn Mussolinis, war 1935 Propagandaminister und ab 1936 Außenminister. Nach Differenzen mit dem Duce wurde er im Februar 1943 abgelöst. Wegen seiner Beteiligung am Sturz Mussolinis am 25.7.1943 interniert, wurde er noch im selben Jahr exekutiert.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1900 EURO

Los Nr. 335
Japanische Hofuniform und Hofdegen
eines vom Tenno persönlich ernannten Ministers um 1900
Der Zweispitz

aus schwarzem Seidenmohair mit weißen Reiherfedern, gefältelter Kokarde und Band aus schwarzem Seidenrips, weißem Seidenfutter und hellem Lederschweißband. In Leinentuch und Hutschachtel. Die Agraffe en suite in Gold gestickt zum Galafrack

aus schwarzem Wolltuch mit überreichen Goldlahnstickereien in Form von Ranken und Pawlowniablüten mit Rosetten. Die Kanten in goldener Mäanderstickerei mit Pailletten eingefasst. Vergoldete Pawlowniablütenknöpfe. Weißes Seidenripsfutter, teilweise rautenförmig abgesteppt. Am Kragen Schneideretikett "Jakezaki Tokyo". Schwarze Weste

mit fünf kleinen, vergoldeten Knöpfen. Rücken und Futter aus weißem Seidenrips. Schwarze Tuchhose

mit breiten Goldlampassen in Mäandermuster. Für eine beachtliche Leibesfülle maßgeschneiderte Uniform.
Hofdegen

mit Scheide und Portepee. Die linsenförmige Klinge geätzt mit Ranken und Pawlowniablüten, das vergoldete und ziselierte Bügelgefäß en suite verziert auf dem durchbrochenen Stichblatt und Knauf, der Bügel mit Kirschblütendekor in Drachenkopf auslaufend. Feine Silber- und Golddrahtwicklung. Schwarz gelackte Lederscheide mit vergoldeten und schauseitig en suite verzierten Messingbeschlägen. Länge 71,5 cm. Goldenes Portepee mit silbergeflochtenem Schieber, dazu die Degentasche aus schwarzem Leder/Tuch mit weißem Seidengurt.
In Holzkiste mit Messingbeschlägen.
Von herausragender Qualität und Erhaltung sowie größter Seltenheit.

Zustand: I- Limit: 12500 EURO
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Zuschlag 13000 EURO

Los Nr. 336
Kaiser Franz Joseph I. von Österreich (1830-1916)
Liebesbrief an die Hofschauspielerin Katharina Schratt
Eigenhändig, "Wien den 9. März 1901". 5 1/2 S., schwarze Tinte auf chamoisfarbenem Papier 20,5 x 13 cm, Unterschrift "Franzioseph". Gut erhalten, klare Schrift, Einrisse in den Faltungen. Mit eigenhändig adressiertem Umschlag "Frau Katharina von Kiss-Schratt - München - Hotel Continental", rücks. kaiserliches Siegel.
"Meine liebe gute Freundin, seit Ihrem letzten Telegramm aus Cöln vom 5., für welches ich bestens danke, weiß ich gar nichts mehr von Ihnen, ich weiß nicht, ob Sie in Frankfurt eingetroffen sind, oder wo Sie sich sonst aufhalten... Natürlich bin ich beängstigt und doch auch ein wenig gekränkt, daß Sie mich so ganz ohne Nachrichten lassen. ...es ist mir eben schon heute ein Bedürfnis, es zu Papier zu bringen, daß ich beständig an Sie denke und daß ich unendlich traurig bin." Im weiteren bittet er sie, ihn am 15. in Wien zu erwarten, wenn er von seiner Reise nach München zurückgekehrt ist. "...denn Sie hier zu wissen und Sie nach der langen Trennung nicht wieder zu sehen, wäre doch zu schmerzlich. Auch ist mir doch eine glücklichere Zeit nach so viel Einsamkeit und Kummer zu gönnen." Der Kaiser schildert ausführlich verschiedene Krankheitsfälle in der Familie und detailliert seinen Besuch bei Eulenburg, "...um meiner Theilnahme an dem Attentate auf Kaiser Wilhelm Ausdruck zu geben", berichtet von Spaziergängen und Beobachtungen und schließt "Adieu theuerste Freundin und auf hoffentlich nicht zu fernes Wiedersehen, mit den herzlichsten Grüßen und in recht trüber Stimmung Ihr, Sie innigst liebender Franzioseph".
Sentimentaler, rührender Brief des Kaisers und Zeugnis seiner engen Beziehung zu Katharina Schratt.

Zustand: II-III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3600 EURO

Los Nr. 337
Kaiser Franz Josef I. von Österreich
Portraitfoto mit Autograph
Aufnahme des älteren Kaisers in weißer Generalsuniform, am Unterrand in schwarzer Tinte signiert "Franzioseph". In schönem Bronzerahmen, die oberen Winkeln mit rot emaillierten Namenschiffren "FJ", in den unteren weiß/rot emaillierte, silberne Wappenschilde, am Oberrand aufgelegte, Silbervergoldete Habsburger Krone. 30 x 18,5 cm.
Prächtiger Geschenkrahmen, den der Kaiser persönlich als Auszeichnug vergab.

Zustand: I- Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1800 EURO

Los Nr. 338
Kaiserin Elisabeth von Österreich
Portrait, 2.Hälfte 19.Jhdt.
Brustportrait der Kaiserin, den Blick dem Betrachter zugewandt. Gemalt in der Art Winterhalters. Oberfläche leicht craqueliert, Rückseite mit Reparaturstellen. Aufwändiger, vergoldeter Stuckrahmen, oben links gebrochen, mit minimalen Fehlstellen. Bildmaße 57 x 71 cm, Maße gerahmt 92 x 108 cm.

Zustand: II Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 2200 EURO

Los Nr. 339
Kaiserin Elisabeth von Österreich
Geschenknadel mit Diamanten im Etui
Silbernes, mit 46 Diamantrosen besetztes, gekröntes Monogramm "E". Goldene Anstecknadel mit Wiener Fuchskopfpunze für 14-karätiges Gold. Im goldgeprägten Etui des Hofjuweliers Vincenz Mayers Söhne Wien. Gesamtlänge 83,5 mm. Gewicht 3 g.

Zustand: I-II Limit: 1400 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 340
Kaiser Karl I. von Österreich (1887-1922)
Geschenkbrosche in Gold und Email
14-karätiges Gold. Die Chiffre "K" auf tiefblauem, guillochiertem Email und in goldenem Lorbeerkranz, überhöht durch die in Rot teilemaillierte, österreichische Kaiserkrone. Rs. Querbroschierung und Wiener Fuchskopfpunze sowie Juwelierspunze "AE K". 31 x 28 mm, 5,57 g.
Ehrengeschenke des Kaiser sind aufgrund seiner nur rund 22-monatigen Regentschaft (1916-1918) von großer Seltenheit.

Zustand: I- Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 341
Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich (1863-1914)
Paar goldene Manschettenknöpfe
Ovale Form mit blau emailliertem Spiegelmonogramm "F" unter Erzherzogskrone. An goldenen Karabinerhaken. Gesamtgewicht 6,5 g.
Erzherzog Franz Ferdinand, Sohn Erzherzogs Karl Ludwig, wird 1889 nach dem Freitod Kronprinz Rudolfs österreichischer Thronfolger. Seine Ermordung 1914 in Sarajewo durch serbische Nationalisten stellt den unmittelbaren Anlass für den Ausbruch des 1. Weltkrieges dar.

Zustand: II+ Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 1700 EURO

Los Nr. 342
Erzherzog Rudolf von Österreich
Portraitfoto mit Autograph
Die bekannte Aufnahme des Kronprinzen in ungarischer Husarenuniform, am Unterrand in schwarzer Tinte signiert "Rudolf". Auf der Rückseite Fotografenbezeichnung "Koller Károly Budapest". In Bronzerahmen mit farbigen Glassteinen. Höhe 24 cm.
Dieses Foto wurde kurz vor dem tragischen Tod des Kronprinzen in Mayerling 1889 aufgenommen.

Zustand: II Limit: 1200 EURO
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Zuschlag 1600 EURO

Los Nr. 343
Erzherzog Eugen von Österreich (1863-1954)
Emailliertes Zigarettenetui um 1910
Silbervergoldetes Etui mit fliederfarben emaillierten Außenseiten auf rautenförmigem Grund und türkisfarbenen, guillochierten Randleisten mit Golddekor. Auf dem Deckel in Gold eingelegtes "E" unter Erzherzogskrone. Innen Wiener Feingehaltspunze für 800er Silber (Windspielhundekopf) und undeutliche Juweliersmarke, der Drücker gepunzt "A" für Wien. 92 x 61 mm, 173 g.
Erzherzog Eugen, österreichischer Feldmarschall, im 1. Weltkrieg Kommandant der 5.Armee, 1917/18 Kommandant der Südwestfront.

Zustand: I- Limit: 2200 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 344
Österreichische Tschapka
für Subalternoffiziere (Leutnant/Oberleutnant) des Ulanen-Regiments Nr.4
Weißes Kuvert, feuervergoldete Beschläge, Schuppenkette aus Einzelgliedern, Emblem mit ausgestanzter "4", schwarzer Rosshaarbusch, vergoldetes Kettchen an Löwenkopfhalterungen, Distinktionsborte mit zwei schwarzen Durchzügen, leonische Teile kaum gedunkelt. Weißes Seidenfutter, braunes Schweißleder. Herstellerbezeichnung "Moritz Tiller Wien". Sehr gut erhalten, das weiße Kuvert etwas gedunkelt. Dazu der Kartuschkasten mit silbernen Beschlägen und Trageriemen.
Sehr schönes Ensemble.

Zustand: II+ Limit: 1800 EURO
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Zuschlag 3100 EURO

Los Nr. 345
Standarte der österreichischen Kavallerieregimenter
Ende 19.Jhdt.
Gelbes Seidentuch mit rot/schwarzer Seidenbordierung auf Gold. Im Zentrum in Seiden- und Goldstickerei der gekrönte, österreichische Doppeladler, die Rs. spiegelbildlich. Ca. 66 x 70 cm sowie 14 cm Säumung für den Fahnenanschlag. Vier Löcher der ehemaligen Benagelung, kleinere, altersbedingte Beschädigungen.
Von größter Seltenheit.

Zustand: II Limit: 12500 EURO
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Zuschlag 13800 EURO

Los Nr. 346
Fahnenspitze
österreichisch nach 1735
Bronze vergoldet. Auf der Vorderseite graviertes Familienwappen des General-Feldzeugmeisters Graf Ogilvy, eine Frau mit Fallgatter und Devise "A FIN" (bis zum Ende) über englischem, gekröntem Löwen und Waffentrophäen, umlaufend Inschrift "HERMAN CARL GRAFF V OGILVY GENERAL FELD ZEUGMEISTER", rückseitig Darstellung des Evangelisten Matthäus. Höhe 24,7 cm.
Hermann Carl Graf von Ogilvy, geb. 1679, österreichischer Feldzeugmeister 1735, 1745 Generalfeldmarschall. Aus einem uralten schottischen Adelsgeschlecht des 12.Jhdts. stammend, verwandt mit dem sächsischen GFM Georg Benedikt Ogilvy (1650-1710). Nachkommen der Familie Ogilvy gehören heute zur britischen Royal Family.

Zustand: II+ Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2000 EURO

Los Nr. 347
Adolf Schreyer (1828-1899)
Österreichische Ulanenpatrouille im Krieg 1866
Öl auf Leinwand und Keilrahmen. Rechts unten signiert "Ad. Schreyer" mit undeutlichem Zusatz. Vier Ulanen zu Pferd in einer Senke bzw. über einen Hügel spähend. 32,5 x 59 cm. In vergoldetem Rahmen, 55 x 79,5 cm.
Adolf Schreyer, Schlachten- und Pferdemaler, Schüler von J. Becker. Einer der Wegbereiter des Realismus und Impressionismus in Deutschland.

Zustand: II- Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 4200 EURO

Los Nr. 348
Karl Ludwig Prinz (1875-1944)
"Österreichischer Dragoner und Bäuerin" um 1910
Barfüßige Bäuerin vor Architekturkulisse reicht abgesessenem Dragoner einen Trunk Wasser aus einem Brunneneimer, im Hintergrund weite Hügellandschaft. Unten rechts signiert "Prinz".
Prinz war Landschafts- und Bühnenmaler und arbeitete an Inszenierungen in Wien, München, Hamburg und New York. Neben seiner Theaterarbeit war er aber auch als Maler für das österreichische Heeresmuseum und das Städtische Museum Wien tätig.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Los Nr. 349
Österreich-ungarischer Stahlhelm
nach System Berndorf
Erdbraun lackierte Stahlglocke mit nach innen umgebördeltem Rand und vier, durch eine glatte Stahlkappe abgedeckten Lüftungslöchern im Scheitelpunkt, drei Schrauben zur Innenfutterbefestigung, seitlichem Tintenstempel "LKOLAR B.T.", im Nacken Schlagstempel "66" und Firmenlogo in Form eines Bären. Innenausstattung aus Ersatzmaterial: Eisenring mit Filzpolsterung, angenähtes Schweißleder aus braun beschichtetem Leinen mit naturbelassenem Leinenfutter, Webkinnriemen. Größe 57.

Zustand: II Limit: 3200 EURO
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Los Nr. 350
General Manuel Apolinario Odria Amoretti (1897-1974)
Goldene 20-Dollar-Münzuhr, Patek Philippe 1952
Geschenk eines Ministers an den peruanischen Diktator (1948 - 56). Kleine, goldene Taschenuhr mit Ankerwerk, Nummer "861.213", Gehäusenummer "513.129". Vergoldetes Zifferblatt mit schwarzen "Breguet"-Ziffern und Minuterie "Chemin de Fer". Minutiös und aufklappbar eingepasst in eine 20-Dollar-Goldmünze aus dem Jahr 1926, die Vorderseite mit der Liberty als Sprungdeckel gearbeitet. Durchmesser der Uhr 23 mm, der Münze 34 mm, Gewicht 42 g.
Das passend gefertigte, goldene Armband eine peruanische Juweliersanfertigung aus 18-karätigem Gold ("18K"). Die vier Glieder und der Verschluss zeigen in hochwertiger, durchbrochener Arbeit Inka-Szenen, die Ränder mit Mäanderfriesen verziert, die Uhrenfassung mit vier Splinten (einer abgebrochen). Gewicht 35 g.
Dazu "Extrait des Registres" von Patek Philippe aus dem Jahr 2001 mit Übersendungsschreiben sowie die Kopie einer Rechnung über eine Generalüberholung 2003.
Nach Familienüberlieferung wurde die Uhr mit dem eigens angefertigten Armband Odria von einem seiner Minister während der Amtszeit 1948 - 1956 geschenkt. Als seine Hoffnungen auf die peruanische Präsidentschaft bei den Wahlen 1962 durch den Putsch des Generals Ricardo Perez Godoy zunichte gemacht wurden, soll er sie seinem Ex-Minister wutentbrannt wieder vor die Füße geworfen haben.

Zustand: I- Limit: 9000 EURO
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verkauft

Los Nr. 351
Stanislaus II. Poniatowski, König von Polen
Portraitdarstellung, anonym
Der letzte polnische König in roter Uniform mit der Schärpe und dem Stern des Weißen-Adler-Ordens, mit der rechten Hand auf Schriftstück weisend. Öl auf Leinwand, 105 x 82 cm, unsigniert, etwa 1760/70, Goldrahmen. Auf der Rückseite Inventarstempel der Kunstsammlung der Reichsgrafen Thun von Hohenstein.
Stanislaus August Poniatowski, 1732 in Wolczyn geboren, wurde 1764 mit der Unterstützung der Zarin Katharina II. zum polnischen König gewählt und versuchte den Verfall des autonomen Polens zu verhindern. Durch die drei Polnischen Teilungen 1772, 1793 und 1795 zur Abdankung gezwungen, verstarb er 1798 in St. Petersburg.

Zustand: II- Limit: 3500 EURO
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Zuschlag 4800 EURO

Los Nr. 352
Säbel für Offiziere
Portugal, 19./20.Jhdt.
Leicht gekrümmte Rückenklinge mit beidseitiger Hohlkehle, quartseitig mit Herstellerbezeichnung "Silva". Sparsam mit floralen Reliefs verziertes Gefäß aus massivem Silber. Hornhilze mit verdrilltem Silberdraht umwickelt. Scheide ebenfalls aus Silber, am Ort mit Akanthus-Reliefs. Ein beweglicher Tragering an reliefiertem Ringband und anhängende Tragekette. Länge 98 cm.

Zustand: II+ Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 353
Zar Peter der Große (1673-1725)
Portraitminiatur auf Elfenbein
Unsignierte Arbeit des 18.Jhdts. Sehr fein gemaltes Halbportrait, Peter der Große in dunkelblauem Wams mit Hermelin über den Schultern, umhängend die Schärpe des St. Andreas-Ordens. In feuervergoldeter Messingfassung in Form von fasces unter Krone und in Elfenbeinplatte (ein Längsbruch). Die Rückseite papiergedeckt und mit altem Etikett "Czar Peter the Great. Born 1673, died 1725. Gift of Francis Dashmore (?) who purchased it at Berlin with the assurance that it had been painted ad vivum". Bildgröße ca. 60 x 44 mm, gerahmt 108 x 86 mm.

Zustand: II+ Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 5300 EURO

Los Nr. 354
Zar Paul I. Petrowitsch (1796-1801)
Schildpattdose mit Miniatur, Russland, Ende 18.Jhdt.
Runde Schildpattdose mit eingesetztem Boden und Seiten aus Elfenbein. Auf dem Deckel goldgerahmte, gewölbte Verglasung mit reliefierter Miniatur von Zar Paul I. inmitten seiner Offiziere, die Unterkante mit fein gemaltem Doppeladler. Die Miniatur mit kleinen Schwundrissen, Deckel innen gesprungen und geklebt, Dose mit kleinerem Ausbruch am inneren Rand. Durchmesser 7,6 cm.

Zustand: II- Limit: 3000 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 355
Silberne Büste des Zaren Nikolaus I. (reg. 1825-1855)
nach Friedrich A.T. Dietrich
Darstellung des Zaren in Uniform der Chevalier-Garde, unterhalb des Kürasses kyrillischer Schriftzug "Nikolai.I". Abgestufter runder Sockel, auf der Rückseite Juwelierspunze "Morosov" mit Adler und Beschaumarke St. Petersburg 1894 für Feingehalt "84", Beschaumeister "A Sch". Höhe 32,5 cm, Gewicht 1282 g.
Friedrich August Theodor Dietrich, geb. 23.10.1817 in Bojanowo (Posen), in Berlin Schüler von Drake, Rauch, Tieck u.a. Modellierte Bronzestatuetten des Zaren Nikolaus I. und des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1856.
Ivan Ekimovich Morosov gründet 1849 die bedeutende Juweliers- und Hoflieferanten-Firma I.E. Morosov, die über seinen Tod 1885 hinaus bis 1917 existierte.
Provenienz: Sotheby's London, April 1993, lot 83.

Zustand: I-II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 6800 EURO

Los Nr. 356
Zar Alexander II. (1818-1881)
Ovales Halbportrait, Ende 19.Jhdt.
Öl auf Leinwand und ovalem Keilrahmen, rechts unten undeutlich monogrammiert (J.Th.?/kyrillisch?). Der Zar in Uniform als Regimentschef des 4. russischen Grenadierregiments mit kyrill. Chiffre "N" auf den Generalsschulterklappen. Am Hals trägt er den preußischen Pour le mérite mit Eichenlaub, an der Brust das Kreuz und den Bruststern des St. Georgs-Ordens. Ca. 89 x 77 cm, rs. zwei kleine Restaurierungen. In vergoldetem Rahmen mit reliefiertem Lorbeerfries, 107 x 93 cm.
Zar Alexander II. erhielt den Pour le mérite am 8. Dezember 1869, den Pour le mérite mit Eichenlaub am 8. Dezember 1871 für herausragende militärische Führung und Planung sowie das Großkreuz zum Pour le mérite am 24.4.1878 als einziger Ausländer. Das Portrait zeigt den Zaren um 1872, zum Zeitpunkt des Dreikaisertreffens in Berlin.

Zustand: II Limit: 4000 EURO
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Zuschlag 4600 EURO

Los Nr. 357
Zar Alexander III. (1845-1894)
Vergoldetes Portraitrelief auf Malachitplatte
Bronze, vergoldet. Hochrechteckiger Reliefguss mit Profilportrait des Zaren unter Zarenkrone und umrahmt von Hermelin mit Rosen- und Weinranken. Auf leicht geschrägter Platte mit schöner, grüner Malachitauflage. 22 x 14,5 cm, die Platte 35,5 x 27,5 cm.

Zustand: I- Limit: 4800 EURO
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Los Nr. 358
Anastasia Nikolajewna
Weihnachtsgeschenk von Kaiserin Auguste Victoria, 1911
Brieföffner, Petschaft und Federhalter. Moosachat, Email, Silber vergoldete, fein gravierte Fassungen. Auf dem Griff des Brieföffners vorderseitig das gekrönte Monogramm "AN", rückseitig gravierte Widmung "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut - Tante Victoria - Weihnachten 1911". Das Petschaft ebenfalls mit gekröntem Monogramm "AN". Französische Garantiestempel. In gefüttertem Lederetui von "J. Godet u. Sohn - Kgl. Hofjuweliere - Berlin". Länge des Brieföffners 22,8 cm.
Dazu Briefumschlag und Zettel der Kaiserin Auguste Victoria mit handschriftlichen Bemerkungen zu dieser Garnitur an ihren Adjutanten Hans Karl von Winterfeld, Portepee-Fähnrich im 1.Garde-Regiment zu Fuß und ein Schreiben der Schatull- und Vermögensverwaltung des Kaisers Wilhelm II., Berlin 1924, wonach die Schreibgarnitur durch die Großfürstin Maria Pawlowna zurückgeliefert worden ist.
Großfürstin Anastasia Nikolajewna, geboren 1901, war die jüngste Tochter des Zaren Nikolaus II. und wurde zusammen mit ihrer Familie am 17. Juli 1918 im Keller des Ipatjew-Hauses in Jekaterinenburg von einem Sonderkommando erschossen.

Zustand: I- Limit: 5000 EURO
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Zuschlag 5300 EURO

Los Nr. 359
Helm und Kürass für Offiziere der Linienkürassiere
Russland, Trageweise ab 1812
Hoher Lederhelm M 1808 mit Kamm und schwarzem Rosshaarbusch. Feuervergoldete Beschläge, Stirnschild mit aufgelegtem Doppeladler, gewölbte Schuppenketten (unvollständig, Unterfütterung erneuert). Höhe mit Busch 40 cm. Die dünne Helmglocke etwas faltig, innen restauriert und verstärkt, das Innenfutter erneuert, außenseitig kleine Beschädigungen und Ausbesserungen. Dazu leichter Kürass M 1812 aus geschwärztem Eisen und mit geschwärzten Schuppenketten, die Ränder in Leder eingefasst und mit roter Schnur verziert, aufgelegter, großer, vergoldeter Doppeladler.

Zustand: II-III Limit: 6000 EURO
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Zuschlag 8400 EURO

Los Nr. 360
Kinderuniform im Range eines Feldwebels
der 4. Tirailleurs de la Garde ("de la Famille Impériale")
Halbkaftan "à la Russe" aus sehr feinem, schwarzem Tuch mit karmesinroten Vorstößen, die rot durchwirkte Goldtresse reicht vom Kragen bis zur Hüfte (Trageweise nur zwischen 1906 and 1908). Goldene Doppeladlerknöpfe mit Goldkordelschlingen. Die Ärmelaufschläge mit Gardelitzen. Eingenähte Schulterklappen. Karmesinrotes und schwarzes Seidenfutter. En suite gefertigte Hose mit gebläuten und teilvergoldeten Knöpfen "Ideal" und Beschlägen. Hervorragende Erhaltung, ein Ärmel mit Loch.
Karmesinrote Seidengymnastiorka mit Stehkragen und kurzer Knopfleiste. Goldene Doppeladlerknöpfe, Schlaufen für die Schulterklappen. Feines Halbfutter aus weißem Leinen. Schöne Erhaltung mit kleineren Löchern.
Karmesinroter Tuchgürtel mit Messingbeschlägen. Mottenlöcher.
Schaschka M 1881. Vernickelte Klinge (leicht fleckig) mit Herstellerbez. "E.&F. Hörster Solingen". Gerillter Horngriff. Das Bügelgefäß und die Beschläge der lederbezogenen Scheide (ein Knick) mit gut erhaltener Feuervergoldung. Länge 80,5 cm.
Berühmteste Träger dieser Uniform im Kindesalter waren der Tsarewitsch Alexej Nikolaewitsch (1904 - 1918), Petr Alexandrowitsch von Holstein-Gottorp, Prinz zu Oldenburg (1868 - 1924) und Herzog Alexander Georgewitsch von Leuchtenberg (1881 - 1942).
Provenienz: Sammlung Jewgenij S. Mollo.

Zustand: I- Limit: 7500 EURO
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Los Nr. 361
Uniformrock eines Oberstleutnants
in der 55. Artillerie-Brigade, Russland
Khakifarbenes Tuch mit roten Vorstößen und vergoldeten Wappenknöpfen. Über der linken Brusttasche zwei Schlaufen für eine Ordensspange. Rot unterfütterte und durchzogene Schulterklappen mit drei gestickten Rangsternen und vergoldeten Wappenknöpfen, gekreuzten Kanonenrohren sowie Nummer "55". Seidenfutter. Sehr schöne Erhaltung.
Provenienz: Sammlung Jewgenij Mollo. Die Schulterklappen (ohne den Rock) abgebildet in John Mollo, Military Fashion, S. 178.

Zustand: II Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 3400 EURO

Los Nr. 362
Ein Paar Epauletten eines Feldmarschalls
Russland, Ende 19.Jhdt.
Goldenes Tressenfeld, der Halbmond und die losen Kantillen aus Goldbouillons, das rote Unterfutter vermutlich erneuert. Aufgelegte Marschallsstäbe aus teilvergoldetem Silber, die Blätter der erhabenen Lorbeerzweige mit überwiegend erhaltenem, grünem Glasfluss verziert. Aufgelegte Zarenadler am Oberrand und Lorbeerkränze am Unterrand. Goldene Wappenknöpfe.
Angeblich aus dem Besitz des deutschen Kaisers Wilhelm I.

Zustand: II-III Limit: 2500 EURO
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Zuschlag 2600 EURO

Los Nr. 363
Pallasch für Offiziere der Gardekürassiere
Russland, 18.Jhdt.
Zweischneidige, etwas gekürzte, breite Klinge. In Resten vergoldetes, fein ziseliertes Korbgefäß (kleine Beschädigungen) mit gekröntem Doppeladler und Knauf in Adlerkopfform. Lederhilze, die Griffwicklung lose. Anhängendes Portepee. Lederbezogene Holzscheide (beschädigt) mit Messingbeschlägen. Länge 98 cm.
Vgl. Eugene Mollo, Russian Military Swords, S. 9.

Zustand: III Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 13500 EURO

Los Nr. 364
Kaiserstander
Russland, 19.Jhdt.
Gelbes Fahnentuch, darauf der russische Doppeladler in Klauen und Schnäbeln vier Landkarten haltend, welche das Weiße, das Schwarze, das Kaspische Meer und die Ostsee darstellen. Oben links und rechts mit Händlerstempel "Franz Carl Bisenius". Schöne, farbfrische Erhaltung, wenige minimale Löcher und Gebrauchsspuren. 202 x 173 cm.
Möglicherweise wurde diese Fahne für einen Flottenbesuch des Zaren in Österreich hergestellt.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 3200 EURO

Los Nr. 365
Standarte des 7. Olviopolschen Ulanen-Regiments
Russland um 1912
Blauer Samt mit hoher, silberner Posamentenstickerei, im Zentrum das gekrönte Monogramm des Zaren Nikolaus II., in den Ecken die gekrönten Monogramme der vier russischen Herrscher des 19.Jhdts., drei Seiten mit silberner Tresse und Fransen. Die Rückseite aus hellem, weißem Tuch, darauf das gestickte Regimentsabzeichen mit dem Wappen von Olviopol (Ukraine) und dem Monogramm des spanischen Königs Alphons XIII. Etwas fleckig, ansonsten sehr schöne Erhaltung. 56 x 58 cm.
König Alphons XIII. von Spanien war Chef des Regiments.

Zustand: II Limit: 1500 EURO
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Zuschlag 19000 EURO

Los Nr. 366
Hermanus Willem Koekkoek (1867-1929)
Kosak am Strand
Öl auf Leinwand und Keilrahmen. Links unten signiert "H.W. Koekkoek". Zaristischer Kosak zu Pferd über eine Sanddüne spähend, im Hintergrund Meeresbrandung. 40 x 30 cm. In vergoldetem Rahmen.
Hermanus Willem Koekkoek, holländischer Militärmaler, nahm u.a. als künstlerischer Berichterstatter der Illustrated London News 1899-1902 am Burenkrieg teil.

Zustand: II Limit: 2000 EURO
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Los Nr. 367
Modell eines Küstengeschützes
russisch um 1900
Gusseisernes, konisches Rohr mit verstärkter Mündung im Kaliber 2,7 cm. Über den beiden Schildzapfen reliefiertes (beriebenes) Wappen. Verstärkter Stoßboden mit Stellschraube und obenliegendem Zündloch. Rohrlänge 51 cm. Auf gusseiserner, vierrädriger Lafette.
Dazu gravierte Messingplakette "Modell eines alten Russ. Küstengeschützes gefunden im 'Tondi' Gelände der 3.MK.A.A. und dem Kommandeur Korv. Kapt. (Ing.) Walter Neugebauer zur Erinnerung überreicht vom gesamten Abteilungs-Stamm. Reval Weihnachten 1942".

Zustand: II- Limit: 2000 EURO
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Zuschlag 2100 EURO